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USA: Barack Obama gab sich im "Pille"-Streit kompromissbereit

Der Präsident der USA, Barack Obama, wollte eigentlich durchsetzen, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern verschreibungspflichtige Verhütungsmittel bezahlen müssen. Dagegen lief insbesondere die katholische Kirche Sturm, aber auch die konservativen Republikaner äußerten Unmut.

Nun hat Obama einen Kompromiss vorgeschlagen. So sollen nun kirchliche Häuser, zum Beispiel Schulen oder Krankenhäuser, die Kosten für Verhütungsmittel wie die Pille nicht übernehmen müssen. Dies sollen die Krankenversicherer übernehmen.

Obama meinte, dass diese Regelung nun alle zufriedenstellen müsste, da sie sowohl Religionsfreiheit als auch gesetzliche Vorgaben achte. Gesetze sehen vor, dass Verhütungsmittel, aber auch Impfungen und Routineuntersuchungen ab Mitte 2013 zu 100 Prozent übernommen werden müssen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Politik, Streit, Barack Obama, Pille
Quelle: www.tagesschau.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.02.2012 10:06 Uhr von Borgir
 
+11 | -4
 
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In den USA wollte ich nicht mal tot über den Zaun hängen. Sozialsystem für die eigenen Leute quasi nicht vorhanden aber großer Chef in der Welt spielen.
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11.02.2012 10:45 Uhr von DerMaus
 
+3 | -1
 
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"So sollen nun kirchliche Häuser, zum Beispiel Schulen oder Krankenhäuser, die Kosten für Verhütungsmittel wie die Pille nicht übernehmen müssen."

Bedeutet sekulärer Staat nicht eigentlich, dass die Kirche in der Gesetzesbildung und Rechtsprechung kein Wort mitzureden hat?
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11.02.2012 11:36 Uhr von smoke_
 
+2 | -0
 
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@DerMaus: Bedeutet es nicht auch, dass der Staat die Kirchen in Ruhe lassen muss? Obamas Regelung verstößt klar gegen den ersten Verfassungszusatz der USA.
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11.02.2012 11:56 Uhr von Perisecor
 
+1 | -3
 
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@ Borgir: "Sozialsystem für die eigenen Leute quasi nicht vorhanden aber großer Chef in der Welt spielen. "

Die Mehrheit der US-Amerikaner, mich eingeschlossen, will kein Sozialsystem wie es in Deutschland existiert.

Würden wir ein solches System wollen, hätten wir eins.

Wenn du also mit der Ausgabendiktatur deiner Regierung zufrieden bist und Zwangsabgaben von >50% deines Gehaltes in Ordnung findest, obwohl du z.B. aus der gesetzlichen Krankenkasse quasi keine Zahn- oder augenmedizinischen Leistungen erhältst, dann ist das in Ordnung.

Aber bitte fordere nicht, dass alle anderen Menschen sich ebenfalls einer solchen Diktatur unterwerfen sollen.
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11.02.2012 12:04 Uhr von Perisecor
 
+2 | -0
 
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@ Sire_Tom_de_Jank: "aber selbst sind sie die fundamentalistischsten christen terroristen in der welt"

Soso. Alle >320 Millionen US-Amerikaner sind also die funamentalsten Christen "in der Welt" [sic!]?

Das ist spannend, wo doch nicht unerhebliche viele Amerikaner einem anderen Glauben angehören oder sich selbst als Atheisten bezeichnen, es aber gleichzeitig z.B. Länder wie Italien, Spanien oder Polen gibt, in denen die christliche Kultur massiv gelebt wird.
Von Kreuzen in deutschen Klassenzimmern mal ganz zu schweigen.



"jeden der an der bibel zweifelt würden die doch am liebsten ans kreuz nageln"

Das ist natürlich völliger Schwachsinn. Wie kommst du auf sowas? Wolltest du einfach mal bisschen polemischen Müll schreiben oder glaubst du das tatsächlich? Nach deinen anderen Äußerungen würde ich dir solch dümmliche Meinungen zutrauen, daher die Frage..



"bestimmt meinen die, dass die pille von satan persönlich kommt... "

Wie eigentlich jeder wissen sollte, kommt die Antibabypille aus den USA. Dort wurde sie zuerst synthetisiert und als "Enovid" auf den Markt gebracht.

Die Einführung in Deutschland war über ein Jahr später und aufgrund der Moralvorstellungen hier und dem Einfluss der Kirche wurde sie nicht als Antibabypille, sondern als Anti-Menstruationsstörungspille beworben.


Bevor du also weiter sinnfrei Anti-US-Parolen ausgibst, solltest du dich erst informieren. Dann ersparst du dir so Peinlichkeiten wie die Herkunft der Pille und in welchem Land sie aufgrund moralischer Bedenken lange Jahre nicht als Antibabypille beworben wurde. :D
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11.02.2012 12:11 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@ DerMaus: Wie smoke_ schon sagte, geht es nicht um allgemeine Angelegenheiten, sondern darum, dass Religionsgemeinschaften nicht dafür gezwungen werden dürfen, gegen ihren Glauben verstoßende Dinge zu subventionieren.


Wie du aus der News und aus der Quelle entnehmen kannst, ist das Thema heikel, denn hier stehen sich zwei Grundsätze gegenüber - einerseits das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die Benachteiligung einzelner Religionen.
Dem gegenüber stehen die Gleichbehandlung sowie Gesetze auf Bundes- und Staatenebene.

Da die Verfassung höher zu bewerten ist, hat Obama nachgegeben und geht nun diesen Kompromiss.


Falls dich das Thema weitergehend interessiert ein relativ guter und verständlicher Link zur Grundlage auf deutsch:
http://de.wikipedia.org/...

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