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Neuer Skandal um Christian Wulff: Er erhielt Auto-Leasing zu "Sonderkonditionen"

Fast täglich kommen neue Skandale um Christian Wulffs Vergangenheit ans Tageslicht. Jetzt wurde ein weiterer Skandal bekannt, mit dem er möglicherweise gegen das niedersächsische Ministergesetz verstieß. Im Jahr 2010 soll er einen Skoda Yeti zu besonderen "Aufsichtsratskonditionen" geleast haben.

Für ihn setzte man die monatliche Leasinggebühr auf lediglich ein Prozent des Neuwagenpreises herab. Normalerweise müssen alle anderen Kunden 1,5 Prozent zahlen. Das niedersächsische Ministergesetz besagt jedoch, dass man "keine Belohnungen und Geschenke in Bezug auf ihr Amt annehmen" darf.

Wulff jedoch erhielt diese Sonderbevorzugung, weil er Aufsichtsrat von VW war, was er wiederum nur war, weil er niedersächsischer Ministerpräsident war. Wulffs Anwalt erklärte bereits, dass man darüber keinen Rubel machen sollte, da es viele VW-Mitarbeiter gibt, die diese Sonderkonditionen erhalten.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Auto, Neuer, Skandal, Christian Wulff, Leasing
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.02.2012 19:36 Uhr von LuckyBull
 
+20 | -2
 
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Na und ob ist Wulff schließlich kein Mitarbeiter von VW gewesen.
Desto mehr Kohle diese Typen einheimsen, desto länger wird ihr ausgestreckter Arm und Hand, nach noch mehr Money.
Er war ja "nur" nebenher während seines Ministeramts Aufsichtsrat von VW.
So etwas sollte künftig überhaupt abgeschafft werden. Vor allem während der Ausübung eines politischen Amtes.

[ nachträglich editiert von LuckyBull ]
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04.02.2012 20:00 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+8 | -5
 
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Von Politikern erwarten die Bürger immer mehr Redlichkeit als von sich selbst. Würde ich vergünstigte Konditionen für`s Auto-Leasing bekommen, würde ich, das sage ich ganz offen, zugreifen. Umso höher die Macht eines Politikers ist, desto höher (und häufiger) fallen sicherlich auch die "Zuwendungen" aus, die ihnen angetragen werden. Zu wiederstehen ist mit Sicherheit nicht immer leicht.

Was jetzt ein großer Fehler wäre, wäre anzunehmen, dass es zum Politikertypus in Deutschland zwangsläufig dazugehöre, korrupt und bestechlich zu sein. Auch, wenn das dieser Tage kaum zu glauben ist, so glaube ich dennoch (man schümpfe mich ruhig Träumer und Naivling), dass der Mehrheit der Politiker die Redlichkeit mindestens genauso wichtig ist, wie der Anschein der Redlichkeit.

Das wichtigste Instrument, das man zur Ausübung des Bundespräsidialamtes braucht, ist das Vertrauen einer großen Mehrheit der Bürger. DAS hat Wulff aus der Hand gegeben. Aber nicht, weil er den Skoda Yeti etwas günstiger bekommen hat, sondern weil er den Anschein der Redlichkeit und das Vertrauen der Bürger verloren hat. Deshalb muss er weg - er ist nicht mehr tragbar-
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04.02.2012 23:02 Uhr von untertage
 
+2 | -8
 
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Ich zahl auch nur 1% und bin kein Präsident ;-): Als Angestellter in größeren Firmen kann man einen Firmenwagen leasen z.B. im Außendienst oder als Manager...das kostet 1% vom Listpreis.

Ist aber nicht vergleichbar mit dem Leasing das man als Privatperson vielleicht kennt. Ich hätte jederzeit die Möglichkeit den Leasingvertrag aufzulösen ohne Nachteile für mich, als Privat müsste ich die Dauer einhalten, für Kratzer zahlen usw.....Das sind ganz normale Unternehmens-Rahmenverträge und kein Promi-Bonus.

Wulff war als Aufsichtsrat Teil der Firma und sich ein Auto geleased...das ist mir sympatischer als Politiker die mit dem Dienstwagen zu ihren Vorstandssitzungen, Urlauben oder in den Puff fahren und unsere Steuergelder verschwenden.

Der Spiegel-Artikel ist sehr schlecht recherchiert, Wullff ist mir Wurscht aber als Spiegel zu versuchen mir so einen Schwachsinn als Aufdeckung eines Skandals verkaufen zu wollen enttäuscht mich sehr.
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05.02.2012 01:37 Uhr von FrankaFra
 
+3 | -6
 
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Also, wenn ich im Aufsichtsrat eines Konzerns sitze, will ich auch bessere Konditionen?

Wie auch ein Personalverkauf bessere Konditionen bringt... wie ist das mit Frauen, die in Kleidungsgeschäften arbeiten?
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05.02.2012 04:26 Uhr von PeterLustig2009
 
+4 | -5
 
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Ist schon lustig: Weil es ein Politiker ist darf er keine Betriebsvergünstigungen in Anspruch nehmen. Der normale Arbeitneher darf das aber sehr wohl oder wie?

Wie lange wollen die Medien noch versuchen Herrn Wulf aus dem Amt zu hebeln?
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05.02.2012 08:50 Uhr von Mi-Ka
 
+4 | -2
 
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Gesetz ist doch Gesetz: dachte ich immer.
Und wenn es dieses Gesetz nun mal gibt, dann gilt es auch und basta.
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05.02.2012 09:19 Uhr von Alh
 
+5 | -3
 
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Diese: Person gehört weg.
Er hat dieses Amt und Deutschland aufs schäbigste belogen und betrogen.
Es gibt keine Zukunft mit diesem Typ und er muss sofort den Weg frei machen
Wie viele Untaten müssen denn noch zutage gefördert werden, damit auch der letzte hier checkt, dass Wulff untragbar ist.
Und es ist nicht richtig i-welche Vergünstigungen, Zuwendungen oder ähnliches anzunehmen! Zumal dieser Mann mindestens 500.000 Euro im Jahr verdient und sich sicher eine ehrliche Finanzierung leisten kann!
Dieses Einkommen kann nicht mit uns Normalos verglichen werden. Und ein Unrecht macht ein anderes Unrecht nicht legal!
Weg mit Wulff!!! Weg mit Wulff!!!
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05.02.2012 11:59 Uhr von Phillsen
 
+2 | -3
 
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Er wird gehen: Sobald ihm irgend ein Neidhammel tatsächlich nachweisen kann, das er gegen geltendes Recht verstoßen hat.

Und bis dahin bleibt er völlig zurecht im Amt.Es wird ja gradezu getan, als hätte er irgendwen bestohlen, oder hätte Staatsgelder mit Vetternwirtschaft veruntreut.

Solange das niemand nachweisen kann, ist und bleibt die Debatte eine kleinliche Neidhammelgeschichte.
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01.05.2012 17:16 Uhr von Gorxas
 
+0 | -0
 
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Das ist doch keine Belohnung... Sonderkonditionen richten sich im Leasing nach BONITÄTEN und nicht nach Bekanntheitsgrad. Und dadurch, dass Herr Wulff eine sehr gute Bonität hat, macht es Sinn einen solchen Kunden mit Sonderkonditionen zu ködern. Das macht man mit jedem x-beliebigen Top-Kunden genauso. Heuchlerische News!

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