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01.02.12 13:57 Uhr
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Tote Chantal (11) - Beamtin aus Jugendamt nach Razzia entlassen

Die Chefin des Hamburger Jugendamtes, Pia Wolters, wurde nun von ihrem Dienst freigestellt. Das Jugendamt zieht damit Konsequenzen aus dem Tod der elfjährigen Chantal, die aufgrund einer Überdosis Methadon aus dem Leben schied (ShortNews berichtete).

Vorausgegangen war eine Durchsuchung in den Büros des Jugendamtes. Ermittelt wird auch, ob eine Verletzung der Fürsorgepflicht bestand.

Wolters, die etwa 5.500 Euro pro Monat verdiente, ist gegen ein Ausscheiden aus ihrem Beruf: "Ich bin Beamtin und bleibe Beamtin", sagte die 56-jährige.


WebReporter: nightfly85
Rubrik:   Brennpunkte / Todesfälle
Schlagworte: Tote, Razzia, Jugendamt, Suspendierung
Quelle: www.bild.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Natürlich will sie das. Sie rechnete aber nicht damit, dass sie das viele Geld nicht einfach so verdient, sondern weil sie eine gewisse Verantwortung hat. Und dieser Verantwortung ist die Dame nicht nachgekommen.
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Der Verantwortung nicht nachgekommen.   
 
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01.02.2012 14:03 Uhr von Hexenmeisterchen
Und das augenscheinlich nicht nur einmal.
Kommentar ansehen Dumme Kuh...   
 
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01.02.2012 14:03 Uhr von Wompatz
...hoffentlich erhält sie (mind.) eine Bewährungsstrafe von 2 Jahren, dann würde sie nämlich aus dem Beamtendienst entlassen und die Pension wäre futsch...

Diese Menschen verstehen einfach nicht, dass grade beim Jugendamt mehr Verantwortung (vorallem den Kinden gegenüber) dahintersteckt...gebt denen meinetwegen mehr Geld, aber dann sollen sie Ihre schei*** Arbeit entlich gewissenhafter machen!!!
Kommentar ansehen die einstellung   
 
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01.02.2012 14:12 Uhr von Seridur
sagt doch schon alles aus. es gibt sicher viele situationen in denen fehlentscheidungen gefaellt werden, und keiner von uns koennte da einen tadellosen job machen.
viel erschreckender ist die aufgewiesende gleichgueltigkeit, nicht nur dieser speziellen beamtin als auch der gesamten scheiss behoerde.
man kann nur hoffen, dass anderen kindern in aehnlichen situationen nun geholfen wird, weil mal fuer ein paar wochen alle besonders gut aufs jugendamt achten.
Kommentar ansehen Die "Karriere" ....   
 
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02.02.2012 19:45 Uhr von Chorkrin
.. der Pia Wolters (56, keine Kinder) und die schützende Hand von Bezirksamtsleiter Markus Schreiber:

Ihre Behördenlaufbahn begann Pia Wolters im Wandsbeker Rechtsamt. Es folgte eine Zeit für die Sozialbehörde in Bonn, bevor sie 1997 das Jugendamt Bergedorf übernahm.

Im Juli 2004 starb Michelle (2) völlig verwahrlost in der Wohnung ihrer Eltern im Hamburger Stadtteil Lohbrügge. Das Martyrium des kleinen Mädchens und seiner fünf Geschwister: Sie wurden in ihrem Zimmer eingesperrt, mussten ihre Notdurft auf dem Boden verrichten. Die Wände waren von Schimmelpilz befallen. Die Kinder konnten kaum sprechen, kannten weder Dusche noch Zahnbürste.
Die Familie war vom Jugendamt betreut worden. Damalige Leiterin der zuständigen Behörde in Hamburg-Bergedorf: Pia Wolters. Nach Kritik an ihrer Person, teilweise von den eigenen Kollegen, wurde sie lediglich zum Jugendamt des Hamburger Bezirks Mitte versetzt.

Im März 2009 wurde Lara-Mia (9 Monate) tot in einer Wohnung im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg gefunden. Sie war verhungert. Das abgemagerte Kind (4,8 Kilogramm statt der normalen ca. 10 kg) lag auf einer völlig verdreckten Matratze. Die Obduktion ergab eine deutliche Unterernährung, die genaue Todesursache konnte jedoch nie vollständig geklärt werden. Die Familie war vom Jugendamt des Hamburger Bezirks Mitte betreut worden. Chefin: Pia Wolters. Aber auch nach massiver Kritik blieb die 56-Jährige unter der schützenden Hand von Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD), der sich damals hinter sie stellte, auf ihrem Posten.

