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05.02.12 19:14 Uhr
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IBM evaluiert Miet-Job-Modell

Der IBM-Konzern denkt darüber nach, künftig nur noch einen sehr schlanken Kern aus festangestellten Mitarbeitern zu beschäftigen, um das Unternehmen zu leiten. Spezialisten und Fachleute sollen für die jeweiligen Projekte zudem nur noch online "eingekauft" werden.

Als mögliche "Einkaufslösung" käme dabei eine eigens von IBM geschaffene Internetplattform in Frage, auf der sich freie Arbeitnehmer aus aller Welt präsentieren und bewerben können. Um die Qualität der Mitarbeiter zu gewährleisten käme ein von IBM entworfenes Zertifizierungssystem zum Tragen.

Für IBM würde dies eine erhebliche Effizienzsteigerung bedeuten. Ob und wann das Modell eingeführt werden soll, dazu hält sich der Konzern noch bedeckt. Problematisch wäre zum Beispiel noch, dass gesetzliche Restriktionen einzelner Länder nur durch internationale Arbeitsverträge zu Umgehen wären.


WebReporter: Phillsen
Rubrik:   Wirtschaft / Firmennews
Schlagworte: Wirtschaft, Job, Modell, IBM, Revolution
Quelle: www.spiegel.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Ich weiß noch nicht so recht was ich davon halten soll. Einerseits finde ich Projektorganisation in Firmen gut, andererseits gefällt mir das ständige Konkurrieren um Arbeitsplätze nicht recht.
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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Und wer...   
 
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05.02.2012 19:53 Uhr von Terrorstorm
... krank ist wird sofort gefeuert und ersetzt ?

Das hatten wir schoneinmal - Ende des 19. Jahrhunderts. Damals ist es nicht gutgegangen und das wird es auch diesmal nicht.
Die Schaffung solch präkerer Verhältnisse bringt für die Gesellschaft nur Nachteile und für Unternehmen nur kurzfristig Gewinne. Aber so langsam glaube ich, dass generell nur noch von heute auf morgen geplant wird. Ob Politik oder Wirtschaft, völlig egal.
Kommentar ansehen @Terror   
 
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05.02.2012 20:09 Uhr von jday
IBM will sich für die eigenen projekte nur die Besten raussuchen, die haben keine Lust auf Lemons im Unternehmen. Aussdem fordert es von dem "Selbständigen/Freiberufler "volles Engagement, wasm auch in der Natur des selbigen liegen sollte .. und was dat mit kurzfristigen Gewinnen zu tun hat musst du mir erklären. Die Kunden von IBM freuen sich über qualitativ hochwertige Produkte...
Es wird wohl in Zukunft sich weiter zum "Freiberuflern / Leiharbeitern" hinverschieben

[ nachträglich editiert von jday ]
Kommentar ansehen ha   
 
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05.02.2012 20:17 Uhr von Bleissy
das kann aber auch und wird auch schön nach hinten los gehen ....... wenn mitarbeiter keine firmenbindung haben wer hindert die das frisch erworbene wissen ma flux zur konkurenz zu verkaufen oder packetweise nach china oder so n?????
die sind so geldgeil das se nicht mal mer die einfachsten sozialen zusammenhänge begreifen ECHT STRUNZDUMM GELDGEIL
Kommentar ansehen Solche Jobs   
 
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05.02.2012 20:22 Uhr von WegMitFerkel
... geben den Mitarbeitern selbstverständlich nur ein größtmögliches Maß an Flexibilität und Mobilität und nicht etwa ein unsicheres Gefühl, was den eigenen Job oder die Zukunft betrifft!!!

So langsam aber sicher scheint es sich wohl durchzusetzen, dass die kleinen Dödel, die die eigentliche Arbeit machen, nur eine dumme, träge Masse sind, wo jeder gegen jeden beliebig austauschbar ist. Denkt dabei zwischendurch auch jemand an solche Dinge wie Privatleben oder Familie? Motivation der Mitarbeiter? Zugehörigkeitsgefühl zum Betrieb? Wenn das Konzept so umgesetzt wird, wie es der News nach klingt, dann kann man IBM nur wünschen, dass sie damit richtig ordentlich auf die Schnauze fallen. Oder muss man sich als Angestellter ab jetzt darauf einstellen, dass man heute hier arbeitet und sich nächste Woche evtl. schon nach Asien "verleihen" muss, wenn man keine anderen Angebote findet?

