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Süderbrarup: Hartz-IV-Empfänger durfte bei Lidl keine Markenprodukte kaufen

Der Hartz-IV-Empfänger Thomas R. wollte Mitte Januar im Lidl-Discounter Süderbrarup mit einem Lebensmittelgutschein des Job-Centers einkaufen.

Lidl akzeptierte den Gutschein unter der Bedingung, dass er dafür nur Lidl-Eigenmarken, jedoch keine Markenprodukte kauft. Der Arbeitslose war deshalb empört.

Die Annahme von Lebensmittelgutscheinen sei nach Angaben der Kreisverwaltung für Einzelhändler freiwillig. Lidl erklärte dennoch nachher sein Bedauern über den Vorfall. Die 3.300 Lidl-Filialen haben demnach klare Vorgaben, Gutscheine wie Bargeld zu behandeln.


WebReporter: jaycee78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Marke, Lidl, Gutschein, Hartz-IV-Empfänger
Quelle: www.shz.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.02.2012 12:57 Uhr von jaycee78
 
+30 | -11
 
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Markenartikel sind deutlich teurer als Eigenmarken, deshalb glaube ich nicht, dass Lidl wegen der Gewinnmarge die Markenprodukte verweigert hat. Der Mitarbeiter war einfach nur falsch informiert.
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05.02.2012 13:52 Uhr von Götterspötter
 
+15 | -4
 
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Wenn ACTA jetzt schon gültig wäre hätte jaycee78 jetzt keinen I-Net Anschluss mehr und schnell eine Klage von Lidl am Hals :)

hmmmmm ? vieleicht hat ACTA doch was Gutes *grins

Promiflash-news oder wie das Ding heisst ist dann auch Geschichte :)

[ nachträglich editiert von Götterspötter ]
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05.02.2012 14:49 Uhr von ThomasHambrecht
 
+24 | -9
 
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Solche Gutscheine erhält man nur wenn man sein Geld (Hartz4) total verbraucht hat und Darlehen usw. bereits erschöpft sind. Sozusagen als "letzte Rettung" damit der gute Mann nicht verhungert. Gleichzeitig will die ARGE, dass er davon keine Zigaretten, CDs kauft oder zum Pferderennen geht. Man macht das quasi als letztes Mittel wenn die Leute ihr geld statt für den Lebensunterhalt für - sagen wir - unnötigen Quatsch ausgegeben haben.
Hartz4 dient eben nur zur Grundsicherung - nicht zum Wohlfühlen.
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05.02.2012 15:26 Uhr von tino02
 
+14 | -8
 
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@ ThomasHambrecht: Hartz4 Empfänger die eine Speere haben bekommen Essensgutscheine. Wer 3 Monate kein Geld bekommt soll eben nicht verhungern. In dem Kontext finde ich es ok, wenn man keine Zigaretten, CDs, Alkohol, selbst Tragetaschen davon kaufen darf. Und eben auch keine Markenartikel, weil sie eben teurer sind. In dieser Situation muss man seine Ansprüche eben auf Null herunter schrauben.
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05.02.2012 16:34 Uhr von 1234321
 
+4 | -13
 
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naja, ich versteh die Aufregung nicht: Wenn man arbeitslos ist, sollte man sein Ehrgefühl etwas herunterfahren. Es ist zwar unangenehm, aber zum einkaufen extra ins Nachbardorf zu fahren, ist verrückt.
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05.02.2012 17:52 Uhr von EvilMoe523
 
+14 | -1
 
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Leute jetzt hackt mal nicht noch auf dem armen Kerl rum, weil er sich von der Verkaufspsychologie und dem ganzen Marketing genauso beeinflussen lässt wie der Rest der Gesellschaft und sich das teurere besser aussehende Produkt einpackt weil er glaubt, dass es besser ist.