Am 16. Januar 2012 starb Chantal (11) an einer Methadon-Vergiftung in der Wohnung ihrer Pflegefamilie in Hamburg-Wilhelmsburg. Ihre Pflegeeltern Wolfgang A. (51) und Sylvia L. (47) waren bekanntermassen drogenabhängig und kriminell. In der 4-Zimmer-Wohnung lebten sechs Menschen und drei Hunde, Chantal hatte nicht mal ein eigenes Bett.
Die verantwortliche Jugendamts-Chefin: Pia Wolters.
Später, im Jugendhilfeausschuss des Bezirks Hamburg-Mitte wird sie sogar zugeben alles gewusst zu haben, aber sie versucht sich herauszuwinden: Ja, sagte sie da, Chantal, die bei methadonsubstituierten Pflegeeltern mit krimineller Vergangenheit lebte, hatte kein eigenes Bett - aber jenes, das sie mit ihrer Pflegeschwester teilte, sei "breit genug" gewesen. Und ob eine Wohnung "vermüllt" sei, wie die gerufene Polizei es nannte, das sei doch "Frage des persönlichen Empfindens".......

Erst jetzt und nach massivem Druck auch aus politischen Reihen, massgeblich durch Sozialsenator Detlef Scheele (55, SPD) , entschied sich Bezirksamtsleiter Markus Schreiber sie vom Dienst zu entbinden, aber nicht zu entlassen. So soll ausgerechnet Wolters jetzt nur noch für die Ermittlung und Aufarbeitung des Falls Chantal zuständig sein.

Pia Wolters (Besoldungsstufe A?15, ca. 5500 Euro/Monat), die unter Kollegen angeblich auch als "Roter Drache" bekannt war, hatte bei ihrer Anhörung zu den gegen sie engeleiteten Ermittlungen wegen Verletzung der Fürsorgepflicht vor dem Hamburger Staatsenat nur eins zu sagen: "Ich bin Beamtin und ich bleibe Beamtin."

Eine Erklärung wie sie und ihrer vier Mitarbeiter, darunter 2 Amtvormunde, solche gravierenden Zustände jahrelang übersehen konnten und warum man nicht auf massive Hinweise von Nachbarn (die als Mobbing abgetan wurden) und Lehrern reagierte blieb sie schuldig.

Dagegen liefert Bezirksamtsleiter Markus Schreiber zwar eine Erklärung warum Pia Wolters überhaupt solange auf ihrem Posten bleiben konnte, doch diese fällt mehr als kläglich aus: Er habe versucht, Wolters loszuwerden – aber „keinen neuen Posten“ für sie gefunden.
Warum setzte Schreiber Wolters wirklich nicht schon 2009 ab. Damals, beim Tod von Lara Mia, hatte das Jugendamt Hamburg-Mitte die "Kontrolle des Kindeswohls" aus dem Hilfeplan gestrichen, die Betreuung halbiert ... auf Weisung von Pia Wolters. Und Schreiber stellte sich nach Lara Mias Tod demonstrativ hinter das Amt .... keine Spur von Kritik oder "loswerden wollen". Nun aber, da sein eigener Job in Gefahr ist, ist eine Absetzung von Wolters plötzlich kein Problem mehr.

[ nachträglich editiert von Chorkrin ]
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03.02.2012 18:35 Uhr von Geffrey
Hey Leute, die Recherche des Falles ist noch nicht mal abgeschlossen...dass die Jugendamtsleiterin entlassen wurde bedeutet nicht automatisch, dass Sie im vorliegenden Fall die Schuld bzw. die Hauptschuld trägt. Es gibt noch viele Fragen und Unklarheiten die zurzeit untersucht werden. Bis zur vollständigen Klärung des Sachverhaltes finde ich ein voreiliges Urteil zur Person Wolters absolut unqualifiziert.
Kommentar ansehen @ Geffrey   
 
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03.02.2012 20:00 Uhr von Chorkrin
ah, du hast mir das minus gegeben, obwohl ich nur bisher erwiesene Fakten und Aussagen von Frau Wolters aufgezählt habe ... in meinem Kommentar war nirgendwo ein Urteil enthalten. Wenn also schon die wenigen bisher erwiesenen Fakten für dich wie eine Verurteilung klingen, dann möchte ich nicht wissen wie vernichtend das wirkliche Urteil wird.
Kommentar ansehen @ Geffrey 2.   
 
