Gletscherschmelze wird langsamer
Weltweit schmelzen Gletscher ab, aber - wie Satellitendaten zeigen - tun sie es langsamer als vermutet. Die Lage an den Polen hat sich stabilisiert und in den Alpen und am Himalaya stagniert die Schmelze, in vielen anderen Hochgebirgen verläuft sie zumindest nur mit der Hälfte des vermuteten Tempos.
Bislang war es ein Problem, dass von den 160.000 Eiskappen nur für 120 Gletscher jährlich eine Bilanz errechnet wird, wobei es nur für 37 davon Aufzeichnungen gibt, die weiter als 30 Jahre zurückreichen. Bei der neuen Studie wurde mit dem Satelliten "Grace" die Erdanziehungskraft gemessen.
Eisverlust äußerst sich dabei durch eine regional verringerte Schwerkraft. Die Studie benutzte Daten von 2003 bis 2010, wobei sich der größte Eisschwund in Alaska, Patagonien und Kanada zeigte. Nun herrscht Unklarheit darüber, wie sich die Gletscherschmelze weiterentwickeln wird.