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Nach ACTA nun Trans-Pacific-Partnership - Noch mehr Einschränkungen geplant?

Nachdem bereits 37 Staaten die ACTA-Erklärung unterschrieben haben ist durchgesickert, dass es bereits neue Gerüchte um Geheimverträge gibt.

So soll die Trans-Pacific-Partnership den Urheberrechten einen noch besseren Schutz bieten. Die Geheimverhandlungen seien laut einem Bericht von Ars Technica bereits in vollem Gange. Beinhalten soll die TPP unter anderem Urheberrecht, Markenschutz und Patente.

Entgegen ACTA soll sich TPP weit über US-amerikanisches Recht erheben und alle Einschränkungen aufweisen, die bei ACTA nicht teil der Vereinbarung sind. Bis jetzt handelt es sich allerdings nur um Gerüchte.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Vertrag, Urheberrecht, ACTA, TPP
Quelle: business.chip.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2012 17:29 Uhr von Borgir
 
+60 | -1
 
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So langsam aber sicher lebt man nicht mehr in einer freien Welt und die Horror-Vorstellungen von so manchem Film der um die Zukunft in Fesseln geht wird mehr als nur wahr.
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02.02.2012 18:00 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+63 | -1
 
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Das wäre das Ende von Web 2.0 !!! Die Medien haben - und das sollte deren Funktion in einer Demokratie sein - die Aufgabe, die Mächtigen zu überwachen und, wenn nötig, an den mediellen Pranger zu stellen. Dabei müssen sie noch nicht einmal "unabhängig" oder gar "überparteilich" sein. Wer zu einer Zeitung greift weiß i.d.R., welchem pol. Lager diese Zeitung zugetan ist. (Für`s Fernsehen und für`s Radio gilt ähnliches)

- Klingt gut, hatte bislang aber immer einen großen Haken: Wenn die Medien die Mächtigen überwachen, wer überwacht dann die Medien? Die Medien untereinander? Nein, die Praxis hat gezeigt, dass eine Krähe der anderen kein Auge auskratzt. Seit einigen (wenigen) Jahren gibt es aber einen Lichtblick: Das Web 2.0. Seitdem ist es dem Einzelnen möglich, falsche medielle Berichterstattung zu entlarfen und an Pranger wie Youtube, Wiki-(pedia/leaks), Facebook, Twitter, ShortNews, diverse Blogs.... zu stellen. Eine Zensur des Web 2.0 fand, so ist mein Eindruck, nicht oder nur eingeschränkt statt.

Damit ist das Web 2.0 freilich eine große Gefahr, wenn`s um`s Machtausüben geht: Web 2.0 sei Dank, konnten Machthabende in Nordafrika reihenweise abgesägt werden. Web 2.0 sei Dank, ist es auch hierzulande einfacher geworden, sich zu versammeln und gegen Machthabende zu demonstrieren (s. Occupy).

Es geht bei den Gesetzesvorhaben um nichts geringeres als einen massiven Einschnitt ins Grundgesetz:
Das GG garantiert uns:
- Versammlungsfreiheit
- Demonstrationsfreiheit
- Zensur findet nicht statt.

Allerdings werden Demonstrationen zukünftig (und bereits gegenwärtig) organisierter, größer, damit intensiver und vor allem: gefährlicher.
Damit kann Staat und Regierung nicht umgehen. Das Ganze hat eine Dimension angenommen, die man bei der Erstausgabe der GG nicht im Entferntesten angenommen hätte.

Was hat ACTA und Co. nun mit dem Web 2.0 zu tun? Ganz einfach: Wenn ich ein Urlaubsvideo drehe und diesen mit Musik untermale (oder durch Zufall das Radio läuft) habe ich bereits gegen ACTA verstoßen. Wann immer Machthabenden etwas unangenehm ist, wird ein scheinheiliger Verstoß "gefunden".

Damit hätte zum einen das Web 2.0 seinen eigentlichen Wert verloren
zum anderen hätte darüber hinaus aber noch eine wesentliche Institution ihrer Wert verloren: Das Grundgesetz.

