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Kurioser Hacker-Angriff auf Karl-Theodor zu Guttenbergs Webseite

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist Ziel eines Hacker-Angriffs geworden.

Unbekannte verschafften sich Zugriff auf seine Internetseite und stellten ein Foto des ehemaligen Ministers mit einer Torte auf dem Kopf und einer Kerze darauf ein. Außerdem ernannten sie ihn zum "Kuchenminister".

Netzaktivisten hatten Guttenberg letzte Woche in Berlin mit einer Sahnetorte angriffen. Das "Defacement" der Webseite, wie eine solche Online-Aktion im Fachjargon genannt wird, dürfte eine Anspielung darauf sein.


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WebReporter: turamichele
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Angriff, Hacker, Karl-Theodor zu Guttenberg, Webseite, Kuchen
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.02.2012 14:24 Uhr von turamichele
 
+9 | -2
 
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Ok, das war sicher kein bösartiger Angriff auf die Internetseite. Aber peinlich für einen Minister, der die EU in Sachen Internet und Sicherheit beraten will, dass seine eigene Seite offenbar recht einfach gehackt werden kann...
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05.02.2012 15:27 Uhr von PuerNoctis
 
+6 | -14
 
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Auch wenn mir viele nicht zustimmen werden, ich halte Herrn Guttenberg weiterhin für einen unserer fähigsten Politiker. Klar, er hat durch seine Plagiate und seine Dementi diesbezüglich sehr viel an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Aber mal ernsthaft: Einen Doktortitel zu erschleichen halte ich persönlich für das wohl weniger schlimmste Übel, da haben viele Politiker schon viel mehr Bockmist geschossen...

Weiterhin finde ich die Art, wie er z.B. die Tortenattacke gehandelt hat, auch um einiges "korrekter" wie es die meisten anderen CDU/CSU ´ler getan hätten.

Dieser Mann ist zwar nich freizusprechen von aller Unschuld, aber er ist in meinen Augen doch einer der wichtigsten Politiker der letzten Jahre, die dieses Land braucht.

Minus-Bewertungen sind mir egal, Meinungsfreiheit zählt auch hier.

EDIT: Zum Kommentar des Authors: Stimme ich Dir zu. Aber auch hier, mal realistisch gesehen: Erstens betreut Herr Guttenberg seine Seite sicher nicht selbst, und Zweitens, wenn selbst FBI, CIA oder auch deren Gegner Anonymous sowie 80% des Rests des Internets regelmäßig "gehacked" werden, dann kann man ihm persönlich wohl wenig Vorwürfe machen.

[ nachträglich editiert von PuerNoctis ]
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05.02.2012 15:47 Uhr von Taheen
 
+11 | -1
 
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@PuerNoctis: Der werte Herr Guttenberg ist ein aeusserst intelligenter Mensch.
Wie kein anderer schafft er es, den Schein der Kompetenz so perfekt auszustrahlen, dass jeder denkt er waere ein faehiger Politiker.

Wenn man aber mal genauer hinguckt wird man feststellen, dass er, ebenso wie viele seiner Kollegen, - Achtung: Stammtischrhetorik - nix kann.

Einfach mal ein wenig nach den Themen googlen, mit denen er als aktiver Bundespolitiker zu tun hatte:
Die Bundeswehrreform hat er beispielsweise ziemlich verkackt. Das war ein Truemmerhaufen, den de Maiziere uebernehmen musste.
Die Open Geschichte war auch nicht so der Bringer.

Und das, was alle an dem Baron so toll fanden - seine Ehrlichkeit - sein Bekenntnis zum "Krieg" in Afghanistan war auch nichts weiter als eine Nebelkerze.
Denn er hat NIE gesagt: "Das ist Krieg" (duerfte er garnicht), sondern er sagte: "Ich verstehe jeden, der das als Krieg bezeichnet". Ein feiner, aber gewaltiger Unterschied!

[ nachträglich editiert von Taheen ]
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05.02.2012 15:54 Uhr von owinger
 
+2 | -0
 
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@Taheen: "Auch wenn es nicht jedem gefällt, so kann man angesichts dessen, was sich in Afghanistan, in Teilen Afghanistans abspielt, durchaus umgangssprachlich - ich betone umgangssprachlich - in Afghanistan von Krieg reden", sagte Guttenberg.

Quelle: http://www.dw.de/... uvm.
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05.02.2012 16:00 Uhr von Taheen
 
+2 | -1
 
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@owinger: [...] kann man (umgangssprachlich) [...] von Krieg reden.

Das ist etwas anderes, als: "Es herrscht Krieg"
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05.02.2012 16:01 Uhr von PuerNoctis
 
+2 | -2
 
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@Taheen,

Obacht, Herr Guttenberg redet in folgendem Video von a) "Kriegsähnlichen Zuständen" sowie der von Dir genanneten "Sympathie, für alle die das Krieg nennen". Weiter bringt er auch zur Sprache, dass im Volksrecht von "Bürgerkrieg" zu reden ist, an dem man sich "in unterschiedlicher Weise beteiligen würde":

http://www.youtube.com/...

Aber zurück zur aktuellen Lage: Herr Guttenberg ist ein intelligenter Mensch, wie Du sagst. Er ist aber gleichso "makelhaft" wie jeder andere. Ich sage nicht, dass er der zweite Helmut Schmidt ist, genauso fordere ich aber, dass er nicht mit einem Schröder, Busch oder, etwas aktueller, Wulff gleichzustellen ist (wobei die Beurteilung jeder dieser Politiker auch meiner persönlichen Meinung entspringt, ich denke aber, es ist klar was ich meine).

