EZB: 1,5 Billionen-Euro-Geldschwemme Ende Februar absehbar
Es gibt Anzeichen, dass sich die Banken der Eurozone Ende Februar mit bis zu 1,5 Billionen Euro frischer EZB-Billigkredite eindecken werden. Am 29. Februar startet die EZB seinen zweiten Refinanzierungstender, der es den Geldhäusern ermöglicht, Kredite zu einem Prozent Zinsen und dreijähriger Laufzeit aufzunehmen.
Bei der ersten Aktion im Dezember versorgte die EZB die europäischen Geldhäuser mit 480 Milliarden Euro. Während Goldman Sachs die Kreditnachfrage bei mindestens einer Billionen Euro sieht, rechnet Credit Suisse gar mit einem Geldbedarf von bis zu 10 Billionen Euro (ShortNews berichtete).
Hintergrund ist die wachsende Unlust der Banken, sich untereinander Geld zu leihen. Vor allem ausländische Kreditinstitute und Geldmarktfonds meiden zunehmend die Eurozone. Derweil nutzen Banken die billigen Gelder oftmals, um gewinnbringend höher verzinste Staatsanleihen ihrer kriselnden Regierungen aufzukaufen.