Es gibt genauso gut Leute mit Geld, die nicht sparsam einkaufen KÖNNEN und nicht auf Preise achten. Aber sicher nicht weil sie das Geld im Überfluss haben. Hier zu versuchen, es dem Mann als Vergehen oder beklopptes Handeln anzukreiden ist Heuchelei.
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05.02.2012 18:05 Uhr von Phyra
 
+4 | -15
 
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05.02.2012 21:25 Uhr von buluci
 
+1 | -0
 
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Erfolg auf der ganzen Linie: Ich sage nur eins, da kann man mal wieder sehen, wie sensationell gut das "Marketing" funktioniert.
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05.02.2012 21:32 Uhr von Phyroad
 
+4 | -1
 
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@hostmaster: Was soll uns dein Link auf die Registerauskunft sagen?
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06.02.2012 00:23 Uhr von fromdusktilldawn
 
+0 | -8
 
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da sehen wir es wieder, nix können, nix haben, aber nur markenartikel kaufen wollen, ....tztzt
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06.02.2012 10:36 Uhr von achjiae
 
+2 | -0
 
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Eigenmarken: sind nicht immer die günstigsten oder gesündesten Artikel. Außerdem gibt es nicht jede Sorte Ware als Eigenmarke. Von daher hinken eure Flüche und Vergleiche liebe Vorposter.
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06.02.2012 10:54 Uhr von AdvancedGamer
 
+2 | -1
 
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Hmm: Also ich find ja auch sehr schön das die annahme der Gutscheine nur freiwillig ist, was ist wenn du vom Amt nur Gutscheine kriegst und alle Discounter/Supermärkte in deiner erreichbarkeit nehmen die nicht?

Ich kenn Gegenden da reicht es wenn 2 Läden sagen,
wir nehmen keine Gutscheien und schon musst du 50km
zurücklegen um nen anderen zu finden, wohlgemerkt ohne öffentliche Verkehrsmittel.

PS: Und das LIDL ein Verbrecherverein ist, wissen wir ja schon lange.
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06.02.2012 12:18 Uhr von Pr1nZ_iVe
 
+0 | -2
 
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Der Sinn solcher Gutscheine entzieht sich mir allerdings. Wozu jemanden einen Gutschein geben, mit dem man im Supermarkt alles bekommt. Alkohol, Zigaretten inklu.

Warum nicht gleich Bargeld mit dem man auch alles kaufen kann? Was glauben die macht der gemeine Hartz4 Empfänger wohl mit Bargeld was er mit dem Gutschein nicht machen könnte?
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06.02.2012 13:28 Uhr von bpd_oliver
 
+2 | -0
 
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@Pr1nZ_iVe: Wie kommst du auf das schmale Brett, dass man mit so einem Gutschein ALLES bekommt? Dieser Gutschein schließt den Erwerb von Alkohol und Tabak/Tabakprodukten aus, so dass letztendlich nur Lebensmittel, Getränke und Pflegeprodukte damit gekauft werden können.
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06.02.2012 14:16 Uhr von DWo
 
+1 | -3
 
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Die Allgemeinheit zahlt für solche Hartz-IV-Lebensmittelgutscheine, und da ist es nicht einzusehen, dass so jemand sich sündteure Red-Bull-Dosen kauft, die ein normal arbeitender Mensch sich kaum leisten kann.

Würd ich gut finden, wenn es ein Gesetz gäbe, dass teure Markenprodukte mit Lebensmittelgutscheinen nicht gekauft werden dürfen.
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06.02.2012 17:42 Uhr von s-quadrat
 
+2 | -0
 
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solche Gutscheine hatte ich auch mal eine Zeit lang bekommen, nachdem sich die Bearbeitung des Antrags schon über Monate hingezogen hatte, weil das Jobcenter einfach überlastet war (man verwies auch freundlich auf die Aktenberge, die sich überall auf den Schreibtischen stapelten...)

es war tatsächlich schwer, im Voraus konkrete Informationen zur Bezahlung zu bekommen; aber im Grunde läuft das so:

Für den Supermarkt ist es quasi ein "Kauf auf Rechnung", so wie es sonst z.B. für Firmenkunden möglich ist (d.h. wenn der Chef seinen Mitarbeiter zum Einkaufen schickt, geschieht dies im Namen und auf Rechnung der Firma - der Mitarbeiter handelt nur stellvertretend und ist selbst nicht der Vertragspartner).