Dies ist nicht Amerika. Peace out

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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02.02.2012 19:27 Uhr von magnificus
 
+3 | -1
 
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Ich kann nur hoffen: dass die, welche sich besser auskennen im Net und der Materie mehr abverlangen können als ich, sich darum kümmern und das freiheitliche Grundprinzip des Internet schützen und verteidigen.
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02.02.2012 19:31 Uhr von silent_warior
 
+10 | -1
 
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@ magnificus: Wenn du wenigstens etwas machen möchtest, dann trage dich hier ein:
http://www.avaaz.org/...

oder schau dir meinen Beitrag an:
http://www.shortnews.de/...
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02.02.2012 19:57 Uhr von magnificus
 
+5 | -1
 
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Erledigt :)
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02.02.2012 20:26 Uhr von Lenzilein009
 
+5 | -1
 
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Dreckspack!
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02.02.2012 20:51 Uhr von Ich_denke_erst
 
+2 | -18
 
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02.02.2012 21:04 Uhr von Slaydom
 
+12 | -0
 
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@ich_denke_erst: dafür braucht es aber keine Industriellen Gesetze mit Überwachungsstatus.
Gegen Urheberrechtsverletzungen kann man heute genug machen, da braucht es solche Nazimethoden nicht.
Es bleibt auch nicht bei Online Sachen auch in der Offline welt wird man betroffen sein, du darfst theoretisch dir nicht mal mehr ein Buch von einem Freund leihen ohne das du was illegales machst.
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02.02.2012 21:17 Uhr von neminem
 
+7 | -0
 
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@silent_warior: hab gerade unterschrieben! :)
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02.02.2012 21:54 Uhr von Neutrum
 
+3 | -0
 
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Ich hoffe einfach: wir wehren und endlich mal gegen die handvoll Teufel die uns klein halten. Zumindest irgentwann...
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03.02.2012 04:13 Uhr von silent_warior
 
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@ Drachenmagier: Ich gehe da auch nicht ran ohne vorher zu überlegen und so gut es geht zu prüfen was da los ist.

Avaaz ist auch nicht staatlich und da stehen auch verschiedene Interessengruppen dahinter, aber nenne mir mal eine Alternative Bewegung die sich für die Leute einsetzt.

http://de.wikipedia.org/...

Hast du Angst dass deine Daten missbraucht werden?
Dann mach bei der Petition nicht mit.

Hast du Angst dass eine andere nicht staatliche Organisation dich überwacht?
Dann tu was.


Fakt ist doch dass es vielen Politikern egal ist wie über sehr wichtige Fragen abgestimmt wird, scheinbar haben die (teilweise recht alten Leute mit sicherem Job) keine Vorstellung davon was sie da unterschreiben.

Wenn du bei Avaaz.org eine e-Mail Adresse, Namen und Postleitzahl angibst müssen diese Daten an bestimmte Stellen weiter geleitet werden um damit Druck auszuüben.


Ich sehe das so:
Wenn dieses Gesetz so durchgesetzt wird durchläuft der Datenstrom (Internet + VoiceOverIP) durch einen Filter der deinen gesamten Internetverkehr auf vermeintliche Filme, Musik, Bilder (und was man sonst alles rechtlich verwerten kann) überprüft.

Scheinbar haben die sich auch etwas ausgedacht um das verschlüsseln des Datenstroms unter Strafe zu stellen.

Das Problem hierbei ist einfach dass nicht nur nach solchen Daten gesucht werden.
Theoretisch ist es gut wenn man mit der dann vorhandenen Technik auch Leute dran bekommt die Kinderpornos per Mail tauschen oder andere kriminelle Dinge tun. (das würden 99.9999% der deutschen auch unterstützen)

Doof nur dass die Politik dem leicht dummen Bürger nichts davon sagt und lieber die Formulierungen in dem ACTA-Text sehr allumfassend formulierenj.
Durch so ein Handeln schaffen die Politiker Misstrauen in der Bevölkerung und letztendlich verlieren diese auch den Halt und die Unterstützung.

Wenn man mit den Leuten ehrlich ist kann man auch auf sie zählen.
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03.02.2012 08:16 Uhr von freaked
 
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So langsam aber sicher? Wir haben noch nie in einer freien Welt geliebt, erst recht nicht in der Neuzeit.
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03.02.2012 13:32 Uhr von Schwertträger
 
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In dem Moment, wo man seine privaten Emails nicht mehr verschlüsseln darf, sind das Briefgeheimnis und ein paar andere Grundrechte zum Teufel.

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