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Sprachförderung hilft vor allem Zuwandererkindern mit Förderbedarf

Wissenschaftler um den Kölner Universitätsprofessor Hans-Joachim Motsch haben sich mit dem Thema Sprachförderung in Kindergärten auseinandergesetzt. Sie untersuchten dabei sechs Kölner Kindergärten mit rund 200 Kindern.

Vor allem bei Kindern mit Zuwanderungshintergrund und eher schwächeren sprachlichen Kompetenzen schlägt die Sprachförderung an. Bei ihren Tests wendeten die Forscher zudem zwei verschiedene Methoden an, eine separierende ("pull-out") und eine inklusive ("language route").

Die Kinder wurden über fast ein Schuljahr begleitet. Vor und nach der Sprachförderung wurden gleich mehrere Tests durchgeführt. Neben dem Wortschatz wurde auch die Grammatik abgefragt. Die Kosten der Untersuchung lagen bei rund 70.000 Euro.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Kind, Köln, Forschung, Kindergarten, Migration, Sprachförderung
Quelle: www.koeln-nachrichten.de

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04.02.2012 09:57 Uhr von Rheinnachrichten
 
+1 | -1
 
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Im Originalartikel stecken noch mehr Details zu dieser Studie, die aus Sicht der Wissenschaftler selbst überraschend daherkommen.

Eigentlich aber kann es nicht überraschen, den inklusive Sprachförderung ist nur ein schlaues Wort für die geduldige Beschäftigung mit Kindern und damit eigentlich gesunder Menschenverstand.
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04.02.2012 10:51 Uhr von Lordkacke-WOB
 
+6 | -2
 
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das war eine reine ABM für diese Wissenschaftler, die mal 70.000 Euro gekostet hat.
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04.02.2012 11:16 Uhr von CommanderRitchie
 
+4 | -2
 
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Sprachförderung kann nie Schaden Ein früherer Bekannter war Lehrer an einer Gesamtschule und hat mal "aus dem Nähkästchen geplaudert"........
Es ist eindeutig...... Sprachliche Förderung ist zwingend notwendig !!
Schlechte Mitarbeit der Schüler auf Grund sprachlicher Schwierigkeiten und dadurch schlechte Schulnoten und Zeugnisse sind "an der Tagesordnung. Die Schüler mit "Migrationshintergrund" können kaum dem Unterricht folgen und statt dessen wird aus Langeweile "Blödsinn" gemacht. Bei Elternsprechtagen ist keine bzw. wenig Verständigung mit Eltern dieser Schüler möglich, da die größtenteils selber kaum der deutschen Sprache mächtig sind. Da werden einige "Elternbeprechungen" durch die Lehrer wegen "Sinnlosigkeit durch Nichtverstehen" abgebrochen.
Die Krönung des ganzen ist aber, dass die "Migrationsschülern" von ihren Eltern verboten bekommen, Zuhause Deutsch zu sprechen. Auch wird der Kontakt mit deutschen Schülern untersagt !!

In einer Fernsehreportage Anfang Februar wurde auf die sogenannte "Kiezsprache" (Landläufig als Kanakdeutsch bekannt) in Berlin eingegangen..... "Kiezsprache ?? Das sind Sätze wie: "Mußt du schauen selber weil ich keine Zeit und selber eilig"

Da wurde dann von Sprach-Psychologen auch noch so getan, als ob das "normal" wäre. Da wurde die Problematik völlig verharmlost Was nichts anderes bedeutet als das man diese Artikulierungen in den normalenSprachgebrauch akzeptieren soll.......

Soviel zur Realität !!!!!!!

Ironie on:
Am besten ist, wir schmeissen den "Duden" in den Müll.
Ironie off.

[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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04.02.2012 12:39 Uhr von Leeson
 
+0 | -1
 
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Ohh was für eine Erkenntnis! Sprachförderung hat eine Verbesserung zur Folge!?
Personen mit weniger Kenntnissen lernen mehr als welche die schon viel können!?


