02.02.12 23:24 Uhr
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Eurofighter unterliegt Rafale: Indien zieht den Franzosen-Kampfjet vor

Das Rennen um die Lieferung von 126 Kampfjets an Indien scheint entschieden: New Delhi gibt dem Kampfjet Rafale der französischen Firma Dassault den Vorzug vor der vorwiegend in Großbritannien und Deutschland gebautem Eurofighter. Anbetrachts des 10-Milliarden-Auftrags knallen in Paris die Sektkorken.

Derweil wird spekuliert, ob die Pariser Regierung hinter den Kulissen in New Delhi nicht nur mit dem Preis hofiert hat. Dabei könnte das Versprechen an Indien für einen uneingeschränkten Zugang zu Atomtechnologie sowie ein ständiger Sitz im Uno-Sicherheitsrat eine wichtige Rolle gespielt haben.

London und Berlin, beide um Arbeitsplätze der im Eurofighter-Konsortium federführenden Firmen BAE-Systems und Cassidian besorgt, geben die Hoffnung dennoch nicht auf. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einer "Vorentscheidung". In den nächsten Monaten werde man sich weiterhin bemühen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Indien, Kampfjet, Eurofighter, Rafale
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2012 23:24 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -0
 
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Ein "Must-See" dieses Video - offenbar Teil der französischen Werbekampagne für das Rafale-Rüstungsprojekt ;-)
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02.02.2012 23:53 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -0
 
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Das Video ist ja nett, hat aber überhaupt nichts mit Dassault oder der Rafale zu tun....

Rafael (!) Advanced Defense Systems ist eine israelische Firma und schreibt sich auch anders als das Flugzeug von der Firma Dassault.

Ich hoffe dann mal, dass der Smiley auch so gemeint war.... ;-)


Zum Thema:
Ich denke mal, da hat Frankreich entweder mächtig an der Preisschraube gedreht, da die Rafale eigentlich teurer als der Eurofighter ist (ca.140 Mio zu ca. 110 Mio €) oder Indien hat andere "Zusagen" erhalten.
Von der Technik her, naja, der Eurofighter ist etwas neuer.
Vielleicht legt Indien ja auch einfach nur Wert auf Trägertauglichkeit, da kann der Eurofighter halt einpacken....
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03.02.2012 00:14 Uhr von ElChefo
 
+5 | -0
 
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Jolly: Es mag vielleicht ein wenig schnippisch anmuten, aber ein wenig abseits des Marketingerfolgs steht doch folgendes:

Dassault gehört zu 46% zu EADS.
Die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH gehört ebenfalls zu 33% zu EADS.
...als Seitenhieb: Schau dir mal die Aktionärsstruktur, speziell den deutschen, öffentlichen Anteil an. Dann dürfte klar sein, warum es ein ziemlich abgekartetes Spielchen war:

In Deutschland steht demnächst nichts Grösseres an. In Frankreich stehen demnächst Wahlen an.

Faktisch tut sich nichts Großartiges:
Die ersten 18 Flieger werden direkt aus Frankreich geliefert, die restlichen 106 (+Nachbestellungen) werden in einem noch zu bauenden Werk in Indien gefertigt.

...also am Ende nicht mehr als ein Image-Gewinn für die Regierung, die den Deal an Land ziehen konnte.
Qualitativ tun sich die beiden Flieger nicht viel. Sogar in der Leistungsquote nach Einkalkulierung der Faktoren Instandhaltung, Wartung, Aufwuchspotential.
Der Vorteil der Trägertüchtigkeit besteht auch lediglich deswegen nur weiter, weil einfach noch kein Bedarf an einer trägertauglichen Variante des EF angemeldet wurde.
Legt man das Schub-Gewicht-Verhältnis zugrunde, würden lediglich kleinere Designänderungen (Landehaken, Katapulthaken, strukturelle Verstärkung, NAV für Marinekräfte) nötig sein.
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03.02.2012 00:36 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -1
 
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@Jolly: Watch Minute 03:20 im Video. Sicher, der Typ heißt Rafael und nicht Rafale. Aber irgendwie passend ;-)


[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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03.02.2012 02:49 Uhr von Criseas
 
+1 | -0
 
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Ohhh GOTT: Ohhh Gott die eine Tänzerin ist voll FETT
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03.02.2012 10:24 Uhr von Jolly.Roger
 
+1 | -0
 
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Ach ja: "In Deutschland steht demnächst nichts Grösseres an. In Frankreich stehen demnächst Wahlen an."

Stimmt natürlich *patsch* glatt vergessen...

Ich dachte, die wollen damit die Vikrant bestücken, die ja 2013 oder 2014 in Dienst gehen soll....wobei es immer geheißen hat, die werden mit MiG29 bestückt....

Aber ne kleine Gefälligkeit zur Wahl klingt plausibler.

@Baron
"Sicher, der Typ heißt Rafael und nicht Rafale. Aber irgendwie passend ;-)"

Aber passender zum Namen der Firma, die diesen Spot produziert hat.... ;-)

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