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Urteil: Homophobe Flugblätter sind Hassrede - Kein Schutz durch Meinungsfreiheit

Homophobe Flugblätter gehören zur Hassrede (englischer Begriff: "hate speech") und werden damit nicht von der Meinungsfreiheit geschützt. So entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg und bestätigt damit ein Urteil des Obersten Schwedischen Gerichtshofs.

Konkret ging es um einen Fall aus dem Jahr 2004, als ein Mann auf einem Schulhof Flugblätter an Schüler verteilt hatte. Auf denen war zu lesen, dass Schwule und Lesben Schuld an der Verbreitung von AIDS und HIV seien, pädophil seien und sich für die Legalisierung von Pädophilie einsetzen würden.

Die sieben Richter in Straßburg bestätigten das schwedische Urteil einstimmig. Demnach ist Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung so schwerwiegend wie Diskriminierung wegen "Rasse, Hautfarbe oder Abstammung".


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WebReporter: rgh23
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Schutz, Homosexualität, Diskriminierung, Meinungsfreiheit
Quelle: www.heise.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.02.2012 18:20 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+5 | -6
 
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"Demnach ist Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung so schwerwiegend wie Diskriminierung wegen "Rasse, Hautfarbe oder Abstammung" ... und Religion nicht zu vergessen.

Denn: Wo ist der Unterschied, ob ich jemanden auf Grund seiner sexuellen Geneigtheit oder auf Grund seiner religiösen Zugeneigtheit hasse? Oder anders ausgedrückt: Wo ist der Unterschied, ob ich jemanden auf Grund seiner homoerotischen Phantasie oder seiner römisch-katholischen Ambition nicht gut leiden kann? Das Motiv ist in beiden Fällen Hass.

Ist Homosexualität unnatürlich, weil Schwule oder Lesben keine Kinder kriegen können? Das Gegenteil ist der Fall: Homosexualität ist, so glaube ich, ein Regulierungsinstrumentarium der Natur um die Menschheit vor Überbevölkerung zu schützen. Somit ist sie etwas Natürliches und Überlebenswichtiges. Die Natur bahnt sich ihren Weg.
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10.02.2012 19:07 Uhr von cheetah181
 
+1 | -4
 
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Abdul_Tequilla: "... und Religion nicht zu vergessen.

Denn: Wo ist der Unterschied, ob ich jemanden auf Grund seiner sexuellen Geneigtheit oder auf Grund seiner religiösen Zugeneigtheit hasse?"

Religionen sind zumindest zu einem gewissen Grad selbst gewählt und keine feste Eigenschaft eines Menschen wie "Rasse", Hautfarbe, Abstammung oder sexuelle Orientierung.
Was natürlich nicht bedeutet, dass man Menschen aufgrund ihrer Religion oder Nichtreligion diskriminieren darf oder soll.

Zum oft gehörten "Regulierungsinstrument": Das kann in Großem Maßstab nicht funktionieren, da nur diejenigen einen Vorteil davon hätten (weil sie in dem Fall mehr Nachkommen haben), die kein "Homosexuellen-Gen" haben und dieses dadurch aussterben würde.

Im kleinen Maßstab - sprich, Homosexuelle passen auf Nachwuchs der Verwandten auf/suchen Nahrung, weil sie keine eigenen Nachkommen haben, die sie versorgen müssen - gibt es das tatsächlich als Theorie. Die (genetisch sehr ähnlichen) Verwandten sorgen in dem Fall für die Weitergabe der Gene.

(Minus nicht von mir)

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
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10.02.2012 19:09 Uhr von Gandalf_1
 
+6 | -1
 
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@AntiPro: "Das Gegenteil ist der Fall: Homosexualität ist, so glaube ich, ein Regulierungsinstrumentarium der Natur um die Menschheit vor Überbevölkerung zu schützen. Somit ist sie etwas Natürliches und Überlebenswichtiges. Die Natur bahnt sich ihren Weg.

vielleicht stimmt das auch, aber wieso trifft das gerade die überbevölkernde Regionen nicht?"

Möglicherweise weil gerade in den übervölkerten Ländern Homosexualität noch immer bei teilweise barbarischen Strafen verboten ist?!
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11.02.2012 02:17 Uhr von iarutruk
 
+2 | -9
 
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lesbisch oder homosexuell zu sein, ich für mich eine abart, die von der natur nicht so gewollt ist. ich weiß, dass ich mit meiner meinung hier alleine auf weiter flur stehe, aber das ist meine auffassung, die ich als erachsener mensch haben darf und meine meinung mitteilen darf.

die natur hat dem menschen ein gehirn mitgegeben, das erkennen kann, wenn es zur überbevölkerung kommt und dass man dann verhütet. siehe china, dort darf man nur ein kind haben. weitere kinder zu haben wird bestraft. das ist eine möglichkeit.

warum in afrika die bevölkerung explodiert? weil die kirche jegliche art von abtreibung verbietet und die schwarze bevölkerung, die man zum christentum bekehrt hat, sich danach halten. hier hat natürlich mutter natur bei denen, die das predigen, gründlich versagt.
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11.02.2012 11:59 Uhr von Again
 
+3 | -0
 
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iarutruk: "oder homosexuell zu sein, ich für mich eine abart, die von der natur nicht so gewollt ist."
Begründung? Keine. Dacht ich mir.
Wenn du denkst, dass es gegen die Natur ist, begibst du dich auf den Boden der Naturwissenschaft und da sollte man Argumente haben. Anonsten scheinst du einfach homophob zu sein, aber da kann man dir bestimmt helfen.
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11.02.2012 13:56 Uhr von iarutruk
 
+3 | -1