Ich habe da auch eine Theorie!
Wer sich mit einem Hammer auf den Daumen schlägt,
wird große Schmerzen erleiden.
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04.02.2012 14:51 Uhr von Rheinnachrichten
 
+1 | -2
 
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Vorredner: @Lordkacke:
kein Kommentar

@Commander:
Guter Beitrag: Wir reden hier über Migrantenkinder, die vor zehn Jahren keine Sprachförderung erhalten haben, mit den von Dir beschrieben Folgen. Dafür können diese Kinder nichts, sie hatten keinen Zugang zur Sprache (die entwickelt sich übrigens ständig weiter, das sollte man nicht negativ sehen...)

Nun forschen die Wissenschaftler, mit welchen Methoden die Sprache noch effizienter gelernt werden kann. Das ist an sich gut, denn so können wir möglicherweise verhindern, dass es an der von Dir beschriebenen Gesamtschule nicht noch schlechter, sondern - vielleicht - etwas besser wird. Und da sollten Kinder aus Familien, in denen eben kein oder nur rudimentäres Deutsch gesprochen wird, schon gefördert werden. Schließlich sollten auch sie gleichen Zugang haben. Was sie dann daraus machen, bleibt abzuwarten.

Das wir die heutigen Zustände an den Gesamtschulen so ist, wie sie ist, liegt am Raum-Zeit-Kontinuum. Der Nachweis, ob eine frühe Förderung geholfen hätte, ist so einfach nicht erbringen, klingt aber nach Deinen Ausführungen nachvollziehbar.

Insofern unterstützt Dein Beitrag die Notwendigkeit von Sprachförderung.

@Leeson
kein Kommentar

Danke soweit, es bleibt ein wichtiges Thema!
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04.02.2012 21:11 Uhr von shadow#
 
+1 | -1
 
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Das Ergebnis hätte auch noch reingepasst: Wenn man die Kinder trennt, bringt es weniger als wenn man allen gemeinsam regelmäßige Sprachförderung zukommen lässt.

Wenn man bedenkt dass Mama und Papa nicht aus Weitfortistan kommen müssen sondern es schon reicht wenn sie sich jeden Tag das RTL Programm reinziehen um die sprachliche Entwicklung des Nachwuchses komplett zu versauen, ist das mit Sicherheit keine schlechte Idee.

Eigentlich sollte das der Standard an jedem Kindergarten sein.
Bildung beginnt nicht erst in der Schule.
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04.02.2012 21:19 Uhr von Leeson
 
+1 | -0
 
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@Rheinnachrichten: Hey Hey ;)
Ich habe ja nicht gesagt, dass das Thema an sich nicht wichtig und relevant ist.
Bloß sind mir diese Feststellung die diese Wissenschaftler aufzeigen etwas "larifari" und allgemeingehalten.

Und zu der Sprachförderung stehe ich voll und ganz,
es ist ja nun kein Geheimnis das "Migrantenkinder" zuhause
nicht sehr häufig Deutsch reden.
Wenn die Eltern es nicht können und oder mit 40 - 50 Jahren
nicht mehr Deutsch lernen wollen, wird halt nur in der Landessprache geredet.
Was ja für "Kleinkinder" in der Entwicklung nicht gut fürs Deutsch lernen ist.

Dieses Problem wird sich aber in ein bis zwei Generation auflösen aber bis dahin würde eine Sprachförderung viel bringen.
Was jetzt gelernt wird, wird an die nächste Generation weitergegeben und es werden viel Kinder zweisprachig aufwachsen... Dann müssen sich die Urdeutschen ranhalten um mitzuhalten ;)

@shinari
Du weißt aber schon, dass viele keine Lust haben etwas zumachen und deswegen auch nicht arbeiten gehen.
Glaubst du, dass sich diese(NICHT ALLE!!!) mit ihren Kindern hinsetzen und Deutsch lernen wenn sie es selber nicht mal können.
Es ist einfacher die Muttersprache zu verwenden.

[ nachträglich editiert von Leeson ]

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