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Wie die DDR-Staatssicherheit mit Neonazis umging

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, hat sich detailliert über den Umgang der DDR mit Rechtsradikalismus geäußert. Demnach war dies auch im real existierenden Sozialismus ein Problem. Man versuchte dies aber mit dem Einfluss des Westens zu erklären.

Die Stasi-Unterlagen belegen, dass es in der DDR sowohl offenen als auch versteckten Rechtsradikalismus gegeben hat. Neonazis wurden intensiv von der Staatssicherheit beobachtet. Die Zahl von rechtsradikalen Skinheads wurde durch die Behörde auf etwa 1.000 beziffert.

Die DDR versuchte rechtsradikale Taten oftmals mit einfacher Kriminalität zu vertuschen, um das Problem in der Öffentlichkeit nicht ansprechen zu müssen. So wurde beispielsweise ein Neonaziüberfall auf Kirchenbesucher im Jahr 1987 durch die Stasi in den Bereich von normaler Kriminalität gerückt.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Untersuchung, DDR, Rechtsradikalismus, Staatssicherheit
Quelle: www.focus.de

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06.02.2012 11:04 Uhr von maki
 
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06.02.2012 11:19 Uhr von Lordkacke-WOB
 
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Dieser Artikel ist auch eher ein Witz.

Die mit Abstand meisten gewaltbereiten Hooligans mit einer "rechten Idiologie" gab es zu DDR-Zeiten beim BFC Dynamo und der BFC Dynamo war der Lieblingsclub von Stasiechef-Mielke. Und auf diese gewaltbereite Truppe war Mielke besonders stolz, wenn es gegen den "Arbeiter Traditionsverein" Union Berlin ging.

Ähnlich gelagert der Fall in Leipzig. Hier der "Arbeiter Traditionsverein" Chemie Leipzig, auf der anderen Seite Lok Leipzig, der trotz "rechter Gesinnung" gehätschelt und getäschelt worden ist.

Und nun will davon keiner etwas gewusst haben vom SED-Politbüro und man schätzt laut Roland Jahn durch Unterlagen ca 1000 Neonazis? Das glaube wer will.

PS: Die Angehörigen der "Roten Armee" waren in der DDR-Bevölkerung auch gehaßt und wurden abfällig von den meisten als Iwans oder Russen, als Vergewaltiger oder Besatzer bezeichnet, nach heutiger Defination ebenfalls "rechts bis rechtsextrem" einzuordnen.

[ nachträglich editiert von Lordkacke-WOB ]
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06.02.2012 11:28 Uhr von architeutes
 
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Diese ganzen Spinner Skins , Autonome , Rechtsradikale , Hooligans usw.
haben doch mit Politik kaum was zu tun . Die labern irgendwas nach das sie mal gehört haben , es geht nur
um Gewalt . Und je länger der Tag ist um so besoffener
sind sie und schlagen los . Dummheit überzeugt nirgens
ob nun Ex DDR oder BRD .
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06.02.2012 11:38 Uhr von CoffeMaker
 
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Blödsinniger Artikel. Von den 1000 "Neonazies" waren 990 Modefaschos.

Ich find immer lustig wie die westliche Berichterstattung sich selbst widerspricht, auf der einen Seite berichtet sie das es keine Redefreiheit gab und alle in den Knast gehen die irgendwas gegen den Sozialismus sagten und auf der anderen Seite quacken die was von Naziszene.

Rechtsradikalismus war in der DDR nie ein Problem, ganz einfach weil man von Hause drauf achtete das nicht Hinz und Kunz rein konnte, dementsprechend gab es also auch keinen Aufhänger für.
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06.02.2012 11:50 Uhr von Aratie
 
+4 | -5
 
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Immer diese Parallelen: Zitat:
Die DDR versuchte rechtsradikale Taten oftmals mit einfacher Kriminalität zu vertuschen, um das Problem in der Öffentlichkeit nicht ansprechen zu müssen. So wurde beispielsweise ein Neonaziüberfall auf Kirchenbesucher im Jahr 1987 durch die Stasi in den Bereich von normaler Kriminalität gerückt.

So wie damals in der DDR die Berichterstattung über die Nazis ist es heute doch in der BRD die Berichterstattung über unsere erfolgreichen Fachkräfte.
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06.02.2012 11:52 Uhr von CoffeMaker
 
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"das heisst im Klartext die DDR war Pleite...."

Das ist falsch. Die Verschuldung lag 1990 bei 30% des BIP.
Wir liegen jetzt wo? Bei 70%? Und sind immer noch nicht pleite.

