Afghanistan: 2011 war das blutigste Jahr seit einem Jahrzehnt
Das Kriegsgeschüttelte Afghanistan hat 2011 das blutigste Jahr seit 2001 erlebt. Insgesamt sind im letzten Jahr 3.021 Zivilisten getötet worden. Dies hat die UNO-Mission in Kabul mitgeteilt. Mehr als drei Viertel der getöteten Zivilisten gehen auf das Konto der Taliban oder anderer Aufständischer.
410 Zivilisten wurden durch die internationale Schutztruppe oder die afghanische Polizei getötet. 63 Zivilpersonen wurden durch nächtliche Luftangriffe der internationalen Truppen getötet.
Durch Selbstmordanschläge sind in Afghanistan 2011 insgesamt 450 Personen getötet worden. Diese Zahl ist im Vergleich zu 2010 um 80 Prozent gestiegen. Dazu befinden sich zurzeit etwa 185.600 Menschen auf der Flucht.