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03.02.2012 20:14 Uhr von Chorkrin
Und dabei erwähne ich nicht mal den Tod der 16jährigen Morsal aus Hamburg-Mitte im Jahr 2008, bei der Frau Wolters trotz zahlreicher Warnungen und Hinweise aus Schule und dem Kreis der Nachbarn nicht reagierte, in denen alamierend berichtet wurde, das Morsal von ihrer Familie geschlagen und gequält wird .... auf Betreiben von Frau Wolters, die alle Warnungen in den Wind schlug, wurde das solange vom Jugendamt ignoriert bis Morsal von ihrem Bruder auf einem Hinterhof erstochen wurde. Auch damals viel die Rechtfertigung von Frau Wolters knapp aus: „Eine Gefährdung für Morsals Leben lag nicht vor.“

Recherchiert mal über die gute Frau Wolters, auch über Fälle die nicht mit einen toten Mödchen endeten sondern noch "glimpflich" abliefen ... sowas sind nicht alles unglückliche Zufälle ...
Kommentar ansehen War ein Versehen?   
 
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03.02.2012 20:17 Uhr von Geffrey
Sorry, wollte eigentlich einen anderen Beitrag bewerten...
Kommentar ansehen keine bundesweite Kinderschutzstandards   
 
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03.02.2012 20:32 Uhr von Geffrey
... nicht Frau Wolters bearbeitet einen Fall, sondern die fallzuständige Fachkraft. Ich denke aber auch, es sind nicht nur die Fallzuständige die schuldig sind, sondern, dass es keine bundesweite Standards bzgl. des Kinderschutzes gibt...das ist vielleicht das eigentliche Probleme. Und dann noch eine andere Frage: Warum ist das eigentlich so?
Kommentar ansehen @ Geffrey   
 
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03.02.2012 20:42 Uhr von Chorkrin
Die bisherigen Fakten belegen eindeutig das Frau Wolters in ihrer Funktion als Jugendamts-Chefin von allen Vorgängen gewusst und letztendlich die letze Verantwortung getragen hat. Zudem bezeugen die Beweise das sie mehrfach selbst zum schlechteren in die Betreuung der Kinder auf oft nicht nachvollziehbare Weise eingegriffen hat. Im Fall von Lara-Mia 2009 war sie es selbst die die "Kontrolle des Kindeswohls" aus dem Hilfeplan strich und die Betreuung halbierte, obwohl alamierende Hinweise vorlagen, die ihr auch zur Kenntnis gelangten.
Auch im Fall der 16jährigen Morsal 2008 griff Wolters direkt ein, zum Teil mit klaren Weisungen die Meldungen über die Situation von Morsal zu irgnorieren, da es sich dabei nur um "rassistische Anfeindungen" handeln würde.
Bei Chantal 2012 war Frau Wolters eindeutig über die Situation informiert und ihre Untergebenen mussten sich Maßnahmen von ihr Absegenen lassen, genauso wie sie Maßnahmen anordnen konnte, was sie in Anbetracht der Situation als letztendlich Hauptverantwortliche auch hätte tun müssen, stattdessen spielt sie alles wieder nur herunter.

[ nachträglich editiert von Chorkrin ]
Kommentar ansehen z.B. Berliner Standards   
 
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03.02.2012 21:13 Uhr von Geffrey
..das hört sich wie Insider-Wissen an ;-) Trotzdem, hätte es damals schon bundesweite Kinderschutz-Standards geben, hätte sich Fr. W. ebenfalls daran halten müssen. Zum Beispiel gibt es in Berlin eine andere Eignungsfeststellung für Pflegefamilien! Die Ansage v. Hamburger Sozialsenator, dass jetzt alle Pflegeeltern ein erweitertes Führungszeugnis und ein Gesundheitszeugnis (inkl. Drogentest) vorlegen müssen, hat Berlin schon seit längerem.

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