03.02.12 23:35 Uhr
 1.248
 

EZB: 1,5 Billionen-Euro-Geldschwemme Ende Februar absehbar

Es gibt Anzeichen, dass sich die Banken der Eurozone Ende Februar mit bis zu 1,5 Billionen Euro frischer EZB-Billigkredite eindecken werden. Am 29. Februar startet die EZB seinen zweiten Refinanzierungstender, der es den Geldhäusern ermöglicht, Kredite zu einem Prozent Zinsen und dreijähriger Laufzeit aufzunehmen.

Bei der ersten Aktion im Dezember versorgte die EZB die europäischen Geldhäuser mit 480 Milliarden Euro. Während Goldman Sachs die Kreditnachfrage bei mindestens einer Billionen Euro sieht, rechnet Credit Suisse gar mit einem Geldbedarf von bis zu 10 Billionen Euro (ShortNews berichtete).

Hintergrund ist die wachsende Unlust der Banken, sich untereinander Geld zu leihen. Vor allem ausländische Kreditinstitute und Geldmarktfonds meiden zunehmend die Eurozone. Derweil nutzen Banken die billigen Gelder oftmals, um gewinnbringend höher verzinste Staatsanleihen ihrer kriselnden Regierungen aufzukaufen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Geld, Bank, Kredit, EZB, Februar
Quelle: www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Marktforschung: Menschen in Deutschland geben mehr Geld für Schokonikoläuse aus
"Football Leaks" deckt zweifelhaftes Geschäftsgebaren im Profi-Fußball auf
Chipanlagebauer Aixtron: Obama blockiert Übernahme durch chinesischen Investor

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
03.02.2012 23:35 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+21 | -2
 
ANZEIGEN
Diese Dreijahrestender-Geschäfte werden als Gelddruckerei kritisiert. Allen voran griffen zuletzt im Dezember italienische Banken zu, indem sie selbst gedruckte Anleihen als Sicherheiten bei der EZB hinterlegten. Möglich ist dies, weil Rom für die Banken bürgt. Die geliehenen Geldern wenden die Bankinstitute anschließend wiederum für den Aufkauf von Staatsanleihen der Krisen-Regierungen auf. Dies kommt einer verbotenen monetäre Staatsfinanzierung gleich.
Kommentar ansehen
04.02.2012 09:04 Uhr von Lordkacke-WOB
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
Ein letzter Versuch diese Kunstwährung zu retten, obwohl der Euro so nichtmehr zu retten ist. Hier entsteht eine riesige Finanzblase ungeahntem Ausmasses und wenn die platzt, was sie werden muss, dann Quo vadis.

Hier wird Geld gedruckt ohne Gegenwert, genauso wie in Spanien, wo man Hotels baute ohne Gäste oder in den USA, wo man Leuten Häuser andrehte, obwohl deren Lohn gerade ausreichte, um in einer Fasst-Food Kette satt zu werden.
Kommentar ansehen
04.02.2012 09:15 Uhr von sicness66
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Es würde funktionieren: wenn man die Kredite an die Unternehmen und Gebietskörperschaften direkt verteilen würde. WENN!
Kommentar ansehen
04.02.2012 09:53 Uhr von Peter323
 
+15 | -1
 
ANZEIGEN
haha genial: die EZB, die durch die Staaten gegründet wurde und auf Druck der Staaten nun massig Geld den Banken in den Rachen wirft, hofft nun, dass die Banken damit Anleihen käuft, die deutlich höher verzinst sind.

Fassen wir mal zusammen:

- EZB(Staaten) gibt den Banken viele viele Milliarden nahezu zinsfrei auf Kosten der Inflation bzw. der Steuerzahler.

- Banken gehen damit auf Shoppingtour, spekulieren damit auf der Börse oder kaufen massig Anleihen zu weitaus höheren Zinsen.

- Falls die Bank Gewinn macht, darf sie ihn behalten, falls Sie Verlust macht, wird sie wiederum vom Staat gerettet...

Ich kenne keine andere Branche, bei der man so leicht und derart bequem Geld verdienen kann, wie in der Bankbranche.

Das ist wie, wenn dir dein Vater(EZB) einfach mal so 10 mio bereitstellt und du(Bank) es "sicher" anlegst und dabei die Zinsen selber kassieren darfst. Machst du Verlust oder Totalverlust, gibt dir dein Vater einfach neues Geld...

Warum geht die EZB net her und käuft einfach direkt die Staatsanleihen ? Dann kassiert sie wenigstens selber die Zinsen... Aber was die im Moment machen, dazu fällt mir nix mehr ein.

Das ganze Bankenwesen gehört gehörig überarbeitet, das ist derartig abartig, wenn man sich mal mit Geldschöpfung und generell dem Bankwesen beschäftigt, dass man für diese Branche eigentlich nur noch tiefe Verachtung empfinden kann.
Kommentar ansehen
04.02.2012 12:16 Uhr von FlatFlow
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
tja: Ihr sieht das viel zu negativ, wir machen es jetzt wie die USA das schon seit Jahren praktizieren, wenn es platz dann überall, es spielt dann gar keine rolle ob es den $ (Dollar) den ? (Yen) oder den € (Euro) trifft. Es wäre eine globale Kettenreaktion nicht aufzuhalten.

Zu Inflation,die haben wir so, oder so und wer es nicht glaubt der soll Preise, Heute und die vor 10 Jahren vergleichen.
Kommentar ansehen
04.02.2012 13:25 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
@FlatFlow: Nein, da gibt es einen entscheidenen Unterschied:

Die FED verlangt "echte" Sicherheiten, etwa in Form von Gold.

Davon kann in Europa nicht die Rede sein. Hier dienen Ramsch-Papiere und Ramsch-Garantien als Sicherheiten.

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?