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"Jobwunder" getragen von Billiglöhnen und unsicherer Beschäftigung

Deutschlands Arbeitsmarkt geht es trotz Weltfinanzkrise, Wachstumseinbruch und Euro-Schuldenkrise scheinbar bestens. Mit 41 Millionen Erwerbstätigen arbeiten so viele Menschen wie noch nie und mit einer Arbeitslosenquote in 2010 von 7,7 Prozent war man auf dem niedrigsten Stand seit 1992.

Doch Wachstum gibt es vor allem beim Niedriglohnsektor. Dieser wuchs dreimal so schnell wie der oberhalb der Niedriglohnschwelle. So stieg die Zahl von Billiglöhnern seit 2005 auf 4,278 Millionen an. 2010 ist jeder fünfte Beschäftigte im Niedriglohnsektor tätig, Tendenz steigend.

Die Leiharbeit ist auf 900.000 Beschäftigte angestiegen, in der drei Viertel zum Niedriglohn arbeiten. Vor allem Frauen seien die Leidtragenden. Trotz hoher Erwerbsneigung und guter Qualifikation werden sie in den Niedriglohnsektor gedrängt. Experten sprechen hier von "verschwendeten Ressourcen".


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Eurokrise, Beschäftigung, Niedriglohn, Jobwunder
Quelle: www.fr-online.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.02.2012 11:28 Uhr von masteroftheuniverse
 
+36 | -2
 
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immer diese schwarzmalerei um mal unseren ex-kanzler, der ja auch mit einem wunderbaren zitat in der quelle erwähnt ist, zu zitieren:
"sozial ist was arbeit schafft"

ist das eigentlich die offizielle vorstufe zu "arbeit macht frei"??
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01.02.2012 11:41 Uhr von Kodiak82
 
+26 | -0
 
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Und bald hört man wieder:

Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer.
Ich mag Verschwörungstheorien nicht, aber irgendwie passt das Schema der NWO ziemlich angsteinflössend zu den aktuellen Ereignissen.

Bald ist es eine breite 99% Masse die schuftet ohne Ende und 1% die jenseits der normalen Bevölkerung lebt und lacht.
Ein orwellscher Alptraum eben...
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01.02.2012 12:17 Uhr von CrazyCatD
 
+13 | -0
 
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Vielen Dank auch an alle Mitwirkenden :-/: Dieses Konzept wurde ja nun wirklich super umgesetzt.
-Wer Zynismus findet darf ihn behalten-

In Deutschland wurde mit der Umsetzung des Hartz-Konzeptes die Entstehung des Niedriglohnsektor gefördert. Auf dem World Economic Forum in Davos am 28. Januar 2005, äußerte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder:

„Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Ich rate allen, die sich damit beschäftigen, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen, und nicht nur mit den Berichten über die Gegebenheiten. Deutschland neigt dazu, sein Licht unter den Scheffel zu stellen, obwohl es das Falscheste ist, was man eigentlich tun kann. Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.“
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01.02.2012 13:06 Uhr von Bruno2.0
 
+11 | -1
 
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Ich: Finde es ja witzig das Leiharbeiter unter Tarif bzw. unter dem bezahlt werden was die normale Belegschaft erhält mMn. müssten die deutlich mehr verdienen als die Stammbelegschaft denn das was damit getrieben wird ist Ausbeutung MB. ect. machen da ja auch schön mit...

Achja wann kommt wieder der Spruch mit Fachkräftemangel ich warte noch.
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01.02.2012 14:11 Uhr von sv3nni
 
+2 | -2
 
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news? is doch logisch dass wie nur dadurch "wettbewerbsfähig" sind
mit nem vernünftigen gehalt wär das nicht drin
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01.02.2012 14:12 Uhr von tobe2006
 
+6 | -0
 
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pff: wer hat da wirklich was anderes vermutet?!?

einfach nur zum kotzen was da getrieben wird!
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01.02.2012 19:01 Uhr von internetdestroyer
 
+4 | -0
 
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Und trotzdem: wählen die Deutschen alle 4 Jahre ihre "Volksparteien"!
Also nicht Jammern, man ist dafür selbst verantwortlich
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02.02.2012 10:49 Uhr von Marco Werner
 
+0 | -0
 
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@Internetdestroyer: Wie schon eins ein kluger Kopf sagte: "Wenn Wahlen wirklich etwas verändern würden,wären sie verboten!". Wann hat sich denn jemals nach eine Wahl wirklich etwas grundlegendes geändert ? Auch klassische "Revoluzzer-Parteien" wie die Grünen haben sich inzwischen in die Parteienlandschaft eingefügt und haben keinerlei Intention mehr,wirklich irgendwas zu ändern. Und Parteien,die diese Intention wirklich noch haben, werden generalstabsmäßig vom Verfassungsschutz unterwandert,damit die passenden Gegenmaßnahmen durch die "Volksparteien" eingeleitet werden können. Schau dir nur mal die Nachrichten an: Je unzufriedener die Bevölkerung wird,umso mehr Zulauf politisch abseits stehende Parteien wie die NPD oder die Linken. Und umso mehr tun die "Volksparteien" auch dafür,daß diese Parteien in der Öffentlichkeit wieder möglichst schlecht dastehen. Bei der NPD geht das ja nun schon jahrelang so,bei den Linken wieder verstärkt in den letzten Wochen.

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