Dass das für die Unternehmen (auf den ersten Blick) nur Vorteile hat, leuchtet durchaus ein, aber wenn die Mitarbeiter dadurch auf der Strecke bleiben, sehe ich das so wie Terrorstorm und befürchte bzw. hoffe, dass Unternehmen damit langfristig den Schwachsinn zu spüren bekommen. Wenn es so einfach wäre, jeden Mitarbeiter auszutauschen, dann würden viele Firmen sich bestimmt nicht die Arbeit machen und lange nach qualifiziertem Personal suchen.
Kommentar ansehen Das kommt aus Dänemark   
 
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05.02.2012 21:36 Uhr von DJOernie
Das ist ein dänisches Modell, dass die Arbeitslosenzahlen innerhalb kürzester Zeit halbiert hat. In Frankreich wurde es vor einer Weile auch eingeführt, ganze Länder übernehmen also solch ein System und es wird auch auf EU-Ebene diskutiert. Bei uns ist nun nur eine Firma, aber das wird sich bestimmt im Laufe der Zeit ändern. Klingt sehr vielversprechend das ganze Modell. Vor allem, weil man eine sehr hohe Vergütung im Falle einer Kündigung bekommt und eine Zeit lang mit teilweise 90% Gehalt abgesichert ist....Das passt natürlich nicht zur deutschen Mentalität, da viele es anscheinend mögen 40 Jahre lang am selben Arbeitsplatz zu sein, aber die jüngeren Generationen werden kein Problem mit der erhöhten Flexibiltät haben.

http://ec.europa.eu/...
Kommentar ansehen @DJOernie   
 
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05.02.2012 21:52 Uhr von WegMitFerkel
Die von Dir erwähnte "Sicherheit" klingt schon deutlich optimistischer als das aus der News hervorgeht.

Ich gehöre ehrlich gesagt nicht zu den Freunden des 40-jährigen Arbeitsplatz (bin gerade im 2-Jahres-Wechselrhythmus), allerdings muss ich sagen, dass damit sowas wie ein fester Freundeskreis, Hausbau oder Familie auf Dauer auf der Strecke bleiben. Wenn man in einem Großraum wohnt, wo genügend Arbeitgeber der passenden Branche vorhanden sind, mag das unproblematisch sein. Wenn damit allerdings ein Umzug verbunden ist, sieht die Sache meiner Meinung nach deutlich anders aus und das hat nicht nur mit der deutschen Mentalität zu tun. Was ist, wenn die Partnerin bzw. der Partner dadurch ebenfalls den Job aufgeben muss? Wie bekommt das Kindern, wenn man als Nomaden durch die Gegend zieht? Haus, Freundeskreis usw. kann man, wie bereits gesagt, vergessen. Hat man in höherem Alter auch noch die Motivation und die Kraft sowas regelmäßig durchzuziehen und falls nicht, was macht man dann, wenn das zur Rente mit 99 auch noch von einem verlangt wird?

Also ich steht dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber. Wie Du sagst, ist es sicherlich eine gute Option für junge Leute, die in aller Regel sowieso noch recht flexibel sind, aber sicher nichts, was für die breiten Massen taugt. Gibt´s das in den genannten Ländern eigentlich in allen Branchen oder ist das ein IT-spezifischer Feldversuch?
Kommentar ansehen @Wegmitferkel   
 
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05.02.2012 21:53 Uhr von Phillsen
Hmm einerseits hast du natürlich absolut recht. Der innere Zusammenhalt geht dadurch natürlich flöten.

Andererseits VERMUTE ich, dass es sich bei den Projekten, an die IBM dabei denkt eher um dickere Dinger (also eher langfristige) handelt. Also ich denke, dass es sich sonst kaum lohnen würde. Der Verwaltungs und Organisationsaufwand um wöchentlich (um bei deinem Beispiel zu bleiben) Mitarbeiter zu finden oder zu verschieben wäre wohl immens.

Man müsste mal nen Betroffenen Fragen was er dazu sagt.
Kommentar ansehen @Phillsen   
 
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05.02.2012 22:01 Uhr von WegMitFerkel
Genau darauf zielte mein Kommentar ab. Wenn das überschaubar bleibt und man etwas planen kann, dann mag das eine Option sein. Ich kann mir ehrlich gesagt ebenfalls nicht vorstellen, dass es für das Unternehmen funktionieren würde die Arbeiter im Monatstakt oder noch schneller auszutauschen - zumal es sich bei IBM eher nicht um Jobs handelt, bei denen man ohne zu denken und ohne Einarbeitung sofort loslegen kann.

Aber wie in meinem letzten Kommentar geschrieben, finde ich es besonders dann problematisch, wenn man auch noch gezwungen ist, seinen Wohnsitz zu wechseln oder eben wochenend- oder monatsweise zu pendeln. Klar, das machen auch heute schon genügend Leute freiwillig und gerne, aber sicher ist das nichts für die breite Masse. Da stellt sich dann die Frage, wie viele "normale" Jobs bleiben noch und wie groß sind die Druckmittel, wenn jemand nicht flexibel genug sein möchte. Kann ja immer mal passieren, dass man das super findet, solange man jung und ungebunden ist und später doch froh wäre, wenn man es etwas gemütlicher angehen kann (und ich meine damit nicht diejenigen, die ihren Arsch von kurz nach der Lehre bis zur Rente auf dem selben Stuhl platt sitzen möchten!).
Kommentar ansehen Als ob man ständig einfach   
 
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06.02.2012 00:51 Uhr von phal0r
irgendwelche Leute zu Teams zusammenwürfeln kann und glaubt, dass die sofort mit voller Leistung zusammenarbeiten. Das ist doch vollkommen illusorisch. Außerdem können sich so niemals firmeninterne Wissensnetzwerke entwickeln.

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