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Interview: Nur Inflation könne Schuldenkrise lösen - Sparen lohne nicht mehr

Bert Flossbach und Kurt von Storch, Gründer der erfolgreichen Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch, warnten in einem Interview mit dem "Handelsblatt" Geldanleger dringend davor, Geld länger in klassische Sparformen zu investieren. Längst drucke die EZB Geld für die Euro-Schuldenstaaten.

Dieses Geld sorge für steigende Preise und somit ein künstlich steigendes BIP. Die Folge ist eine scheinbare Senkung des Schuldenstandes. Die EZB drücke das Zinsniveau durch Aufkauf langlaufender Bonds sowie fast unbegrenzter Zurverfügungstellung von Geld an Banken, welche ebenfalls in Staatsanleihen investieren.

Der Staat verfüge über Instrumentarien, institutionelle Investoren zum Aufkauf von Bonds mit negativen Realzinsen zu zwingen. Dies veranlasse Bürger, ihr Geld auszugeben mit der Folge von Inflation. Leidtragender sei vor allem der typisch Deutsche, der in Altersvorsorge, Sparpläne und Lebensversicherungen investiert habe.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Interview, Schuldenkrise, Inflation, Sparen
Quelle: www.handelsblatt.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.02.2012 10:35 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+10 | -4
 
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Flossbach und von Storch raten in Sachanlagen zu investieren, vorneweg in in- und ausländische Aktien. Das Portfolio könne auch physische Edelmetalle – möglichst nicht in einer Bank gelagert - enthalten. In Staatsanleihen solle nur noch außerhalb des Euro-Raumes, etwa in Australien, Neuseeland, Schweden, Dänemark, Kanada oder Hong Kong, investiert werden. Bei Immobilien und Kunst müsse die Wertentwicklung berücksichtigt werden.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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11.02.2012 10:40 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -2
 
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Titel von mir stammt der Konjunktiv nicht. Mit dem Wort "Interview:" ist der meines Erachtens überflüssig.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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11.02.2012 11:28 Uhr von .stef.
 
+8 | -0
 
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Das ist ja nix neues, das man 1,7 Billionen nie tilgen kann ist klar ... Inflation ist da das Mittel.

Und dabei verliert nunmal der jenige, dessen Lohneinküfte nicht mit den Gewinneinküften mithalten kann (Wage Lag Hypothese). Auch derjenige welcher Harz4 statt Markteinküfte bezieht verliert (Transfer Income Lag Hypothese). Dann gibts noch die Gläubiger Schulder Hypothese, bei der die die Kredit aufnehmen gewinnen, wegen niedriger Realzinsen. Doch z.B. ein Hauskauf lohnt sich nur für welche, die in entsprechend teure Lagen inverstieren können, mit wenig Fremdkapital.

Da hilft nur auf seeeehr langfristige Sicht keine Schulden aufnehmen, damit wir die Inflation nicht "brauchen".

[ nachträglich editiert von .stef. ]
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11.02.2012 11:51 Uhr von Pilot_Pirx
 
+5 | -0
 
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schätze mal: daß selbst die Inflation (noch) nicht gegen die hemmungslose Gelddruckerei ankommt, aber das wird sie wohl in Zukunft, da die Ursachen der Krise natüüürlich von unseren tollen Politiken nicht angegangen werden, da sie selbst noch davon profitieren. Später werden sie dann angejammert kommen und die Schuld weeit von sich weisen.
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11.02.2012 12:12 Uhr von artefaktum
 
+18 | -1
 
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Ha ha ha! Wie geil! "Bert Flossbach und Kurt von Storch, Gründer der erfolgreichen Vermögensverwaltung Flossbach & von Storch, warnten in einem Interview mit dem "Handelsblatt" Geldanleger dringend davor, Geld länger in klassische Sparformen zu investieren."

Ja natürlich warnen die davor. Mit diesen klassischen Sparformen verdienen die beiden ja auch kein Geld.