Die DDR ist politisch gescheitert, gleichzeitig mag es ein Volk nicht wenn es eingesperrt wird und wenn der Nachbar Produkte hat an die man nicht rankam. Reisefreiheit und Konsum sind die Schlüsselwörter , wäre beides vorhanden gewesen wäre man nie auf die Strasse gegangen.
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06.02.2012 13:13 Uhr von Fornax
 
+8 | -3
 
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@Jim_Steam: was hat dein ganzer Text mit mit dem Thema zu tun? GARNIX

es geht darum ob es angeblich 1000 Neonazis gab. Was laberst du über die Wirtschaft der DDR? Du hast eh kein Plan was da wirklich abging.

Und wenn du schon mit sowas kommst. Die DDR musste Reparationszahlungen an Russland zahlen. Die BRD keine, sie wurde mit dem Marshallplan gepusht.

So oder so spielt das keine Rolle. Wir sind alle nur Bürger eines gemeinsamen Deutschland, und dieses Dumme Ost/West denken muss langsam mal verschwinden.
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06.02.2012 13:22 Uhr von Lordkacke-WOB
 
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was aber auch falsch ist an diesem Artikel ist

Neonazis = "rechtsradikale" Skinheads

Neonazis sind aber von der politischen Ausrichtung "LINKS"

Einleitung:
Die Definierung "Links/Rechts" stammt aus der Zeit der französischen Revolution. Im ersten frei gewähltem Parlament saß "Rechts" das Bürgertum und die Anhänger der Monarchie. Auf der "linken" Seite saßen die Vertreter der Arbeiter und Bauern.

Daher auch der Begriff RECHTS/ LINKS

Später wurde der Begriff "Rechts" noch beschrieben mit freiheitlich, konservativ, liberal, der Begriff "Links" hat sich eigentlich kaum geändert und steht weiterhin für Politik für die Arbeiter.

Nun war Hitlers NSDAP, wie der Partei-Name schon sagt (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) alles, nur nicht "RECHTS", sondern in Konkurenz mit den "linken" Parteien SPD und KPD.

Schaut man sich die Wählerstimmen an, die die NSDAP gewählt haben, stellt man auch fest, das es hauptsächlich die Arbeiterklasse war, die Hitler gewählt hat.

Schaut man sich die heutigen Anhänger der NPD an, sprich Neonazis, so stellt man fest, das sie auch nicht aus dem bürgerlichen Lager kommen, sondern eher aus der "Unterschicht" (blödes Wort)

Der heutige 1.Mai wurde in Deutschland durch Hitler zum gesetzlichen Feiertag, Renten und Sozialversicherungen für Arbeiter gesetzlich verankert, die bis heute noch bestand haben, genaugenommen alles linke Politik.
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06.02.2012 13:47 Uhr von JesusSchmidt
 
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"durch die Stasi in den Bereich von normaler Kriminalität gerückt"

die stasi hatte genau wie heute der verfassungsschutz in erster linie relativ wenig mit strafverfolgung zu tun. die mögen durchaus "ermittelt" haben, aber so ein paar blöde schläger sind wohl kaum eine gefahr für einen ganzen staat. ich sehe keinen unterschied zu heute. letztlich ist es ja auch irgendwo richtig - nazischläger sind normale kriminelle. nicht mehr und nicht weniger.

@architeutes
du bist selbst schon so´n spinner. skinheads und autonome haben grundsätlich ersteinmal rein gar nichts mit gewalt zu tun.
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06.02.2012 13:48 Uhr von maki
 
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[edit] Jimmy: (ab) 1990 hiessen die Besatzer Kohl, Treuhand, Bild & Co.

"Da es laut DDR Propaganda in der ehem. DDR NIEMALS Nazis oder Neonazis und Rechte gab kann NIEMAND diese freigelassen haben, weil was es nicht gibt kann niemand ...."

Laut Quelle wurde es zu "normalen Kriminalitäten" umgewurstelt, ergo sass der schlimmste Dreck trotzdem ein.

Deine aus von irgendwelchen Aussenstehenden zusammengeklierten Pamphleten ("Sieger-Geschichte(n)") zusammengekratzten Pseudoabhandlungen über die DDR-Wirtschaft kannste stecken lassen, wirkt dann doch eher lächerlich. :-D
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06.02.2012 13:56 Uhr von magnificus
 
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Ich denk, hier ist jede Diskussion überflüssig, weil ohne Aussicht auf Erfolg.

