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Auf Wiedersehen Kette: Neue Zahnriemenantrieb-Technik für Fahrräder

Wer hat sich noch nicht über eine schmierige Fahrradkette geärgert, in der oft das Hosenbein stecken bleibt? Diese Sorgen könnten bald der Vergangenheit angehören, denn eine neue Technik des Schweizer Herstellers Simpel hat eine Lösung.

Sie heißt Zahnriemenantrieb und ermöglicht es, ohne Kette radzufahren: "Wir halten die Technik für ausgereift und alltagstauglich", so die Herstellerfirma.

Die einzigen Einwände gegen die neue Technik sind: Noch ist der Spaß zu teuer und erfordert einen äußerst robusten Fahrradrahmen.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Reise, Technik, Fahrrad, Kette, Wiedersehen
Quelle: www.spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.02.2012 13:04 Uhr von sicness66
 
+16 | -3
 
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Naja: Das ist allenfalls was für Spezialräder. Nen steifer Rahmen und keine Riemenführung können das Kettenmodell nicht verdrängen. Außerdem kann man auch im Zahnriemen mit der Hose hängen bleiben ;)
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03.02.2012 13:10 Uhr von uss_constellation
 
+19 | -4
 
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Vorteile? Wenn man es mit dem Automobilbau vergleicht:
a) Der Zahnriemen ist empfindlicher gegenüber Verschmutzung.
b) Die Wartungs- bzw. Austauschintervalle sind deutlich kürzer.

Und aus der Sicht des Anwenders:
a) Im Fahrradbau kann man damit keine Kettenschaltung umsetzen.
b) Die Kleidung kann sich genauso drin verfangen wie bei einer Kette, da die Hose sich genauso in den einfahrenden Bereich bewegen kann wie bei einer Kette. Außerdem ist der Riemen breiter und aufgrund seines Materials noch viel eher dazu in der Lage eine Hose reinzuziehen als eine geschmierte Kette, die vielleicht noch abgleiten könnte am Hosenstoff.

Ich kann kein wirklich sinniges Argument für dieses Konzept im Fahrrad erkennen. Was soll denn der Vorteil sein?

Da machen die Versuche mit einer gekapselten Kardawelle schon mehr her. Da spielt der Schmutz keine Rolle und verfangen kann sich auch nichts. Bleibt lediglich noch das Problem mit der Schaltung und evtl. dem Gewicht.

[ nachträglich editiert von uss_constellation ]
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03.02.2012 14:08 Uhr von Ich_bins_nur
 
+13 | -2
 
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alter Hut: Die Technik gibt´s schon seit einer gefühlten Ewigkeit, und zwar von Gates: http://www.carbondrivesystems.com
Das System ist kein schlechtes. Es ist in der Tat wartungsärmer und hält länger als ein Kettenantrieb.
Nachteile:
-Der Hinterbau des Rads muss zerlegbar sein, weil der Zahnriemen nicht auseinander zu nehmen ist. Er ist ein geschlossener Ring, der nicht durch den Rahmen gefädelt werden kann.
-An Fullys (also Rädern mit gefedertem Hinterbau) funktioniert das System nicht, weil ein unveränderter Abstand zwischen Hinterradnabe und Innenlager nötig ist.
-Steine im Antrieb können den Zahnriemen zum Abspringen bewegen. Da muss bei MTBs ein Schutz gebastelt werden, der das Eindringen von Steinen verhindert.
-Schaltungen sind nur in Form von Nabenschaltungen bzw. Getriebekurbeln machbar. Das macht das eingesparte Gewicht von Ritzelpaket (Kassette) und Schaltwerk wieder zunichte.
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03.02.2012 14:22 Uhr von Ich_bins_nur
 
+4 | -4
 
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@ mcmoerphy: Also erstens gibt man die Haltbarkeit von Antrieben in Kilometern an und nicht in Jahren und zweitens ist es eben nicht so, dass Kettenantriebe länger halten. Eine Kette ist am MTB nach 700-1000km so weit gelängt, dass sie getauscht werden muss. Am Rennrad dauert es in etwa doppelt so lange.
Antriebe ohne Kettenschaltung (Nabenschaltungen und Singlespeeder) halten deutlich länger, aber auch die können mit der Standzeit eines Zahnriemenantriebs nicht mithalten.

[ nachträglich editiert von Ich_bins_nur ]
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03.02.2012 14:32 Uhr von Ich_bins_nur
 
+5 | -4
 
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@ mcmoerphy: Ich bin in der Branche tätig. Fragt sich also, wer hier wem was vormacht. ;o)
Na dann erzähl mal, was für ein Rad du hast. Ein Stadtfahrrad mit Nabenschaltung hält sehr lange durch, ohne dass am Antrieb irgendwelche Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Dem steht ein Zahnriemen aber in nichts nach.
Und noch mal: Das Alter eines Rads ist keine Grundlage für die Beurteilung des Zustandes der Schaltung. Auf die gefahrenen Kilometer kommt es an.
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03.02.2012 14:34 Uhr von Dracultepes
 
+3 | -2
 
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"Diese Sorgen könnten bald der Vergangenheit angehören, denn eine neue Technik des Schweizer Herstellers Simpel hat eine Lösung.

Sie heißt Zahnriemenantrieb und ermöglicht es"


Voll neu so ein Zahnriemen.

