Medikamentensucht: 1,9 Millionen Deutsche betroffen
Die Zahl der Medikamentenabhängigen in Deutschland liegt mit 1,9 Millionen fast so hoch wie die der Alkoholabhängigen. Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. Die Sucht äußert sich nicht mit offensichtlichen Zeichen wie der Alkoholismus. Die Opfer leben unauffällig in der Gesellschaft.
Auslöser für die Sucht sind meistens gesundheitliche Krisen. Die Betroffenen greifen zu Medikamenten, um im sozialen Umfeld weiterhin funktionieren zu können. Die Medikamente sind für den kurzfristigen Einsatz ausgelegt und doch werden sie von Ärzten über lange Zeiträume verschrieben.
Experten sehen hier eine Komplizenschaft der Ärzte, diese weichen oft auf Privatrezepte aus. So bleibt das Ausmaß der Verschreibungen vor den Krankenkassen verborgen.