Griechenland: Der Beamtenapparat trotzt erfolgreich den Reformen
Obwohl das Staatsdefizit 2011 über neun Prozent lag und der Beamtenapparat in Griechenland mehr als die Hälfte des jährlichen Budgets beansprucht, bleibt dieser bei den Reformbemühungen nahezu unangetastet. Neben 750.000 Beamten beschäftigt Athen weitere 600.000 Angestellte im öffentlichem Dienst.
Bereits 2010 versprach Athen für Hilfen den Abbau von 150.000 Staatsdienern binnen fünf Jahren, im Herbst 2011 abermals eine Schrumpfung von 30.000 Beamtenstellen bis Ende 2011. Die Umsetzung wurde abgeblasen, da Behörden und Ministerien folgenlos Anordnungen ignorierten. Sogar Mehrbedarf wurde angemeldet.
Das neue Ziel: Lediglich 15.000 Beamte sollen bis Ende 2012 den Stuhl räumen. Derweil nähert sich im Volk die Arbeitslosenquote der 20-Prozent-Marke, weitere Abstriche bei Arbeitslosengeld, Mindestlohn und Renten sind geplant. Protestler werfen dem Parlament und der Troika vor, das Volk zu berauben.