10.02.12 12:20 Uhr
 1.582
 

Athen: Griechische Polizei droht der Troika mit Festnahme

Die Schuldenkrise in Griechenland nimmt immer bizarrere Züge an. So hat jetzt der Vorstand der Gewerkschaft der Polizisten des Landes mit der Verhaftung der Troika gedroht. Die so genannte Troika besteht aus Experten von IWF, EZB und der EU.

Nach Ansicht des Gewerkschafters untergräbt die Troika die "nationale Souveränität" Griechenlands, durch die geforderten Sparmaßnahmen der Troika solle die demokratische Ordnung umgeworfen werden.

An die Kontrolleure wurde eine schriftliche Erklärung geschickt, in der es hieß: "Wir warnen Sie, dass wir die sofortige Ausgabe von Haftbefehlen fordern werden." Auf einem Flugblatt wurde suggeriert, dass es für die Festnahme der Mitglieder der Troika eine Belohnung gäbe.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Polizei, Festnahme, Athen, Troika
Quelle: kurier.at

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Adolf Hitler war ein einfühlsamer Mann
US-Präsidentenwahl: Russlands Einmischung soll Trump zum Sieg verholfen haben
Moschee-Anschlag in Dresden: Pegida-Redner festgenommen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.02.2012 12:33 Uhr von jaycee78
 
+4 | -15
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
10.02.2012 12:35 Uhr von quade34
 
+4 | -13
 
ANZEIGEN
man muß dabei: bedenken, dass die griechischen Gewerkschaften von den Kommunisten beherrscht werden.
Kommentar ansehen
10.02.2012 12:41 Uhr von Sir.Locke
 
+17 | -3
 
ANZEIGEN
tja, nach wie vor gehe ich davon aus, das die griechische presse alles dafür tut die bevölkerung im unklaren über die lage des landes zu lassen, und die rettungsversuche des auslandes schlecht zu reden.

sollte es zu verhaftungen beim troika-team kommen, darf man wohl davon ausgehen das die zeiten griechenlands gezählt sind, und sämtliche unterstützungen beendet werden.
Kommentar ansehen
10.02.2012 12:46 Uhr von maki
 
+14 | -8
 
ANZEIGEN
Das Gesocks untergräbt mit seinen Wunschzwängen: nicht (nur) die nationale Souveränität, sondern vor allem die innere Sicherheit Griechenlands...

Also mir persönlich wäre eine Verhaftung lieber als von der aufgebrachten Volksmenge gelyncht zu werden... :-D
Kommentar ansehen
10.02.2012 12:58 Uhr von Kamimaze
 
+6 | -14
 
ANZEIGEN
@maki: Ach ja? Und wie soll es dann in Grichenland weiter gehen? So weiter wurschteln, wie bisher?
Massiv über die Verhältnisse leben, sich die Taschen mit geborgten Geld vollhauen, Renten an Tote zahlen usw. usf...?

Was schlägst du vor? Ich bin gespannt...!
Kommentar ansehen
10.02.2012 13:05 Uhr von sicness66
 
+15 | -6
 
ANZEIGEN
Richtig so: Ich würde es begrüßen, dass die verhaftet werden. Einige haben wohl vergessen, dass Griechenland ein souveräner selbstständiger Staat ist und keine Kolonie der EU. Griechenland hat kein Geldproblem, es hat ein struckturelles Problem. Das kann man aber nicht lösen, in den man seine Souveränität an irgendwelche Hampelmänner der EU abgibt und sich dem Brüsseler/Berliner Diktat unterwirft.
Kommentar ansehen
10.02.2012 13:10 Uhr von Kamimaze
 
+3 | -14
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
10.02.2012 13:17 Uhr von xjv8
 
+1 | -6
 
ANZEIGEN
leeres: Geschwalle, mehr ist das nicht. Das kann man ja eigentlich nicht Ernst nehmen. Da werden Aggressionen die eigentlich den unfähigen, korrupten Politikern gelten sollten, auf die armen Schweine der Troika umgeleitet.
Kommentar ansehen
10.02.2012 13:48 Uhr von Peter323
 
+15 | -0
 
ANZEIGEN
Leute: ich bin halber Grieche und kenne das Land recht gut.

