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Umfrage: Mehrheit der Deutschen mit derzeitiger Wirtschaftsordnung unzufrieden

Nach einer aktuellen Umfrage von "ARD-Deutschlandtrend" sind 77 Prozent der Befragten der Meinung, dass die "soziale Marktwirtschaft" die Armen derzeit immer ärmer macht und die Reichen immer reicher werden. 73 Prozent sehen dieses System als nicht mehr so funktionstüchtig an, als es einmal war.

Von der Eurokrise betroffen, fühlen sich aber immer noch 66 Prozent nicht. Das sind elf Prozent mehr als noch im Dezember 2011. Fast 80 Prozent der Befragten sind allerdings der Meinung, dass die schlimmsten Auswirkungen der Schuldenkrise noch bevor stehen.

51 Prozent der Umfrageteilnehmer mahnen eine Änderung der Wirtschaftsordnung an. Nur ein Viertel der Menschen glaubt, dass sie von der guten Konjunktur in Deutschland profitieren. 73 Prozent wollen eine Beaufsichtigung der griechischen Finanzen durch die EU.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, Umfrage, Mehrheit, Marktwirtschaft
Quelle: www.handelsblatt.com

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.02.2012 16:39 Uhr von shadow#
 
+7 | -0
 
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Wir haben jede Menge Wirtschaft aber keine Ordnung: Und hört bitte auf, das System "soziale Marktwirtschaft" zu nennen.
Sozial ist da schon seit Ende der 80er nichts mehr, und seit Frau Merkel Kanzlerin ist wurden auch die letzten Erinnerungen daran entfernt.
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03.02.2012 18:41 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+2 | -0
 
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In der Theorie ist die Wirtschaft tatsächlich "sozial" - die Praxis zeigt aber, dass das, was sozial wäre von künstlichen Überbauten konterkariert wird.

Hätte man bei der Umfrage genauer nachgefragt, was die Befragten denn konkret unzufrieden stimmt, würde deutlich zum Vorschein kommen, dass es die zunehmende Herabstufung der Realeinkommen ist.

Die Tarifautonomie ermöglicht es, flächendeckende Tariflöhne für gesamte Branchen auszuhandeln, die dem Einzelnen ein gutes Auskommen ermöglichen. So gesehen eine gute Institution. Der künstliche Überbau, der diese an sich gute Instituion konterkariert, sind die Zeitarbeitsfirmen in ihrer derzeitigen Erscheinungsform. Sie sind, so schätze ich das ein, der treibende Motor für die Stagnation der Löhne und Gehälter.

Grundsätzlich ist gegen Zeitarbeit nichts einzuweden, da sie im Wesentlichen 2 Vorteile mit sich bringt.
1. Einige Branchen haben saisonale Produktionsspitzen, die nur mit Hilfe eines höheren Personalaufkommens bewältigt werden können.
2. Einige Unternehmen wollen langfristig Personal aufstocken. Deshalb holen sie sich Leute von der Zeitarbeit, um ihnen gewissermaßen "auf den Zahn zu fühlen". Leisten die Leute gute Arbeit, bekommen sie eine Festanstellung.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch 2 gravierende Nachteile:
1. Lohndumping (um die bestehenden Tarifverträge zu umgehen, holt man sich die Leute halt über die Zeitarbeit)
2. Druck ausüben: "Wenn Du nicht parierst (und dir die unbezahlten Überstunden gefallen lässt) schmeißen wir dich halt wieder raus."

Eine Lösung könnte meiner Meinung nach darin bestehen, Zeitarbeit für den Arbeitgeber teurer zu gestalten als Arbeit, die über einen festen Arbeitsvertrag geleistet wird. Damit blieben die beiden Vorteile der Zeitarbeit bestehen, die beiden Nachteile würden aber weitesgehend eingedämmt werden.

Würde der ARD-Deutschlandtrend erfragen, wie viele Menschen sich diesem Vorschlag anschließen würden, würde, so glaube ich, dem eine überwiegende Mehrheit zustimmen.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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03.02.2012 22:00 Uhr von Sonny61
 
+4 | -0
 
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Ja und interessiert das hier irgendeinen Politiker?!
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07.02.2012 02:03 Uhr von Zitronenpresse
 
+1 | -0
 
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Extreme müssen weg! Unkontrollierter Kapitalismus oder Kommunismus - alles Extreme!

Wir brauchen einen vernünftigen, ausgeglichenen Weg.

Wenn ein Banker soviel verdient, wie alle Lehrer des Staates NewYork Zusammen, ist die Funktion des Geldes ad absurdum geführt. Es gibt einzelnen die Macht, erhebliche Werte aus der Gesellschaft abzuführen legal, oder nicht - es ist ein Verbrechen.

Erste Priorität für eine funktionierende Wirtschaft ist: die Funktion des Geldes Sicherzustellen!
Zweitens Staats-Kredite zurückzahlen, in dem man weitere Kredite aufnimmt, kann nicht funktionieren. Auch dann nicht, wenn so bekloppt ist, zu glauben unendlicher Wachstum sei möglich. (Das mag vielleicht bei gemästeten Schweinen der Fall sein)

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