Everglades-Nationalpark: Tigerpythons bedrohen die Tierwelt
In den Everglades-Nationalparks werden durch aus Asien eingeschleppte Tigerpythons große Schäden in der Tierwelt angerichtet. Bei Beobachtungsfahrten wurden durchschnittlich 95 Prozent weniger Waschbären, Luchse, und Opossums gesichtet. Diese Zahlen lassen für seltene Arten nichts Gutes erwarten.
Die Forscher führen das auf die starke Vermehrung der vermutlich etwa 2.000 ausgesetzten Tigerpythons zurück. Von ihrem natürlichen Lebensraum ist bekannt, dass die bis zu 5,5 Meter langen Würgeschlangen sogar Leoparden erbeuten, daher sehe man auch den seltenen Florida-Panther in Gefahr.
Das Verschwinden kleiner Raubtiere kann in Zukunft zu vielen bisher unvorhersehbaren Problemen führen. In der Folge könnten sich Kaninchen stark vermehren, selbiges gelte für Schildkröten, deren Gelege oft von Waschbären geraubt werden.