Immer hinterfragen, wer was warum sagt.
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11.02.2012 12:16 Uhr von unomagan
 
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Hab isch: ja mal gesacht in ner alten news: Bester Zeitpunkt um Schulden zu machen ^^
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11.02.2012 12:16 Uhr von Berufspsycho
 
+8 | -1
 
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Artefaktum hat Recht: Und dann empfehlen die auch noch Anlagen, die besonders hohe Margen für den Vermögensverwalter bringen...
Und in wie fern ausländische Bonds, welche ja auch nur Geldwerte sind, Sachwerte sein sollen, bleibt mir ein Rätsel. Das brigt diverse Risiken (Devisenkurs, etc.).

Jaja, ein Schelm wer Böses denkt...
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11.02.2012 12:25 Uhr von artefaktum
 
+6 | -1
 
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@Berufspsycho: Ich könnt mich immer kaputt lachen, wie die Aussagen vermeintlicher "Experten" unhinterfragt selbst von "renommierten" Wirtschaftsfachzeitungen wie dem Handelsblatt kommentarlos geschluckt werden.
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11.02.2012 12:28 Uhr von sicness66
 
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Und jetzt ? Wie sollen die Millionen Arbeitslosen, Hartz IV´ler, armen Rentner, Studenten, Kinder und Jugendlichen investieren ? Die meisten haben doch nicht mal die Kohle, um sich ne Privatversicherung zu leisten, geschweige so viel Geld, um es irgendwo zu investieren.
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11.02.2012 12:34 Uhr von artefaktum
 
+6 | -0
 
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@sicness66: "Wie sollen die Millionen Arbeitslosen, Hartz IV´ler, armen Rentner, Studenten, Kinder und Jugendlichen investieren ?"

Ich denke mal, für die "Preisklasse" interessieren sich die beiden Herren auch nicht. Die haben eine Klientel, die erst in der Regel zu sehr hohen Summen (und Provisionen) einsteigt. Peanuts interessiert die gar nicht.
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11.02.2012 13:16 Uhr von raterZ
 
+6 | -0
 
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achtung vor schulden machen: kredite passen sich der inflation an - da wirds also nix mit schnell mal seine schulden abbezahlen.
vor allen hat man als lohnsklave eh das problem, dass in einer inflation die einkünfte schwächer steigen, als die ausgaben. man hat dann nur noch weniger geld zur verfügung, um seinen kredit abzubezahlen. wenns schlecht läuft, und die inflation wirklich stark ist, kann man den kredit überhaupt nicht mehr abbezahlen und das haus bspw. geht an die bank.
an inflationen verdienen nur diejenigen, die eben kohle flüssig haben, um solche leute mit nicht mehr tilgbaren schulden ihr besitztum billig abzukaufen. als lohnsklave kann man das eh vergessen.
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11.02.2012 17:33 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+1 | -0
 
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"Der Staat verfüge über Instrumentarien, institutionelle Investoren zum Aufkauf von Bonds mit negativen Realzinsen zu zwingen. Dies veranlasse Bürger, ihr Geld auszugeben mit der Folge von Inflation."

Unglaublich was man für einen sprachlichen Dünnschiss produzieren muss, nur um das Wort "Enteignung" nicht in den Mund nehmen zu müssen...naja, hauptsache die Merkel hat was auf ihrer China-Reise gelernt ^.^
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11.02.2012 17:54 Uhr von silent_warior
 
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war ja abzusehen Jetzt will ich nur hoffen dass die meisten Menschen in nützliche Güter investiert haben und unsere Regierung einen Plan für den Übergang hat.

Ist zwar echt doof, aber da wurde seit 60 Jahren drauf zugesteuert.

In letzter Zeit sieht man (im TV, Radio, Zeitschriften) dass überall Gold aufgekauft wird, die reichen bringen ihr Geld noch schnell unter das Volk bevor es dann nichts mehr wert ist.

Wenn es dann eine neue Währung oder einfach andere Euronoten gibt oder elektronische Euros, können die reichen Leute ihr Gold wieder in die neuen Euros eintauschen.

Ob Gold solch eine gute Geldanlage ist weiß ich nicht, aber es wird eben gern eingetauscht, selbst in Kriegs- oder Nachkriegszeiten konnte man sich damit über Wasser halten. (ist ein gutes Tauschmittel)

Das beste wäre aber wohl wenn niemand dieses Gold nach der Inflation als Zahlungsmittel annimmt, denn der Wert von Gold ist im Gegensatz zu Getreide, Wasser, Fleisch, Eier ... nur ein ideeller Wert.
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11.02.2012 18:09 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@artefaktum: "Ich könnt mich immer kaputt lachen" (---> Vermögensberater Flossbach und von Storch).

