Leichenwachs ist Ursache für guten Erhaltungszustand von fossilen Wirbeltieren
Die in einem stillgelegten hessischen Tagebau bei Darmstadt gefundenen fossilen Wirbeltiere sind vor 47 Millionen Jahren nicht schnell genug von Bakterien zersetzt worden. Dafür verantwortlich ist das Leichenwachs der Tiere.
Diese Fettschicht konnte unter sauerstofffreien Bedingungen am Boden des Messel-Sees von Mikroorganismen nicht abgebaut werden. Das erklärt, warum in der zum Weltkulturerbe zählenden Grube die Wirbeltierskelette so gut erhalten sind.
Dies fanden Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung zusammen mit Paläontologen aus Rheinland-Pfalz heraus. Dazu untersuchten sie die gut konservierte Echse Geiseltaliellus maarius.