Dort ist ein gewaltiger Anteil der Bevölkerung beim Staat angestellt. Eine Anstellung beim Staat erhält man z.B. für seine Stimme oder wenn ein Familienmitglied in einer gehobenen Position ist. In Griechenland hat man mit einer Anstellung beim Staat ausgesorgt und es in der Regel "geschafft". Staatsangestellt werden sehr gut bezahlt, haben was zu melden, fühlen sich wichtig und haben sehr wenig Arbeit.

Das Problem ist, dass Griechenland keine große Wirtschaft oder gar Industrie hat, dafür aber ein gewaltiger Staatsapperat, wo verdammt viele beschäftigt sind.

Die kleine Privatwirtschaft war zu keinem Zeitpunkt in der Lage diesen großen aufgeblähten Staat und dessen Vetternwirtschaft zu finanzieren. Man macht sich dort keine Gedanken über das morgen, solang es funktioniert, hat man so weiter gemacht, bis die Schulden halt für alle offensichtlich wurden.

Jetzt will die EU einschließlich Deutschland zu Recht, dass massiv Staatsangestellten entlassen werden, von 150.000 Beamte wird gesprochen, was für das kleine Griechenland schon richtig heftig ist und damit hört´s ja nicht auf. Der Rest wird sich auf heftige Kürzungen einstellen müssen.

Mit anderen Worten: Die fetten Jahre sind vorbei und viele Personen in Griechenland werden arbeitslos, da halt ein Großteil beim Staat angestellt sind.

Man muss sich das so vorstellen, wie als ob der Staat das ganze Volk versorgen würde, ohne dass das Volk was für den Staat macht, also regelrecht von Anfang an auf Pump alles finanziert wurde.

Übrigens, auch der deutsche Staat hat Jahr für Jahr negative Bilanzen im 2-3stelligen Mrd. Bereich und er ist zu fett, wenn auch nicht ansatzweise so fett wie in Griechenland, aber wenn das so weitergeht die nächsten 10 Jahre, fliegt uns auch alles um die Ohren und die Leidtragenden sind genau wie in Griechenland bekanntlich die normalen Bürger also das Volk.

Wenn das passiert und viele ihre Existenzen verlieren, werden auch die Deutsche auf die Straßen gehen und ihr Unverständnis gegen die staatliche Misswirtschaft zum Ausdruck bringen, genau wie bei den Griechen im Moment.

In Griechenland bluten und leiden nicht die Auslöser der Krise, sondern das einfache Volk --- das darf man nicht vergessen.
Kommentar ansehen
10.02.2012 13:59 Uhr von sicness66
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Kamikaze: Natürlich haben die schon lange diese Probleme. Aber es geht mir hier im Grunde noch nichtmal um Griechenland sondern um die ganze EU. Es ist ja kein Geheimnis, dass durchweg ALLE Länder Bilanz- und Schuldenprobleme haben.

Wollen wir in Zukunft so weiterverfahren ? Schicken wir dann in jedes Land, was finanzielle Probleme hat, eine Troika, die von Gottes Gnaden dem jeweiligen Staat auf die Finger schaut, ob sie auch richtig haushalten ? Wer hat diese Troika legitimiert, wenn sie dann zum ersten mal in Deutschland angekommen ist ? Ich ? Du ?

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
Kommentar ansehen
10.02.2012 14:26 Uhr von learchos
 
+10 | -4
 
ANZEIGEN
Ihr habt alle keine Ahnung!!! Ich glaube ihr habt alle keine Ahnung was da unten wirklich abgeht. Durch diese Sparmaßnahmen verhungern Menschen. Es sterben kranke Menschen denen geholfen werden könnte, wenn sie Geld hätten. Dort gibt es nicht so ein soziales Auffangnetz wie in Deutschland. Hier in Deutschland kann man nicht verhungern schlicht gesagt. In Griechenland schon. Oder würde jemand hier mit nur 250 Euro im Monat leben können nachdem alle Lebensmittel um 50% verteuert wurden? Man hat Menschen die mit Ach und Krach mit 500 Euro im Monat leben mussten, einfach die Rente halbiert auf 250 Euro. Na fällt der Groschen?
Es geht hier um normale Menschen wir du und ich, die leiden hunger. Stellt euch doch mal vor, ein anderes Land kommt nach Deutschland und verlangt von euch das gleiche was von Griechenland verlangt wird. Was würdet ihr dann sagen? Würdet ihr alles hinnehmen ohne zu mucken? Man sagt zwar der deutsche Michel murrt etwas aber er nimmt es irgendwann hin, ja aber wenn die ersten Menschen tot in Seitenstrassen gefunden werden weil sie vor Erschöpfung und Hunger gestorben sind, was meint ihr würde hier abgehen.