Es steht Dir selbstverständlich frei eine Lebensversicherung, einen Sparplan oder private Altersvorsorge in dieser Situation abzuschließen.

Nur glaube ich kaum, dass Du von einer Bank oder einem Versicherungsvertreter ehrlicher beraten wirst als z. B. von einer unahbhänigen Vermögensberatung.

Vor allem aber glaube ich, dass Du vielleicht verkennst, dass zahlreiche Ökonomen sich in der aktuellen Situatioin ähnlich äußern wie die beiden. Die wirtschaftlichen Hintergründe und das (angekündigte) Vorgehen der EZB verdeckenverstellt wohl kaum mehr den Blick auf das, was da kommt.

Darüberhinaus: Unabhängige Vermögensberater könnten sich nicht lange über Wasser halten, wenn sie sie den Markt falsch analysiereten, denn ihre Performance wird laufend von ihren Kunden bewertet. Vor allem aber steht ihnen das gesammte Sammelsurium an Instrumenten frei zu investieren - sie sind nicht an eigene Produkte gebunden bzw. können diese frei anpassen. Es ist ergo nicht falsch, ihnen zuzuhören (siehe auch Warren Buffett und etliche andere). Lediglich der Kunde muss sich fragen, ob er dafür Provision zu zahlen bereit ist, das setzt bei den meistern vermutlich eine gewisse Rendite voraus.

Da es sich hier nur um allgemeine Empfehlungen handelt, sehe ich keine "Werbung" darin, wenn solche Leute vom Handelsblatt zu einem Interview gebeten werden, zumal es sich hier offenbar um ein Team handelt, welches in der Krise offenbar besonders erfolgreich gewirtschaftet und daher zahlreich Preise gewonnen hat.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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11.02.2012 18:47 Uhr von artefaktum
 
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@Baron-Muenchhausen: "Nur glaube ich kaum, dass Du von einer Bank oder einem Versicherungsvertreter ehrlicher beraten wirst als z. B. von einer unahbhänigen Vermögensberatung"

Nur damit ich dich jetzt richtig verstehe: Du hältst die beiden für unabhängige Berater?

http://www.fvsag.com/...

Glaubst du, die beiden arbeiten umsonst? Die kassieren Provisionen dafür, dass sie mit dem Geld ihrer Kunden spekulieren. Egal ob der Kunde gewinnt oder verliert, mit der Provision gewinnen die immer. Dass man sich als Vermögensberatung verkauft, ist Marketing.

Denk mal als Maschmeyer. Der hat mit seiner AWD auch immer so getan, er würde nur beraten. In Wirklichkeit hat er das empfohlen, was ihm selbst die höchste Provision brachte.

Wenn du seriöse Finanzberatung möchtest, geh zur Verbraucherberatung.

(Nicht falsch verstehen, ich weiß hier deine Kommentare meist sehr zu schätzen. Aber hier scheinst du mir etwas blauäugig).

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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11.02.2012 19:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@artefaktum: Die Zeit beantwortet alle Fragen.

Ginge es danach, dürfte man wohl keinen mehr befragen. Ein unabhängiger Vermögensberater ist jedenfalls "unabhängiger" als ein abhäniger VB, der sein Markenzeichen im Siegel trägt.

Aber unabhängig ( ;-) ) davon: Würde das im Übrigen nicht posten, wenn ich die Meinung nicht nachvollziehen könnte (...was nicht heißt, dass ich generell nur meinen Standpunkt poste). Blauäugig sind für mich diejenigen, die in dieser Situation Lebensversicherungen, Sparpläne oder private Altersvorsorge abschließen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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12.02.2012 08:14 Uhr von Leeson
 
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Ich habe mich: schon immer gefragt, wie die wohl an das Geld meiner Lebensversicherung rankommen wollen.
Hier ist nun endlich die Antwort!!!

Fehlt ja nur noch meine private Rentenversicherung....
Achso, die ist ja weg wenn ich arbeitslos werde -.-

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