Besatzer, Pamphleten, Pseudoabhandlungen ? Uii, das ist dann wohl der harte Kern.
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06.02.2012 14:10 Uhr von Lordkacke-WOB
 
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@maki: Seit wann sind denn Kohl, Treuhand, Bild und Co (die DM hast du vergessen) BESATZER ???, wenn 1989 über 90 Prozent der Bürger auf die Straße gehen, zumindest das gleiche hofften, und fordert "Deutschland einig Vaterland"

An den Tagen wirst du wohl Durchfall gehabt haben vor Angst.

Im Grunde genommen hat deine DDR genau da weitergemacht, wo Hitler aufhörte, ganz im Sinne von Stalin, man hat die KZ weiter betrieben (z.B. bis 1949 Buchenwald), aus der Hitler Jugend wurden die Thälmann Pioniere, ab der 5.Klasse mussten dann alle in die FDJ, der richtige Drill an der Waffe für ALLE Jugendlichen schon während der Lehre in den GST-Lagern, aber auch die Arbeiter Kampftruppen die jeder große Betrieb stellen musste, waren nicht ohne.

Da würde ich auch keine Neonazis erkennen. wenn man zumindest die gleiche Sichtweise hat.

[ nachträglich editiert von Lordkacke-WOB ]
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06.02.2012 14:26 Uhr von JesusSchmidt
 
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@Lordkacke-WOB: 90% demonstranten?
woher hast du diese zahl gezaubert?
der mehrheit war das ganze thema eher egal.
ein paar sachsen sind nicht 90% der ddr-bürger gewesen.

fdj war ab 14. da mussteste wohl schon 2-3mal sitzenbleiben, wenn du ab der 5. klasse dabei sein wolltest. ^^
in der 4. wurde man gerade erst thälmann-pionier. vorher war man jungpionier. entgegen deiner behauptung gab es keinen echten zwang zu dem unsinn. es wurde lediglich druck ausgeübt - allein schon dadurch, dass man für höhere bildung fd-jodler sein "musste".
was soll gst-lager sein? gst war freiwillig. lediglich die vormilitärische ausbildung war pflicht. das war aber nicht viel mehr als schulsport in uniform.

"kampftruppen"? du meinst "kampfgruppe". das war freiwillig und wurde belohnt. wüsste nicht, dass die was mit betrieben zu tun hatten. in unserer gegend sind da vor allem säufer und andere asoziale hingegangen. :D
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06.02.2012 14:55 Uhr von maki
 
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Der aus Adolfshausen: "Seit wann sind denn Kohl, Treuhand, Bild und Co (die DM hast du vergessen) BESATZER ???"

Ok, für den, der ein Land schlimmer zertritt als AMInesien den Irak, ist "Besatzer" natürlich nicht die passende Bezeichnung.
Asche auf mein Haupt...

", wenn 1989 über 90 Prozent der Bürger auf die Straße gehen, zumindest das gleiche hofften, und fordert "Deutschland einig Vaterland""

Also, als unsere Clique 1989 da mal hinging, um den Spass live zu sehn, hiess es "Wir sind das Volk".
*kopfkratz*

"An den Tagen wirst du wohl Durchfall gehabt haben vor Angst."
Den hatte ich am 10. November 1989, weil da klar war, was für ne Scheisse im Anrollen ist.

Kampfgruppe (Spitzname "Wehrsportgruppe Hoffmann" *g*): Waren doch lustige Samstage, besser als zu Hause in der Wohnung putzen helfen oder zur Kaufhalle gehn zu müssen. :-D
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06.02.2012 15:13 Uhr von HateDept
 
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@Lordkacke: Die DDR-Bürger sind _nicht_ auf die Straße gegangen (woher nimmst Du die 90%???), weil sie ein vereintes Deutschland wollten - der Slogan lautete "Wir sind das Volk" - es ging also um mehr Volkswillen, Mitbestimmung, Ende mit der Stagnation, Ablösung der Beton-Köpfe ... den Slogan "Wir sind ein Volk" hat die westliche Politik auf die Montagsdemos exportiert ... bitte nicht verwechseln!

Betreffs der ansonsten von Dir (und auch anderen hier) wiedergegebenen DDR-Geschichte - vielen Dank - habe selten so gelacht :o)
Eigentlich war man als Säugling schon autom. in der GST - wir konnten schon die Sturmbahn nehmen, bevor wir laufen konnten, haha ...

