04.02.12 14:41 Uhr
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In Berlin lebt jedes dritte Kind in Armut

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung wirft ein frappierendes Licht auf die soziale Realität in Deutschland: Im Jahr 2010 wuchsen 36,3 Prozent der unter dreijährigen Kleinkinder im Bundesland Berlin in Armut auf. Kaum weniger sind es in Bremen mit 35,5 Prozent.

Schlusslicht bei den Städten ist laut Datenmaterial der Studie aus dem Jahr 2009 Gelsenkirchen mit 40,4 Prozent. In Köln und Dresden teilt jedes vierte Kind dieses Schicksal. Besser sieht das Bild in Süd- und Südwestdeutschland aus, in München wuchsen 2009 "nur" 12,6 Prozent der Kinder in Armut auf.

Die Bertelsmann-Studie legt besonderes Augenmerk auf Kleinkinder, die in Deutschland einem besonders hohem Armutsrisiko unterworfen sind. Sie entsprechen weitgehend den Werten für unter 15-Jährigen der Bundesagentur für Arbeit, lässt jedoch Menschen ohne SGB-II-Leistungsbezug unberücksichtigt.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Kind, Armut
Quelle: www.welt.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.02.2012 14:41 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -1
 
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Als besonders fatal in der deutschen Statistik empfinde ich, dass bezügl. der relativen Armut mit sinkendem Realeinkommen der Beschäftigten (zur Erinnerung: In den letzten 5 Jahren minus 7 Prozent) offenbar auch die Grenze dessen, was als relative Armut bezeichnet, immer weiter absinkt. Daraus leiten die Statistiker aber in rabulistischer Weise schnell eine "Besserung" der Situation ab.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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04.02.2012 15:07 Uhr von linuxu
 
+6 | -1
 
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@Baron-Muenchhausen: der Link zur original Quelle geht nicht.
"Es ist ein Fehler aufgetreten
Der von Ihnen gewählte Artikel kann leider in unserer Datenbank nicht gefunden werden"

Mich würde mal interessieren ob in dieser Studie eine Aufgliederung nach ethnischen Gruppen stattgefunden hat.
Aber das wurde bestimmt verschwiegen.

Edith:Ich habe es direkt bei Bertelsmann gefunden.
http://www.bertelsmann-stiftung.de/...

[ nachträglich editiert von linuxu ]
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04.02.2012 15:09 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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04.02.2012 15:15 Uhr von thatstheway
 
+3 | -2
 
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Das soll einer verstehen, vor ca. 1-2 Wochen war hier ein Statement das es den Kindern in der BRD wieder besser geht. Darauf habe ich gepostet das hier auf SN vor ca. 1 Monat über die vorherrschende Kinderarmut in der BRD berichtet wurde,
und jetzt liest man wieder das die Kinderarmut sehr hoch ist.
Bertelsmann hat damit bewiesen das sie schreiben und veröffentlichen was sie festgestellt haben und nicht regierungskonform die Statistik verschönern bzw. nur die Hälfte der Wahrheit schreiben.
Was auch beweist das es mit der Wirtschaft doch nicht so bergauf geht wie diverse Medien uns immer vorgaukeln.
Arme BRD , verschließt die Augen vor der Wahtheit, aber der Großteil der Einwohner der BRD ebenso.
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04.02.2012 15:27 Uhr von swac
 
+3 | -1
 
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sorry: aber wenn ich mir allein diese Seite anschaue bekomme ich das Würgen und noch mehr Wut : http://www.spiegel.de/...
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04.02.2012 16:12 Uhr von quade34
 
+1 | -3
 
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wenn ich mir: vorstelle, wie die Leute heute mit dem auskommen müssten, was wir als Kinder hatten, dann wäre das Geschrei noch größer. Ein bißchen mehr Bescheidenheit täte gut.
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04.02.2012 16:46 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -4
 
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@DerBelgarath: Liest sich prima, ist bei genauer Betrachtung allerdings auch grober Unfug und im Prinzip nichts anderes als die Wiederholung neoliberaler Propaganda, mit der - wie ich bislang annahm - wir besser einen kritischeren Umgang pflegen sollen (...das sind nämlich die größten Schmarotzer von allen).

Und ob diese Kinder tatsächlich einen "Lebensstandard" weit oberhalb ihrer Eltern genießen, bezweifle ich. Du vergisst, dass die meisten immer noch deutscher Herkunft sind. Mehr als 5,6 Millionen der 74,6 Mio. "Urdeutschen" sind ebenfalls auf Leistungen nach SGB-II, zahlreiche davon arbeiten durchaus - du setzt da plumperweise SGB-II mit Arbeitslosigkeit gleich. Klingt prima - ist natürlich aber schrott.

Fakt ist: Millonen in Deutschland arbeiten für einen Hungerlohn (http://is.gd/...) - Tendenz stark steigend. Die Reallöhne sind alleine in den letzten 5 Jahren um 7 Prozent gesunken, zuletzt 2011 (siehe FAZ: http://is.gd/... vergiss die XXL-Propaganda), Niedriglöhne seit 2000 sogar um 22 Prozent (siehe RP-Online: http://www.rp-online.de/...) . Mit den Löhnen sinkt auch das Bemessunggrenze realer Armut.

Zudem ist Deutschland in Sachen Lebensqualität das Entwicklugnsland Europas (siehe: http://www.welt.de/...)

Fakt ist: Nirgendwo sonst ist das Armutsrisiko bei Verlust des Arbeitsplatzes größer als in Deutschland. Deutschland hat die ärmsten Arbeitslosen in Europa, siehe: http://www.shortnews.de/... Das Risiko in Deutschland, nach Jobverlust in Armut abzurutschen, liegt laut Eurostat bei rund 71 Prozent. Bei einer Durchschnittquote von 45 Prozent (und das wohl auch nur, weil Deutschland den Durchschnitt kräftig nach oben zieht) weist kein anderes EU-Land auch nur annähernd einen derart drastischen Wert auf. Arbeitslosenleistungen und Bezugsdauer sind in der Bundesrepublik extrem niedrig.

Du vergisst was: In zwei Drittel der Welt können sich Menschen in Ghettos und freien Flächen inmitten der Städte eine Hütte bauen - im kalten Deutschland geht das nicht, ergo hat der Staat Vorsorge zu tragen. Nicht die Kinder haben sich importiert, sondern die Regierung in Berlin. Und sind wir mal ehrlich: Als Ausländer bist Du derart abgestempelt – das Von-der-Leyensche "Bildungspaket" von 10 Euro im Monat rettet Dich auch nicht – dass ich mittlerweile vertehe, warum diese Menschen nicht mehr viel auf "unsere" Gesellschaft geben.

Fakt ist: In Deutschland bestimmt die Geburt und der soziale Status weitgehend, wo Du gesellschaftlich endest. Studien darüber gibt es zu Hauf im Internet, das muss ich Dir sicher nicht erzählen...

Du sieht: Es ist ziemlicher Unfung, die Dinge durcheinander zu würfeln.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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04.02.2012 22:44 Uhr von thatstheway
 
+1 | -3
 
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Manche realitätsfremden User: die hier ihr Statement abgegeben haben sollten froh sein das sie Eltern der Unterschicht bzw. Mittelschicht ( die es inzwischen nicht mehr gibt) haben, denn hätten sie evtl. Eltern der Oberschicht gehabt, würde es sie gar nicht geben oder wären abgetrieben worden.

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