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Honecker-Tagebuch: Generaloberst verhinderte Panzereinsatz gegen das Volk

Das Tagebuch von Erich Honecker räumt mit den Mythen um die Verhinderung eines Panzereinsatzes gegen das eigene Volk im Jahr 1989 auf. Demnach waren es weder Egon Krenz noch Hans Modrow, die Honecker von den Plänen eines Armeeeinsatzes zur Eindämmung der Proteste in Leipzig abbrachten.

Die Argumente des Sekretärs des Nationalen Verteidigungsrates Fritz Streletz waren es die Honecker in seinem Vorhaben umstimmten. Er legte dar, dass die größtenteils männlichen und jugendlichen Demonstranten durch ihre Wehrdiensterfahrung einen Panzer schnell manövrierunfähig machen könnten.

Die Demonstranten könnten auf einem langsam fahrenden Panzer in der Stadt aufspringen und die Sichtluke verdecken. Den Aufzeichnungen zufolge habe sogar Stasi-Chef Erich Mielke gegenüber Honecker gewarnt: "Wir können doch nicht anfangen, mit Panzern zu schießen".


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Panzer, Volk, Tagebuch, Erich Honecker
Quelle: www.berliner-kurier.de

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