Ihr schreit hier alle auf das ach so böse Griechenland, aber ich vergesst dabei das es um Menschen geht die keinen Ausweg mehr haben. Sie fangen an sich mit Händen und Füssen zu wehren, mehr haben sie nicht. Leider wird in den Medien nur das gezeigt was die "bösen Griechen" so treiben und wie die Demonstrieren. Ich habe hier in den Medien kein einziges Bild gesehen das zeigt wie es den Mensche dort unten wirklich geht. Manchmal sehe ich Aufnahmen von feiernden Griechen, die Aufnahmen wurden aber irgendwo aus den Archiven ausgekramt und werden jetzt alá Bildzeitungmanier her gezeigt. Klar so was nennt man einseitige Berichterstattung, bloß nicht zeigen wie die Meschen leiden, denn dann würde die Meinung der Menschen im übrigen Europa und vor allem in Deutschland kippen, von Hass auf Mitleid und da will ja kein Politiker sehen. Man kann ja nicht zulassen das die Menschen eines Landes sich mit den betrofennen Menschen eines anderen Landes solidarisieren, nein nicht solange die Politiker/Banken hier das sagen haben.

Ich glaube ich habe heute genug geschrieben, hier werden wieder sehr viele Minuse verteilt und vielleicht werden einige wenige verstehen was ich sagen will. Leider werden das echt wenige sein, denn der überwiegende Teil, so habe ich das Gefühl, plappert nur das nach was ihnen die Medien einbleuen.

In diesen Sinne

Gruß aus Aachen


PS: Die ganzen Probleme fingen erst an als eine amerikanische Ratingagentur, Griechenland für nicht Kreditwürdig hielt. Griechenland hatte vorher seine Kredite zurückbezahlt. Langsam aber kontinuierlich. Bis die Ratingagentur kam, dann ging garnichts mehr. Merkt ihr was? Aber das ist eine andere Geschichte.
Kommentar ansehen
10.02.2012 14:29 Uhr von Peter323
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@1984: Im Prinzip hast du Recht, aber das ist alles allgemein bekannt.

Du kannst im übrigen ruhig kontroverse Texte schreiben, da hat sicher keiner was dagegen. Die Kunst dabei jedoch ist, sachlich zu bleiben und Niemanden pauschal zu beleidigen oder gar ausfallend zu werden.
Versuch mal freundlich und sachlich zu bleiben
Kommentar ansehen
10.02.2012 15:20 Uhr von Kamimaze
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
@learchos: > "Durch diese Sparmaßnahmen verhungern Menschen. Es sterben kranke Menschen denen geholfen werden könnte, wenn sie Geld hätten. Dort gibt es nicht so ein soziales Auffangnetz wie in Deutschland...."

OK. Aber wo sind dann die vielen ..zig Milliarden geblieben, immerhin über 140% des BIP, mit denen Griechenland in der Kreide steht. Sind die weg..? Oder wo sind sie...?
Kommentar ansehen
10.02.2012 16:36 Uhr von learchos
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@Kamimaze: Das ist eine berechtigte Frage. Leider Gottes gibt es in Griechenland bzw gab es eine hohe Anzahl von Korrupten Mitgliedern der Regierung und natürlich Beamte. Aber das ganze Geld scheint offenbar in den Taschen der Banken und Spekulanten gewandert zu sein. Auch Private Banken sind involviert. Das Volk hat davon leider nichts gesehen, wie es halt überall so ist.
Aber ich kann da auch nicht sagen wo das ganze Geld abgeblieben ist. Fakt ist aber das viele griechische Milliardäre ihr Geld schon in Sicherheit gebracht haben und sogar in Deutschland Millionen in Bauprojekte investieren mit Geld was in Griechenland nicht versteuert wurde.
Warum da nichts gemacht wird verstehe ich auch nicht. Es gibt doch den Spruch "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus", vielleicht gilt das auch unter Menschen die Millionäre sind.

Gruß aus Aachen

[ nachträglich editiert von learchos ]

Refresh |<-- <-   1-14/14   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Adolf Hitler war ein einfühlsamer Mann
Baden-Württemberg: Teenie-Party gerät mit ungebetenen Gästen außer Kontrolle
Justiz: Immer mehr islamistische Straftäter in deutschen Gefängnissen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?