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08.02.12 19:11 Uhr
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Griechenland: Der Beamtenapparat trotzt erfolgreich den Reformen

Obwohl das Staatsdefizit 2011 über neun Prozent lag und der Beamtenapparat in Griechenland mehr als die Hälfte des jährlichen Budgets beansprucht, bleibt dieser bei den Reformbemühungen nahezu unangetastet. Neben 750.000 Beamten beschäftigt Athen weitere 600.000 Angestellte im öffentlichem Dienst.

Bereits 2010 versprach Athen für Hilfen den Abbau von 150.000 Staatsdienern binnen fünf Jahren, im Herbst 2011 abermals eine Schrumpfung von 30.000 Beamtenstellen bis Ende 2011. Die Umsetzung wurde abgeblasen, da Behörden und Ministerien folgenlos Anordnungen ignorierten. Sogar Mehrbedarf wurde angemeldet.

Das neue Ziel: Lediglich 15.000 Beamte sollen bis Ende 2012 den Stuhl räumen. Derweil nähert sich im Volk die Arbeitslosenquote der 20-Prozent-Marke, weitere Abstriche bei Arbeitslosengeld, Mindestlohn und Renten sind geplant. Protestler werfen dem Parlament und der Troika vor, das Volk zu berauben.


WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik / Europa
Schlagworte: Griechenland, Reform, Haushalt, Beamte
Quelle: www.welt.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Parallelen zu Deutschland sind erkennbar: Auch hier gibt es für Beamte und Politiker keine Eurokrise. Erst heute genehmigte sich der NRW eine Diätenerhöhung von 500 Euro. Mittlerweile 10.700 Euro im Monat und eine Pension von 2.650 Euro nach nur 10 Jahren Landtagsarbeit. 
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.02.2012 19:22 Uhr von CoffeMaker
@Autor hast du dich da im Wort vergriffen? Müsste es nicht "trotzt" heißen? weil "strotzt" ist umgangssprachlich vergleichbar mit -> etwas voll mit etwas, während "trotzt" gleich zusetzen ist-> etwas widersteht etwas .

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
Kommentar ansehen Die Hilfspakete sind verheizt   
 
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08.02.2012 19:44 Uhr von bertl058
Der Steuerzahler und die Rettungsschirme bekommen den Haircut und Griechenland darf einen Neuanfang machen. Irrsinnigerweise wieder im Euro.

Dirk Müller:

http://www.youtube.com/...
Kommentar ansehen langsam hilft nur noch ein radikaler Schnitt   
 
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08.02.2012 20:26 Uhr von jaycee78
Merkel sollte verlangen, dass nur noch ein gewisser Etat für Beamte zur Verfügung steht. Der muss dann so gerecht wie möglich verteilt werden und wem das nicht reicht, der soll kündigen.
Kommentar ansehen Ich kann   
 
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08.02.2012 21:13 Uhr von blz
die Griechen verstehen.Vorallem weil keiner von Ihnen direkt etwas falsch gemacht hat... Ich möchte auch nicht meinen jetzigen Lebensstandart aufgeben, weil kollektiv zuviel Schulden gemacht wurden.
Das ist wirklich eine sehr verzwickte Situation und ich bin froh, dass wir in Deutschland noch viel besser da stehen.
Kommentar ansehen @jaycee78   
 
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08.02.2012 21:17 Uhr von Jimboooo
dafür bräuchte merkel aber was, das sie nichtmal ansatzweise hat:

und zwar ein paar eier.

die alte traut sich doch garnix, die kuscht wo es nur geht.
Kommentar ansehen Das ist in Deutschland auch so !!!   
 