Nein, die DDR will wohl kaum jemand wieder haben - aber der verklärte Blick auf die Geschichte dieses Landes wird wohl eher von Politik und Medien bestimmt - das ist das Problem!

Zur realen Geschichte: hat sich von Euch überhaupt mal jemand mit folgenden Fragen auseinandergesetzt:

Aus den Berichten zur wirtschaftl. Lage durch den damaligen Treuhandchef H.Köhler geht eindeutig hervor, dass die DDR bis März 1990 weder am Boden lag noch pleite war. Das wird vermutlich auch der Grund dafür sein, dass man von Politikern sehr selten diese Behauptung hört. Warum denken dies dennoch so viele Bürger in diesem Land? Können die nicht lesen oder interessieren die sich eigentlich gar nicht?

Warum wurde die DDR gegründet?

Warum wurde im Ostblock der Warschauer Pakt gegründet?

Warum wurde die Mauer gebaut?

Warum hatten die Russen den Gütertransport nach West-Berlin blockiert?

Um´s mal vorweg zu nehmen: all diese Ereignisse sind Reaktionen auf Ereignisse in den westlichen Ländern ...
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06.02.2012 15:21 Uhr von CoffeMaker
 
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@BastB

"Entscheidend ist letztendlich nur die Finanzierung.
Die DDR war deshalb Pleite, weil die Währung auf dem Weltmarkt keinen Wert hatte, die eigene Wirtschaftsleistung am Boden war. Deshalb war man auch so versessen auf Devisen, deshalb ging ein Großteil der DDR-Güter ins Ausland, aber irgendwann hat das alles nicht mehr gerreicht. 1989 waren Fabriken und Infrastruktur marode, das System war am Ende"

Und den Wert bestimmte wer? ;)
Es ist kein Geheimnis das die soz. Länder wirtschaftlich boykottiert wurden um genau das zu erreichen was 1990 dann geschah. Man wollte den Sozialismus auflaufen lassen, die ganze Politik war so aufgebaut. Das sagte man natürlich nicht offen, nur hinten rum. Offen wurde natürlich so getan als wäre alles nichts Wert um die Preise zu drücken oder wie erklärt man sich das Ostprodukte so wenig auf dem Westmarkt zu finden waren, vor allem Lebensmittel die qualitativ hochwertiger waren als das Zeugs was im Westen verkauft wurde (war nur nicht so schön eingepackt ).

Aber egal, selbst westliche Finanzexperten haben schon zugegeben das es ein politisches Scheitern war, kein wirtschaftliches. Und hier mal ein kleiner Ausschnitt als kleines Beispiel was ich denke etwas öfter praktiziert wurde (nein nicht nur die Chinesen):

"Zu DDR-Zeiten habe der VEB Kühlautomat kein Geld für die Patentgebühr in den USA gehabt und sei dort sofort kopiert worden, «Als wir dann in den USA auf den Markt wollten, wurden wir gestoppt. Wir mussten die Amerikaner erst aufklären, dass sie unser Erfindung benutzen und nicht umgekehrt»"

@Jim_Steam die Geschichte schreibt immer wer?
E.Honecker hat nie eine Bettelreise durch die soz. Staaten gemacht. Von den soz. Staaten war die DDR das Land in dem es den Menschen am besten ging. Hast du schon mal gesehen wie die Polen damals in der DDR einkaufen gingen weil es bei denen nämlich garnichts gab? Vielleicht triffst du mal einen der dir das erzählt, könnte amüsant sein ;) Oder hat dir irgendeiner mal erzählt wie die UDSSR die kleine DDR ausquetschte?
Hättest mal eine Reise damals durch den Ostblock machen sollen, da wäre dir die DDR wie ein Schlaraffenland vorgekommen ;)
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06.02.2012 15:24 Uhr von backuhra
 
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nimmt sich Beides nix
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06.02.2012 15:45 Uhr von magnificus
 
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Oder so? http://www.ddr-wissen.de/...


Keine einfache Sache. Die vor allem nicht so schnell zu beantworten ist.
Unternehmen wie TAKRAF waren führend in der Welt und wurden nach der Wende systematisch kaputt gemacht, um die Konkurenz auszuschalten. Oder Kühlschränke. Der 1. FCKW freie kam aus dem Osten. Wurde dann mit massivem Druck von AEG z.B. boykottiert und die Firma ging in die Insolvenz.
Ich habe im produzierenden Betrieb gearbeitet und ab 1990 in die BRD gewechselt, in eine Firma, die das Gleiche herrstellt.
Ich hatte also den direkten Vergleich. Das war denn die andere Seite.

