31.01.12 17:52 Uhr
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ACTA: Bundesweite Proteste geplant

In den letzten Tagen konnte man von heftigen Protesten gegen ACTA aus Frankreich und Polen hören. Nun planen viele Internetuser einen Protest in Deutschland.

Am 11. Februar soll in allen Großstädten in Europa eine Anti-ACTA Demonstration stattfinden. Darunter zahlreiche in Deutschland.

Das "Anti-Counterfeiting Trade Agreement" besagt, dass jeder Provider für die Inhalte von Usern haftbar gemacht werden kann. Des Weiteren wird ein Internetfilter befürchtet.


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WebReporter: wwewrestling
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Frankreich, Protest, Polen, Provider, ACTA
Quelle: www.netzwelt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.01.2012 17:52 Uhr von wwewrestling
 
+4 | -1
 
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In den paar Stunden hat sich einiges getan!
Unter http://www.facebook.com/...

Kann man nachschauen ob in der nähe ein Protest stattfindet.
Für München haben sich schon übe er 800 Menschen angemeldet.
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31.01.2012 18:09 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+8 | -0
 
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Immateriale Güter kann man zwar für sich geltend machen, indem man sich als Schöpfer dieser Güter ein kulturelles Denkmal setzt: Wer an Faust. Eine Tradödie. denkt, denkt auch an seinen Schöpfer, Johann Wolfgang von Goethe. Ähnliches gilt für die 5. Sinfonie und Beethoven. "Besitzen" kann man sie nicht. Insofern sind Trademarks nichts weiter als unnatürliche, absourde Konstrukte.

Recht einleuchtend sollte jedem sein, dass kein Mensch Eigentümer von Genen - sei es von Tieren, Pflanzen oder gar Menschen - sein kann, was aber nicht bedeutet, dass es nicht durchaus auch Menschen gibt, die das infrage stellen (Stichwort: Biopatente). Die (natürliche) Schöpfung gehört allen Menschen.

Jetzt gilt es meiner Meinung nach, folgenden Brückenschlag von den Tieren und Pflanzen zu SOPA oder ACTA (oder wie auch immer sich all diese fiesen Dinge schimpfen mögen) zu schlagen:

1. Den Gencode von Tieren und Pflanzen kann man nicht "besitzen" - und sich deshalb auch nicht patentieren lassen.

2. Das kulturelle Pendant zu den organischen Genen heißen Meme. http://de.wikipedia.org/ (HÖCHST INTERESSANT!)

3. Kulturelle Evolution unterliegt denselben Gesetzmäßigkeiten wie biologische Evolution: Selektion, Mutation und vor allem: Vererbung.

4. Meme kann man nicht "besitzen", da sie Bestandteil des allgemeinen Kulturschatzes sind. Lieder, Filme, Texte..., die uninteressant sind, versinken in die Vergessenheit (Selektion). Gefällt den Menschen z.B. ein Lied, wird es kopiert, z.B. über FileSharing, Megaupload & Co. (Vererbung). Und wenn jemand ein Urlaubsvideo dreht, dies mit Musik unterlegt (es also gewissermaßen verändert) und bei Youtube reinstellt, könnte man im übertragenen Sinne von Mutation (oder Variation) sprechen.

Bleibt die Frage, warum man denn keine Meme "besitzen" kann. Hierzu ein Beispiel: Jedes "neu" komponierte Lied (könnte im Sinne der Memetik als Mem bezeichnet werden), das veröffentlicht wird ist das Ergebnis einer Variation bzw. Rekombination bereits vorhandener Meme. Niemand dürfte mehr Beatmusik herausbringen, weil man sich dabei am kulturellen Erbe der Beatles bedienen würde.

Wann IMMER irgendetwas "neu" ist, ist es entweder eine Variation oder eine Rekombination von bereits Bekanntem. Wäre etwas in jeglicher Weise "neu", dürfte es keine Form, keine Farbe, keinen Klang und keinen Geruch haben, es dürfte ja noch nicht einmal einen Schatten werfen.

Gesetze dieser Art legen dem Menschen Fesseln von ungekanntem Ausmaß an. Dies gilt es mit aller Macht zu bekämpfen.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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31.01.2012 18:20 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+2 | -0
 
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Analogie zwischen der kulturellen und der: biologischen Evolution. Kann man diese Analogie überhaupt bilden?

Zur Analogie ist folgendes anzumerken: Wenn zwei Strukturen, Institutionen oder Lebewesen einen völlig unterschiedlichen Ursprung haben, sich aber dennoch in puncto Funktion ähneln, spricht man von Analogie. Sie tritt häufig dann auf, wenn sich das, was unterschiedlichen Ursprungs ist, an die gleichen Bedingungen im selben Biotop anpassen musste.