Bitte nenne mir alle Politiker des derzeitigen Kabinetts von Merkel, welche in Deinen Augenen fähiger sind als Karl-Theodor von Guttenberg...
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05.02.2012 16:09 Uhr von Taheen
 
+2 | -2
 
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@PuerNoctis: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist meiner Meinung nach weitestgehend eine faehige Politikerin und dazu noch auf dem richtigen Posten...zumindest soweit ich es beurteilen kann.

Der Schaeuble macht sich als Finanzminister glaub ich auch nicht schlecht.
Aber ich bin weder Jurist, noch Betriebs-/Volkswirt...kann sein, dass das Menschen vom Fach voellig anders sehen.

Generell bin ich der Meinung, dass Ministieren von Leuten aus dem jeweiligen Fach gefuehrt werden sollen. Wie man z.B. in Bayern einen Wechsel vom Gesundheits- ins Finanzministerum rechtfertigen kann entzieht sich meiner Logik.

Und unter diesem Gesichtspunkt wuesste ich nicht, wo man den Guttenberg hinstecken sollte.
Er ist Jurist, also waere das passende fuer ihn das Justizministerium, und da steckt ihn unsere derzeitige Ministerin sowas von in die Tasche...
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05.02.2012 16:16 Uhr von PuerNoctis
 
+1 | -0
 
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Bei Frau Leutheusser-Schnarrenberger sowie Scheauble und auch, ja, Merkel die letzten wochen (und ich kann´s kaum glauben, dass ich das zu den letzten beiden sage) stimme ich Dir zu, die haben in meinen Augen ihre Arbeit relativ gut gemeistert.

Aber meine Frage hatte einen Grund: Von 15 Ministern (ohne stellvtr. BK) hast Du zwei als positiv bewertet... Wenn man das mit meiner Frage aufstellt bedeudet das, dass Du zwei fähiger einstufst als KTG....

Ich finde es wird einfach viel mehr auf ihm allein rumgehackt, als es eigentlich sein sollte, viele andere hätten genauso viel Kritik verdient.

Ich teile übrigens Deine Meinung, dass die Minister aus dem jeweiligen Fach kommen sollten, aber leider ist dem nicht so :( Das ist ein Punkt, wo sich unsere Politik wirklich nocht verbessern kann, hoffentlich auch mit einem etwaigen Eintritt der Piratenpartei im Bundestag in ein paar Jahren.

Aber nicht desto trotz, jeder hat seine Meinung die ich auch bei Dir respektiere :)
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05.02.2012 16:21 Uhr von Taheen
 
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@PuerNoctis: Ok, bei dem Punkt dass zuviel oeffentlich auf ihm herumgehackt wird geb ich dir recht.
Wobei er sich das natuerlich aber auch, durch sein Auftreten in den letzten Monaten und zur Zeit seines Abtretens selbst zuzuschreiben hat
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05.02.2012 16:25 Uhr von ElChefo
 
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Taheen: "(duerfte er garnicht),"

Klar dürfte er. Hat er ja auch.

Die eigentliche Nebelkerze ist, das es nichts ändert, ob man nun endlich Krieg dazu sagen kann oder nicht. "Krieg" existiert im rechtlichen Sprachgebrauch nicht mehr, weil es ein vielzu grober Begriff ist, der nicht genau definieren kann, was zulässig und was nicht mehr zulässig ist.

Aus diesem Grunde allein spricht man in der Politik nicht von Krieg.

Nicht mehr und nicht weniger hat er ja auch selbst gesagt: "umgangssprachlich" sei das zulässig, "rechtlich" existiert der Begriff halt nicht.

Zurück zu deinem Zitat: Wieso darf er nicht? Hat ihm das wer verboten? Bitte mit Quellenverweis, wo in dieser Art etwas steht.
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05.02.2012 16:48 Uhr von Taheen
 
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@El Chefo: Er darf das nicht sagen, weil die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee ist...d.h. Krieg fuehren geht nur im Verteidugungsfall.
Offiziell sind wir in Afghanistan um Aufbauarbeit zu leisten und Polizei/Soldaten auszubilden.
WENN Guttenberg oder irgendwer nun _offiziell_ von Krieg sprechen wuerde, waere das ein Problem, weil wir dann nicht dort sein duerften.

Deshalb wird die Freiheit ja auch am Hindukusch verteidigt ;)

[ nachträglich editiert von Taheen ]
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05.02.2012 16:57 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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Taheen: "Er darf das nicht sagen, weil die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee ist"

...auch Verteidigungsarmeen führen Krieg. Abgesehen davon ist das ein Fehlschluss. Nur, weil im GG der "Angriffskrieg" verboten ist, bedeutet das noch nicht, das man nicht von Krieg sprechen "darf". Das hat - wie schon erklärt - andere Gründe.

"Offiziell sind wir in Afghanistan um Aufbauarbeit zu leisten und Polizei/Soldaten auszubilden."

Schau dir das Mandat nochmal was genauer an.

"WENN Guttenberg oder irgendwer nun _offiziell_ von Krieg sprechen wuerde,"

Man kann nicht offiziell vom Krieg sprechen, da es das Wort nicht mehr gibt.
Würde da jemand "offiziell" von sprechen wollen, wäre das Problem, das er/sie damit im Grunde nichts sagt. Er hat damit recht, wenn er es als "umgangssprachlich" markiert. Damit ist doch alles gesagt. Die Debatte ist vollkommen am Ziel vorbei.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]

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