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Unbezahltes Praktikum: Studentin verklagt amerikanischen Konzern wegen Ausbeutung

Eine amerikanische Studentin hatte fünf Monate lang Vollzeit für das berühmte Magazin "Harper´s Bazaar" gearbeitet und dafür keinen Lohn erhalten.

Xuedan Wang zahlte überdies Fahrtkosten und Essen selber, denn im Rahmen ihres Praktikums bekam sie keinen Cent erstattet. Nun klagt sie gegen diese Ausbeutung und will damit einen Musterprozess schaffen.

Praktika dürften nämlich nur im Ausbildungsprogramm unbezahlt bleiben, so sieht es das US-Arbeitsgesetz "Fair Labor Standards Act" vor. Wang behauptet jedoch, als reguläre Vollzeitkraft eingesetzt worden zu sein.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Konzern, Verfahren, Ausbeutung, Praktikum
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.02.2012 13:08 Uhr von Berufspsycho
 
+47 | -2
 
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Vorbildlich! Natürlich nicht von dem Konzern sondern von Fr. Wang. Erst die Zähne zusammen gebissen und dann nach Verarsche Rechtsmittel einlegen, diese Dauerausbeuterei von Arbeitskräften ist unhaltbar!
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09.02.2012 16:19 Uhr von Christiaenche
 
+15 | -2
 
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Na endlich! Endlich sagt mal jemand der Generation Praktikum den Kampf an - mal sehen ob sie recht bekommt.

[ nachträglich editiert von Christiaenche ]
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09.02.2012 16:23 Uhr von Aratie
 
+6 | -11
 
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Ihr meint wohl erst 5 Monate arbeiten und auf Übernahme hoffen und wenns dann nicht klappt sich in den Job einklagen, bzw. ordentlich Kohle abgrasen...
Ich würde z.B. keinen vertrag unterschreiben bei dem alles ungewiss ist und ich kein Geld bekäme!
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09.02.2012 17:39 Uhr von rolf.w
 
+7 | -2
 
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@Aratie: "Ich würde z.B. keinen vertrag unterschreiben ....."

Wer sagt, dass es hier überhaupt einen gegeben hat??
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09.02.2012 17:48 Uhr von rolf.w
 
+4 | -4
 
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Nunja: "Xuedan Wang zahlte überdies Fahrtkosten und Essen selber.."

Das dient wohl eher der Dramaturgie, denn wer sollte es sonst bezahlen? Es ist nicht üblich, dass ein Arbeitgeber dafür aufkommt.

Ansonsten, es kommt mir schon etwas seltsam vor, 5 Monate so zu arbeiten und erst dann zu klagen. Solche Sachen werden allgemein auch ohne Vertrag vorher besprochen und es wird niemand dazu gezwungen. Andererseits macht es aber vielleicht bei Bewerbungen Sinn, sich auf ein solches Praktikum berufen zu können, zumal es sich ja wohl um einen renommiertes Magazin handelt.
Dann aber wäre die Klage kontraproduktiv.
Ich vermute mal eher, die Gute wollte kräftig Eindruck schinden/auf die Kacke hauen bei diesem Magazin gearbeitet zu haben, aber irgendwas ging schief und nun versucht sie es auf diese Tour.
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09.02.2012 20:29 Uhr von KingPiKe
 
+2 | -1
 
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Und selsbt wenn sie das quasi "freiwillig" gemacht hat um ihre Chance auf eine Anstellung zu erhöhen, finde ich ihr Handeln trotzdem richtig. Ständig wird hier gemeckert, dass man als AN ja ausgenutzt wird. Dann wehrt sich mal jemand und dann ist das aber auch nicht korrekt.
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09.02.2012 23:30 Uhr von Maniska
 
+4 | -1
 
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Jedes Praktikum: ist "quasi Freiwillig" und dazu da die Chance auf eine Festanstellung zu erhöhen, ABER mittlerweile hat man in manchen Branchen überhaupt keine Chance auf eine Festanstellung wenn man nicht X Praktika vorweisen kann.
Praktika gehören allgemein verboten (Ausnahme: Schülerpraktikum zur Berufssuche, max. 2 Wochen)!
Praxissemester sollten zumindest als 400€ Job entlohnt werden. Gerade in den Bereichen in denen Praxissemester Pflicht sind können die Studenten zum Zeitpunkt des Praktikums schon (zumindest vom Wissen her) selbständig arbeiten. Und wer arbeitet muss dafür bezahlt werden!

[ nachträglich editiert von Maniska ]
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10.02.2012 12:56 Uhr von Mister_Kanister
 
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naja: es sollte schon ein bischen was drin sein denn keiner macht etwas umsonst und wenn es nur Fahrtkosten oder verpflegung ist. aber man kann auch ned erwarten viel zu bekommen da man ja hauptsächlich etwas lernen möchte und das ein oder andere abzugucken und dem Unternehmen auch noch in die Karten zu schaun und das gilt auch für Studenten die keinerlei praktische erfahrung haben. was ich nur nicht verstehe ist wieso man dann so dämlich rüberkommt als wollte man nix, da macht man hald kurz und knapp ne Vereinbarung mit Unterschrift aus wo alles geregelt wird und fertig. dann habe ich auch Ansprüche auf etwas aber wenn ich blos mit warmer Luft arbeite habe ich hald nix.
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10.02.2012 14:13 Uhr von PhoenixY2k
 
+0 | -0
 
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@Maniska: Du darfst nicht USA mit Deutschland vergleichen. Praktika in Deutschland sind wieder teilweise ganz anders ausgelegt als die aus den Staaten.

Klar ist, dass nur kurzzeitige Praktika unentlohnt werden sollte. Alle andere sollten zumindest eine Aufwandsentschädigung erhalten. Zum Thema Praxissemester: ich kenne keinen der hier nicht unentlohnt bleibt. Ich selbst habe 1500 EUR monatlich bekommen in meinem Praxissemester. Da das ganze ein Pflichtpraktikum war, war Brutto = Netto, bis auf rund 30 EUR Lohnsteuer. Aber auch im Kommilitonen- und Freundeskreis hat hier niemand ein unbezahltes Praktikum ableisten müssen und keiner hat unter 600 EUR bekommen.

In den USA ist das alles ganz anders. Dort hat man in der Regel kein Praxissemester wie bei uns, sondern dort ist das alles direkt ins Studium integriert und ist auch idR nur 8 - 12 Wochen, wo die Studenten dann direkt am Ende Bescheid bekommen, ob sie nach dem Studium eine Festanstellung bekommen oder nicht. Dort werden die Praktikanten auch wie ein Vollangestellter bezahlt, das war zumindest bei den Kollegen des gleichen Unternehmen in den USA rund 4000 $ monatlich. Auch die norwegischen Kollegen haben umgerechnet gut 4000 EUR bekommen. Da habe ich mich mit meinen 1500 EUR monatlich schon richtig lächerlich gefühlt.

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