Sanktionen lassen den iranischen Rial um die Hälfte einstürzen
Durch die beschlossenen EU-Sanktionen sind große Löcher im iranischen Staatshaushalt entstanden. Dieser massive Kursverfall der iranischen Währung hat dazu geführt, dass viele Iraner ihre Ersparnisse in US-Dollar oder Gold umgetauscht haben, weil sie ihrer eigenen Währung nicht mehr trauen.
Unter dem nun entstandenen Druck von außen gegen den Iran hat sich Präsident Mahmud Ahmadinedschad dazu entschlossen, die Verhandlungen zum Thema Atomstreit mit den westlichen Regierungen wieder voranzutreiben. Dabei macht er dem Westen den Vorwurf, die Verhandlungen zu verzögern.
Iran-Experten wie Shahram Chubin bezweifeln aber, dass die neuerlichen Sanktionen das Atomprogramm beeinflussen oder Irans-Führung zum Einlenken gegenüber dem Westen bewegen können. Zurzeit hat der Iran es schwer, die Devisen aus dem Ölgeschäft in seinen Binnenmarkt einzubringen.