Ich kaufe also im Supermarkt im Auftrag des JobCenters, quittiere diesem gegenüber auf dem Gutschein, dass ich die Ware vom Händler erhalten habe, und der Kassenbon geht dann im Original zusammen mit dem Gutschein zum JobCenter (wenn der Mensch an der Kasse halbwegs fähig ist, druckt er mir noch eine Kopie vom Kassenbon), dort wird dann geprüft, was gekauft wurde, und ggf. dem Händler die Zahlung verweigert, wenn Dinge verkauft wurden, die auf dem Gutschein ausgeschlossen waren. (Alkohol, Tabak,... liegt letztendlich im Ermessen des Mitarbeiters, der den Gutschein ausgestellt hat; ich hätte z.B. neben Lebensmitteln und "Körperpflegeprodukten" auch noch explizit Tiernahrung kaufen dürfen =D )

Außerdem steht drauf, welcher Restbetrag in Bar ausgezahlt werden darf, z.B. 4 Euro; d.h. wenn man weniger einkauft, würde man das Geld nicht zurückbekommen (man muss also ziemlich genau mitrechnen, wenn man gern auch noch ein paar Euro in bar mitnehmen möchte, z.B. für das Straßenbahnticket zum nächsten Einkauf...)

Ist auch lustig mal zu sehen, wie das Kassenpersonal in verschiedenen Läden reagiert, da sieht man gleich mit wem man es zu tun hat... Bei Aldi z.B. kennen die meisten diese Gutscheine, bei real sitzen auch eher welche mit "etwas längerer Berufserfahrung";
aber die Azubis bei Rewe gucken dann erstmal nur so "wtf?" und holen ihren Vorgesetzten der ihnen das erklären muss xD )


zur News: ist also durchaus möglich, dass LIDL den Mitarbeitern das so eingetrichtert hat, da ganz pingelig drauf zu achten was man kauft, damit die Zahlung am Ende auch eingelöst wird. Andererseits würde ich schon davon ausgehen, dass die Margen bei den Eigenmarken trotz des geringes Preises immernoch größer sind (immerhin drückt LIDL hier selbst die Erzeugerpreise) als bei den Marken, die bloß das Gesamtsortiment aufwerten sollen!? (kann mich aber auch irren)

Grundsätzlich müsste aber alles eingelöst werden, was ein "Lebensmittel" ist - selbst wenn man sich dann die teuersten Luxus-Sachen davon kauft, wird man wohl bloß mit der maximalen Gutscheinhöhe pro Woche nicht ganz hinkommen, das wäre dann aber wirklich nicht mehr das Problem des Jobcenters...
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06.02.2012 21:25 Uhr von aniko
 
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Lidl=Eigennutz: Lidl ist kein Moralwaechter, sondern hart kapitalistisches Unternehmen und will in erster Linie ,ihre eingene Produkte an den Mann bringen. Auch ein armer Mensch hat das recht, wenn ein Produkt seiner Gesundheit besser ist ,es zu kaufen. Dann eben kauft man weniger. Nicht die Menge, sondern die Qualitaet sollte entscheidend sein.

[ nachträglich editiert von aniko ]
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07.02.2012 23:20 Uhr von KillerBunny87
 
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ich weiß ja nicht wie das im westen so läuft aber im osten kann man mit einem warengutschein nicht nur essen, trinken und pflegeprodukte kaufen sondern auch tabak und tiernahrung ohne das man das vorher beim amt angeben muss. man bekommt auch eigentlich (wenn man mal nachfragt) ne liste vom amt wo läden drauf stehen die den annehmen, sind schon ziehmlich viele muss ich sagen, und dort stehen alle lidl-fillialen der stadt drauf!!
zur news: ist wohl in dem geschäft nicht so üblich das jemand damit "bezahlen" will, aber schön das die ihren fehler einsehen...

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