@uss_constellation
Naja der wechselintervall bei Riemen ist wie hoch? 22.000 km? Schafft das ne kette? Meine haben das nie geschafft.
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03.02.2012 16:50 Uhr von Leeson
 
+1 | -0
 
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teurer? Dachte eigendlich, dass Metalle teurer sind als Kunststoffe.
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03.02.2012 17:09 Uhr von shadow#
 
+2 | -3
 
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Wie absolut sinnlos und praxisfremd so ein Zahnriemen ist, sieht man ja bei Motorrädern...
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03.02.2012 17:54 Uhr von freaked
 
+4 | -0
 
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Hosenbein in der Kette? Es gibt da so ne schöne Erfindung, sie nennt sich "Schutzblech". Klar, sieht nicht so sexy aus, aber form follows function nun mal.
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03.02.2012 18:13 Uhr von schepert
 
+2 | -1
 
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Der Zahnriemen muss nicht durch den Rahmen: Bei meinem Fahrrad muss ich die Kette zum wechseln nicht zerteilen, sondern kann sie als ganzes abnehmen.
Die Stange ist nicht am Tretlager angeschweißt, sondern eher mittig an der Stange.
http://www.imgbox.de/...

Der Rahmen muss auch nicht extrem steif sein, denn es gibt Andrückrollen für die Zahnriemen.
Optimal für ein Citybike, und weniger Wartungsintensiv (an der öligen Kette haften immer Staub und Steinchen an).

Eigentlich alles kein Problem, aber es wird alles immmer komplizierter gemacht als es eigentlich ist.
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03.02.2012 18:38 Uhr von Pilot_Pirx
 
+1 | -1
 
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also: ein Zahnriemen zum Antrieb der Nockenwellen beim Auto hält nicht länger, als eine Kette, also wird es wohl am Fahrrad auch nicht anders sein.

Außerdem sehe ich den Vorteil nicht wirklich, da eine Kette an einem Rad ohne, oder mit Nabenschaltung ewig (und 3 Tage) hält.

Garantiert gibts doch beim Zahnriemen noch andere Nachteile...

[ nachträglich editiert von Pilot_Pirx ]
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04.02.2012 00:18 Uhr von Ich_bins_nur
 
+1 | -0
 
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@schepert: Bei nach oben verlegter Kettenstrebe ist die Montage natürlich kein Problem mehr. ;o)
Normale Diamantrahmen haben aber nun mal eine vom Innenlager zum Ausfallende gezogene Kettenstrebe.

@Pilot_Pirx: Der Vergleich Auto - Fahrrad hinkt gewaltig. Die Umdrehungszahl am Ottomotor ist ungleich höher als beim Fahrradantrieb. Und m.W. hält ein Zahnriemen am Auto je nach Fabrikat auch seine 50.000km durch.
Wie sich das bei Steuerketten verhält, weiß ich allerdings nicht.
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04.02.2012 07:15 Uhr von reiner.weickum
 
+1 | -0
 
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Optimal für Tourer: Zahnriemen + Rohloff = Fahren - Fahren - Fahren
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04.02.2012 09:49 Uhr von Ich_bins_nur
 
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Thema Speedhub: Rohloff steht dem Zahnriemenantrieb noch etwas skeptisch gegenüber. Garantie auf die Coladose gibt´s nur, wenn das Ritzel ab Werk montiert wurde.
Aber Nabenschaltung und Zahnriemen ist dann so ziemlich das Wartungsärmste, was man sich antun kann, wenn man variable Übersetzungen braucht. Muss ja nicht gleich ne Speedhub sein. Eine Shimano Alfine tut´s auch.

€dit: Hier bisschen Lektüre zu dem Thema: http://www.bernds.de/...

[ nachträglich editiert von Ich_bins_nur ]
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04.02.2012 10:53 Uhr von TeKILLA100101
 
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@reiner.weickum: nach deiner rechnung gibt das ja "-fahren" :)
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04.02.2012 13:01 Uhr von Wurstachim
 
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was für eine innovation: gibts für motorräder schon seit ewigkeiten
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04.02.2012 13:56 Uhr von DerMaus
 
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Toll, jetzt greif die Kette in das Zahnrad und nicht wie früher das Zahnrad in die Kette. Sonst scheint sich nicht viel zu ändern...
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05.02.2012 12:32 Uhr von Phillsen
 
+1 | -0
 
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Ich finds gut. Mein Bückeisen hat ne Kardanwelle und das davor hatte nen Riemen. Was anderes käme mir nicht mehr ins Haus.

Wer sagt denn, das die Kettenschaltung das einzig wahre sein muss.
Wie wärs mit ner Biegsamen Welle, statt Kette und der "Schaltung" über einen Konischen Kopf, der sich in verschieben lässt um den Umfang und somit die Übersetzung anzupassen.

Nur so ne Idee, Ich wollte damit nur sagen, das ich die Kettenschaltung nicht für das Maß der Dinge, sondern lediglich für den Stand der Technik halte.
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06.02.2012 01:36 Uhr von Ich_bins_nur
 
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@DerMaus: So ein Zahnriemen hat einen entscheidenden Vorteil: Der Antrieb muss nicht mehr geschmiert werden. Das verringert den Wartungsaufwand und erhöht die Standzeit im Vergleich zum Kettenantrieb. Und geräuschärmer ist das Ganze auch noch, weil Metallrad auf gummibeschichteten Riemen trifft und nicht Metall auf Metall.

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