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Christian Wulff weiter unter Druck: "Wir haben jetzt einen Pinocchio im Präsidialamt"

Bundespräsident Christian Wulff weilt derzeit mit Gattin Bettina im Winterurlaub, doch die Diskussion um seine Kreditaffäre reißt nicht ab.

Die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bezeichnete Wulff inzwischen als Lügner und sagte sein Verhalten sei "peinlich": "Wir haben jetzt doch einen Pinocchio offensichtlich im Bundespräsidialamt."

Auch Wulffs Nachfolger in Niedersachsen, Ministerpräsident David McAllister (CDU), fühlt sich inzwischen von dem Bundespräsidenten belogen, der scheinbar in der Affäre um seinen ehemaligen Sprecher gelogen hatte.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Druck, Affäre, Christian Wulff, Diskussion, Pinocchio
Quelle: www.welt.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.01.2012 14:07 Uhr von sicness66
 
+3 | -3
 
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Jetzt? Stimmt Herzog, Rau und Köhler waren ehrenhafte Männer...
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31.01.2012 14:29 Uhr von Freggle82
 
+7 | -1
 
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Da Hilft nur eins: Hochkant rauswerfen und alle durch den Posten erworbenen Ansprüche (Pension, etc.) ersatzlos streichen.
Ggf. noch eine finanziell merkbare Strafe (vermögensabhängig) aufbrummen und damit einen Tropfen auf den Heißen Stein der Staatsverschuldung gießen.
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31.01.2012 14:34 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+17 | -1
 
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Wulff ist kein Mann des Volkes sondern der Industriellen und Wirtschaftsbonzen.

Als nds. Ministerpräsident gehörte er dem Aufsichtsrat der Volkswagen AG an,
er setzte sich für die Atomlobby ein, indem er sich für die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke einsetzte,
ließ sich gerne neben Wirtschaftsgrößen wie Carsten Maschmeyer (von dem lässt man sich auch gerne mal den Wahlkampf finanzieren),
Wolf-Dieter Baumgartl (dem Talanx-Aufsichtsrat von dem man sich auch gerne mal in den Urlaub einladen lässt)
oder Egon Geerkens – der auch gerne mal nen günstigen BW-Bank-Kredit für ihn aushandelt, ablichten.

Welche Gegenleistung haben Maschmeyer, Baumgartl oder Geerkens denn bekommen? Diese Frage zwängt sich einem doch förmlich auf! Ach ja richtig. Wie dumm von mir. Das sind ja alles seine Freunde. Freunde verlangen selbstverständlich keine Gegenleistungen.

Hierbei geht es um nichts geringeres als Vorteilsnahme im Amt – und den Versuch, diese zu verdunkeln.

Das alles passt wunderbar zu seinem Auftritt bei „Studio Friedman“ - dort verteidigte er die überhöhten Managergehälter in einer Rhetorik, die einen rot werden lässt.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie er 2000 gegen den damaligen Bundespräsidenten Rau wegen der Düsseldorfer Flugaffäre gewettert, dafür aber 2009 bei einem Air-Berlin-Flug gerne eine kostenlose Hochstufung in die teurere Businessklasse angenommen hat. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Der größte Witz war die ARD-Berichterstattung während der Wahl zum Bundespräsidenten.
Es gab eine heitere und freudige Stimmung in der Menschenmenge vor dem Reichstagsgebäude, nachdem es in den ersten beiden Wahlgängen nicht gelungen ist, die nötige Mehrheit für Wulff zu beschaffen. Nachdem dann nach dem 3. Durchlauf endlich klar war, dass Wulff der neue Bundespräsident werden würde, war die Stimmung in der Menschenmenge eher verhalten, so nach dem Motto: „Musste ja so kommen.“ Weil aber solch eine Stimmung nicht zu der Wirkung passte, die man bei der ARD erzeugen wollte, blendete man kurzerhand die Freudenstimmung nach einem der vorangegangenen Wahlgänge ein – und tat so, als handele es sich hierbei um eine Live-Übertragung.

Und zu guter Letzt versuchte er auch noch die Pressefreiheit von BILD und Welt am Sonntag zu unterdrücken.
Der Typ ist korrupt und verlogen – und somit eine Beleidigung für das höchste Amt, das man in Deutschland bekleiden kann.

Er hat selbst die letzte Chance, endlich mal ein wenig Größe zu zeigen und zurückzutreten, verpatzt.
Sein Fernsehauftritt (bei dem er sich auch nicht der gesamten Presselandschaft stellen wollte – sondern nur ARD und ZDF) war das reinste auf die Tränendrüse gedrücke, das man sich nur vorstellen kann. Und wie war das noch mit den 400 Fragen?

Wir brauchen keinen BP, dem es offensichtlich mehr auf den Anschein der Redlichkeit als auf die Redlichkeit selbst ankommt. Dein (von Glaeseker geprägtes) Image des ehrlichen und besonders sensiblen Politikers ist endgültig gebrochen. Hier ein Medientipp von mir: Dem Auffliegen des Kreditskandals (mit dem zu rechnen war, schließlich arbeiten Journalisten akribisch, wenn`s um Skandale geht) hätte man dem mit vorbeugender Transparenz begegnen müssen – gewissermaßen um die Attacken sanft abzufedern, ja möglicherweise sogar mediell für sich zu nutzen.

Die Glaubwürdigkeit ist dermaßen im Keller, dass er dem Amt und somit dem Land einen schweren Schaden zufügst. Die Glaubwürdigkeit der Bürger ist das wichtigste Instrument eines Bundespräsidenten. Und dies hat er jetzt endgültig fallen lassen. Joachim Gauck - ein Mann mit Persönlichkeit - hätte das Amt sicherlich mit mehr Würde führen können. Ja, selbst Köhler hatte den Anstand, zurückzutreten. Und das für eine Lappalie, wenn man den Vergleich mal anstellt.
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31.01.2012 19:50 Uhr von Alh
 
+3 | -1
 
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Again: and again:
Weg mit Wulff!!! Weg mit Wulff!!!
Ich kann diesen Lügner und Betrüger nicht mehr sehen! Pfui Teufel! Und sowas ist unser Oberhaupt, nicht zu fassen!

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