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08.02.2012 21:31 Uhr von Frankone
Reformen werden nur bei den "Kleinen" durchgesetzt!
Kommentar ansehen @ blz   
 
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08.02.2012 21:31 Uhr von fallobst
eine vom hausmeister bis in die höchsten etagen von korruption durchzogene gesellschaft nennst du wie genau? das hat sich dort zum gesellschaftlich anerkannten wertmaßstab etabliert, den dort so ziemlich jeder mitträgt. klingt übel und das ist es auch. ein kollektiv ist noch immer eine zusammensetzung von einzelnen individuen.
bremen zum beispiel leistet sich auch seit jahren riesige ausgaben und finanziert das alles über die haushaltsüberschüsse der vernünftig wirtschaftenden bundesländer. die müssen sich dann auch nicht wundern, wenn die mit niedersachsen zusammengelegt werden, und dann nur noch eine von vielen komunnen sind und den gürtel gewaltig enger schnallen müssen. die wollten bisher auch nicht bei den wahlen umdenken... zumindest meiner meinung nach

[ nachträglich editiert von fallobst ]
Kommentar ansehen @ frankone   
 
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08.02.2012 21:36 Uhr von fallobst
also deutschland, auch wenn hier noch so einiges falsch läuft was bürokratie etc. angeht, hat schon so einige harte reformen hinter sich, die sich jetzt als garant für die wirtschaft erweisen, wenn du mal die arbeitslosenzahlen und wirtschaftswachstum mit frankreich etc. vergleichst. das hat vielen gewaltig weh getan. viele haben über die deutschen damals deswegen gelacht, wieso man das macht, anstatt sich noch maßloser zu verschulden. ist ja bisher immer gut gegangen...
Kommentar ansehen So so   
 
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08.02.2012 21:42 Uhr von Seimensim
Das kommt davon, wenn man meint in den Wirtschaftskreislauf einzugreifen. Griechenland hat davor zwar nicht perfekt Funktionert, aber besser wie vor der EU.
Kommentar ansehen @CoffeMaker   
 
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08.02.2012 22:30 Uhr von Baron-Muenchhausen
Jep - hat auch keine Sekunde gedauert, bis ich dem Check gebeten hatte, den Schnitzer (keine Ahnung, wie es passierte) zu ändern. Aber Du weißt ja, wie lange sowas mitunter dauert.... ;-)
Kommentar ansehen @ seimensim   
 
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08.02.2012 23:36 Uhr von fallobst
das stimmt nicht wirklich. durch die eu hat griechenland bis 2007 (also kurz vor der krise) innerhalb von 26 jahren ca. 100 mrd. an aufbauhilfe etc. aus der kasse der eu bekommen. und da sie eine eigene währung hatten, konnten sie auch munter die inflation hochschrauben (was sie auch taten rund 10%, teilweise mehr im jahr), um die schulden ein wenig zu kaschieren. ähnlich geht ja auch die fed in den usa seit jahrzehnten vor, wenn auch nicht so krass.

durch den euro konnten sie das nicht mehr machen, aber sie konnten auf kosten der anderen euro-länder über die ezb noch mehr an geld leihen etc.

naja, die rechnung kam dann ab 2007...
wobei man natürlich sagen muss, dass die eu und die einzelnen politiker verschiedener nationen auch beide augen immer zu gemacht haben, schließlich ging es ja um deren platz in den geschichtsbüchern und die große tolle, zur ideologie und gegen jede vernunft übereilte idee von "europa". gut gemeint ist eben fast immer großer mist.
Kommentar ansehen Da wird ernstahft gefordert   
 
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09.02.2012 06:29 Uhr von Matthias1979
das bei 20% Arbeitslosen deren Geld gekürzt wird und noch zusätzliche Menschen arbeitslos werden sollen?

Also aus medizinischer Sicht soll man eine blutende Wunde noch weiter öffnen damit sich der Körper heilt.
Kommentar ansehen @ matthias   
 
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09.02.2012 12:08 Uhr von fallobst
wenn aber z.b. dein bein/finger etc. abgestorben ist und droht, den ganzen körper mit in den tod zu reißen, kann man nur noch amputieren bevor es zu spät ist und der ganze organismus, also der mensch selbst, stirbt. ist hart aber manchmal unausweichlich...
lieber ein ende mit schrecken als schrecken ohne ende

griechenland hat seit 4 jahren keine nennenswerte, versprochene reform durchgeführt. die beamtenschaft sollte schon vor jahren reduziert werden. und nix ist passiert. gar nix. nur das steuergeld der wohlhabenderen eu-staaten floß. allen voran aus deutschland und frankreich, die zusammen ca. 45% anteil daran hatten... und wohl weiter haben werden

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