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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06.02.2012 19:00 Uhr von HateDept
 
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@Jim_Steam: *sorry wenn ich mich einmische, aber ich kann nicht anders ;o)

Ich kann ja verstehen, dass dieses Thema (oder Politik allg.) einen bisweilen sehr emotional bewegen kann. Wenn einem dann noch jemand vorwirft, dass man nicht über seinen Tellerrand hinausschaut erst recht.

Aber jemanden auf die Weise zu kritisieren, die man an demjenigen ja selbst kritisieren will, und das noch vor den Leuten, hat schon was masochistisches, oder :o) ...

Du stellst eine sachliche und m.E. nicht uninteressante Frage: " ... was würdest Du heute machen wenn es die DDR immer noch gäbe ??". Ansonsten ist fast ausschließlich von Hetzereien, Hass, Polemik, Scheisshausparolen und ... jetzt kommts ;o) ... von Deiner geistigen Überlegenheit ... die Rede.

Sorry* nochmal - ;o) - ich halte hier niemanden grundsätzlich für dumm ... aber der war echt gut.

[ nachträglich editiert von HateDept ]
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06.02.2012 20:09 Uhr von maki
 
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Was würde ich heute machen Um dies zu beantworten, müsst ich mal wieder rüber zu den Tschechen fahren (grössere Entfernungen kann ich mir ja im Gegensatz zu früher nicht mehr leisten) und mir anschauen, was die heute so machen...

Vermutlich würde ich bei Robotron sitzen und für Dell (oder so) PCs zusammenschrauben, wäre eventuell mit oder ohne Euro in der EU (je nachdem, was die nach der Wende (nach der wir uns eine echte Demkratie aufbauen wollten) von 1989 im Gegensatz zur BRD mögliche demokratische Volksbefragung ergeben hat) und... tja, das hätte man nur gesehn, wenns so gekommen wäre.
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07.02.2012 08:04 Uhr von maki
 
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Tschechien habe ich nicht ohne Grund erwähnt Ich wüsste nicht, dass die sich keine Demokratie aufgebaut hätten - zum Fuchssein gehört mehr, als nur nen roten Schwanz zu haben.
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07.02.2012 19:05 Uhr von HateDept
 
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@Fox70: Dass die DDR-Geschichte real ist, sehe ich doch genauso. Es gibt etliches an diesem Staat zu kritisieren. Ebenso sehe ich das betreffs der BRD-Geschichte.

Dass oder ob die DDR eine Diktatur war, darüber lässt sich streiten - das Thema ist sehr komplex - aber auch genauso interessant. M.E. hatte die DDR diktatorische Züge, die ich keineswegs gutheißen kann

Meine 4 Fragen hast Du eben genau so beantwortet, dass mir natürlich klar ist, woher Du Deine Rückschlüsse gewinnst. Du irrst an dieser Stelle - diese reale Geschichte ist historisch belegbar. Bspw. dieses Zitat von Kennedy: "Das ist keine sehr schöne Lösung, aber eine Mauer ist verdammt noch mal besser als ein Krieg.".

Ich will darauf hinaus, dass hinter diesen Fragen weitaus mehr steckt als eine Antwort wie: weil im Osten eine Diktatur herrschte, die das einfach so bestimmte ... diese Geschichte ist wirklich sehr komplex - mit gut/böse-Denken kommt man hier nicht weit ... und, ... egal wie oft Du behauptest, die DDR wäre pleite gewesen - bleibt dies doch Deine Meinung, nicht ein Fakt!
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09.02.2012 10:48 Uhr von Gandalf_1
 
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@ HateDept: Ich möchte einfach nur Danke sagen. Endlich mal jemand der intelligent und differenziert zu diesem Thema diskutieren kann.

Danke!
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10.02.2012 11:08 Uhr von HateDept
 
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@Fox70: ich muss Dir recht geben - die DDR war tatsächlich pleite bzw. bankrott - aber erst ab Juli90´ ... also ab der Währungsunion 1990.
Ansonsten stand die DDR schon seit längerem jeweils kurz vor dem Bankrott, auch schon Monate vor der Wende - war aber eben nicht das, was man als bankrott (wenn wir das mal an Stelle von "pleite" so nennen könnten) bezeichnet. Es gab mehrere Wissenschaftler/Ökonomen/Historiker aus Ost und West, die das erwiesen haben - ebenso haben alle Finanzinstitute bestätigt, dass die DDR jegliche Schulden immer auf Heller und Pfennig zurückgezahlt hat.