Umgekehrt ist es, wenn zwei Dinge gleichen Ursprungs sind, sich aber ihre Funktion auf Grund vorangeschrittener Parallelevolution völlig voneinander unterscheidet. Man spricht dann von Homologie. Bsp.: Fledermäuse und Wale haben den gleichen biologischen Vorfahren. Da aber beide in völlig unterschiedlichen Lebensräumen leben, unterscheiden sie sich massiv voneinander.

Die kleinste Einheit in der kulturellen Evolution ist das Mem., das im Grunde nichts anderes ist als eine Idee, ein Gedanke, dessen Ursprungsort demzufolge das menschliche Gehirn ist, dessen Struktur und Funktionsweise seinerseits ein Ergebnis der biologischen Evolution ist. Kulturelle Evolution ist also folgerichtig an die biologische Evolution anzuknüpfen. Kulturelle Evolution findet in der menschlichen Kultur statt, während man bei anderen Lebewesen, etwa den Ameisen, davon ausgehen muss, dass sich die Vorgehensweise bei der Konstruktion des Ameisenbaus in den 130 Millionen Jahren ihrer Existenz nicht großartig verändert haben sollte.

Das der Mensch also in der Lage ist, dank seines Gehirns seine eigene Kultur zu verändern und weiterzuentwickeln, liegt die folgerichtige Weiterführung der biologischen Evolutionslehre in der kulturellen Evolutionslehre.

Die größte Schwierigkeit in der Analogienbildung zwischen beiden Disziplinen liegt, so scheint es, in der Maßeinheit: Während die kleinste Einheit der biologischen Evolution mit dem Gen eindeutig zu benennen ist, fällt dies bei der kulturellen Evolution merklich schwerer aus: Es ist schlicht und ergreifend unmöglich und liegt im individuellen Auge des Betrachters. Hierzu ein Beispiel: Das Satz: „Du sollst nicht töten!“ ist ein Leitgedanke bzw. eine Idee, die dazu verhilft, ein Zusammenleben zwischen Menschen auf einen Nenner zu bringen und somit erst zu ermöglichen. In diesem Fall spricht man von einem Mem. Treffen mehrere Meme zusammen, die sich untereinander mehr oder weniger gut ergänzen, spricht man von einem Memplex. Der Satz: „Du sollst nicht töten!“ wäre demzufolge ein Mem innerhalb des Memplexes „Christentum“. Sowohl die Idee, die hinter dem Satz „Du sollst nicht töten!“ steckt, als auch das gesamte Christentum, dargestellt durch das System Kirche, unterliegt einem ständigen Wandel, bedingt durch die notwendige Anpassung an eine sich ständig ändernde Umwelt, kurz: Kulturelle Evolution. Beispiele dieser Art lassen sich zu Hauf finden – etwa bei Wirtschaftsunternehmen, Staaten, Bündnissen zwischen Staaten – schlicht bei allen Institutionen und Organisationen, die eine memetische Bürde zu tragen haben. Die Frage, inwieweit es Sinn macht, Memplexe in kleine oder noch kleinere Meme zu zerlegen, bzw. die Frage nach der zu wählenden Größeneinheit der Meme, hängt grundsätzlich von der jeweiligen Forschungsfrage ab.
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31.01.2012 18:23 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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Achja. Die Frage lautete: Kann man diese Analogie zwischen der kuturellen und der biologischen Evolution überhaupt bilden?

Mindestens! Evtl. (da bin ich mir aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz sicher) kann man sogar noch einen Schritt weiter gehen und von Homoiologie sprechen. Das bedeutet, dass 2 Meme oder Gene SOWOHL gleichen Ursprungs sind, als auch eine gleiche (oder ähnliche) Funktion(-sweise) aufweisen. Homoiologie ist eine Zusammensetzung aus den Begriffen Analogie und Homologie.
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31.01.2012 18:42 Uhr von dziobol
 
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unbedingt hier bei der petition mitmachen!!!! jedem sollte bewusst sein das ACTA katastrophale folgen haben kann! man muss einfach dagegen sein! jeder ist betroffen!

http://www.avaaz.org/...
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31.01.2012 19:16 Uhr von Götterspötter
 
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Ich muss bis Nürnberg fahren Hier mal eine kleine Aufstellung worum es bei ACTA geht und warum man nicht dafür sein DARF !!

---> http://business.chip.de/...

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