Syrien: Nachbarländer fürchten den Sturz des Regimes
Auch wenn die Lage in Syrien ähnlich ist wie seinerzeit in Libyen, greift der Westen nur mit halbherzigen Resolutionen ein. Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielfältig: Einerseits gibt es keine Aussicht auf lohnende Öl-Förderverträge nach einer erfolgreichen Revolution.
Zum anderen fürchtet man um die Stabilität der Region, wenn das Assad-Regime fällt. In einer alten Maxime der orientalischen Politik heißt es: "Ohne Syrien gibt es keinen Frieden in Nahost."
Die israelfeindliche Hisbollah fürchtet um einen politischen Machtverlust und das Abschneiden ihrer Waffennachschublinien, die durch syrisches Gebiet verlaufen. Selbst Israel hat Interesse daran, dass Assad an der Macht bleibt, denn "ein berechenbarer Feind ist besser als ein unberechenbarer Feind."