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"Daß die DDR-Wirtschaft vor dem Bankrott stehe, wäre Ende Oktober 1989 in einer von der SED-Spitze angeforderten internen Analyse (1) durch Gerhard Schürer und andere führende Wirtschaftsfunktionäre der DDR erstmals zugegeben worden. Der Historiker und Politikwissenschaftler Hans-Hermann Hertle hatte dazu erstmals im August 1990 veröffentlicht (2). 1991 erschien dann sein Buch »Vor dem Bankrott«, in dem es um wirtschaftspolitische Auseinandersetzungen in der SED-Führung 1988/89 ging. Hertles vorsichtige Formulierung, die DDR hätte sich finanziell »vor dem Bankrott« befunden, wurde von der Publizistik und den im Entstehen befindlichen Institutionen zur »Aufarbeitung der Geschichte des SED-Regimes« aufgegriffen und als vollendete Tatsache behandelt."

(1) Protokoll Nr. 45 der Sitzung des Politbüros des ZK der SED vom 24.10.1989 (Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen im Bundesarchiv [SAPMO-BA] DY 30/J IV 2/2/254)

(2) Die Tageszeitung vom 10.8.1990
---

"Muss man einen Menschen töten, nur weil er von A nach B will ???" - muss man bedürftige Menschen töten, die am Kundus zu einem liegen gebliebenen Tanker laufen um dort Benzin zu zapfen??? (also käme man jetzt auf die Idee, die BRD als Diktatur zu bezeichen?) ...

Ich bedauere die Toten an der Mauer - die Zivilisten ebenso wie die erschossenen Grenzsoldaten. Mir gefällt dieser Teil der Geschichte auch nicht. Man muss auch dazu sagen, dass mehrere Tausend Zivilisten mehr oder minder gewaltfrei an der Mauer festgenommen wurden. Diese haben millitärisch gesperrtes Gebiet betreten. Ich weiß nicht, wie die Amis verfahren sind, wenn sich Zivilisten deren millitärischen Anlagen in der BRD genähert und auf "Anruf" nicht reagiert haben. Trotzdem war´s scheiße.

Die größten Probleme für die Menschen in der DDR war m.E. die eingeschränkte Reisefreiheit und das ungestillte Konsumbedürfnis. Hinzu kamen Bevormundung etc. und es konnte sich sicherlich nicht jeder so individuell entfalten, wie das den Bürgern der westlichen Staaten möglich war.
Wie schon erwähnt - es gibt etliches zu kritisieren. Um nicht zu provozieren, werde ich das was die DDR den Bürgern an guten Dingen bieten konnte, hier jetzt nicht extra aufführen ... ob man nun der DDR nachtrauern sollte ist eine rein subjektive Wahrnehmung eines jeden Einzelnen - mich betrifft das nicht. Ich hatte zur damaligen Zeit die Hoffnung, dass sich durch Egon Krenz und eine neue Regierungsmannschaft in Verbindung mit entsprechenden Reformen die Lage und die Lebensqualität in der DDR verbessert ... doch da war´s schon zu spät - aber egal, ... die Geschichte nimmt ihren Lauf und das Leben geht weiter.

Was mich ärgert ist der plumpe Geschichtsrevisionismus und das sinnlose Rumhacken auf diesem Staat. Der Versuch ein sozialeres System bzw. einen Sozialismus zu etablieren schlug hier aus verschiedensten/komplexen Gründen fehl. Dies dient doch aber letzlich nur dazu, behaupten zu können, Sozialismus könne nicht funktionieren.

Wenn man wiederum etwas selbsbewußter darüber nachdenkt sollte man aber zu dem Schluß kommen, dass der Aufbau eines sozialeren oder sozialistischen Systems so nicht funktioniert - bzw. welche Fehler gemacht werden können und welche Gefahren hierbei bestehen. Die Gefahr, dass die Sache in Richtung Diktatur kippt, besteht immer - genauso wie auch in den "neu entstehenden Demokratrien" in den arabischen Ländern - das muss man immer bedenken.
Bis die Gesellschaft so weit ist, wird allerdings noch viel Wasser die Spree herunter fließen ... trotzdem halte ich ein sozialeres System - also eine soziale Demokratie - auf jeden Fall für anstrebenswert. Sonst hat Demokratie doch gar keinen Sinn ... aber das ist eigentlich ein anderes Thema ...

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