Kapitalmärkte schreiben Portugal ab - Zins steigt auf 23 Prozent
Der Schuldenschnitt mit Griechenland ist noch nicht in trockenen Tüchern, da kippt bereits das nächste Land. Die Finanzmärkte haben Portugal abgeschrieben. Das Land kann sich über Staatsanleihen am Markt nicht mehr finanzieren, da die Investoren aus den Anleihenpapieren regelrecht fliehen.
Da die Anleger das Vertrauen in portugiesische Anleihen komplett verloren haben, schnellte der Zins für fünfjährige Anleihen auf 23 Prozent hoch. Das ist der höchste Stand seit der Euro eingeführt wurde. Für zehnjährige Anleihen muss Portugal derzeit noch 17 Prozent bezahlen.
Portugal wird aber derzeit ohnehin nur über den Rettungsfonds EFSF finanziert. Die Europäische Zentralbank wolle weitere Anleihen aufkaufen, hieß es am Markt. Laut einer Studie des Kieler Institut für Weltwirtschaft IfW sei ein Schuldenschnitt nach dem Muster von Griechenland unausweichlich.