Griechische Pleite könnte deutschen Steuerzahler 38 Milliarden Euro kosten
Schon mehrfach verkündeten die Euro-Retter einen Verhandlungsdurchbruch in Sachen Hellas-Reformpaket. Doch auch ein Schuldenschnitt und weiteres Bekenntnis Athens zu einem harten Sparkurs bedeuten keineswegs die Abwendung einer Pleite, wenn diese Reformen auch diesmal nicht in der Praxis umgesetzt werden.
Eine Pleite könnte die Deutschen rund 38 Milliarden Euro kosten. Für 73 Milliarden Euro, die bislang aus dem ersten Griechenland-Hilfspaket geflossen sind, stünde der deutsche Steuerzahler, seinen 27,9 Prozent-Anteil und die deutsche IWF-Quote berücksichtigt, mit 16,2 Milliarden Euro gerade.
10,6 Milliarden Euro beträgt das deutsche Risiko aus den 38 Milliarden Euro, die die EZB im Zuge von Stützungskäufen für Hellas-Anleihen im Nominalwert von 50 Milliarden Euro hat fließen lassen, weitere 11,2 Milliarden aus Hellas-Bonds, die vor allem griechischen Banken als Sicherheiten bei der EZB dienen.