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Nach Firmen-Pleite: Anton Schlecker ist privat ebenfalls insolvent

Nachdem die Drogeriekette Schlecker Insolvenz anmelden musste, ist nun auch Firmenchef Anton Schlecker privat pleite.

Das Vermögen der Familie ist aufgebraucht: "Es ist nichts mehr da", so die Tochter, Meike Schlecker. Sie widersprach Gerüchten, dass rechtzeitig Geld zur Seite geschafft worden sei.

Alles Geld, insgesamt ein dreistelliger Millionenbetrag, sei in die Drogeriekette gesteckt worden. Nun könne man sich aber bei der Rettung nicht mehr beteiligen. Inzwischen ist eine Einigung mit den Gläubigern erzielt worden und das Unternehmen führt den Betrieb vorläufig weiter.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Pleite, Insolvenz, privat, Schlecker, Anton Schlecker
Quelle: www.focus.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.01.2012 13:33 Uhr von Conveam
 
+31 | -3
 
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Nachdem: die Familie ein solch großes Unternehmen zunächst erfolgreich nach oben gebracht habt, wird diese nun wohl kaum inkompetent sein und ihr Vermögen komplett verbraucht haben.
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30.01.2012 14:29 Uhr von John2k
 
+23 | -2
 
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Klar, es war nicht absehbar und die Schleckers werden bald Hartz4 beantragen müssen. Wer das glaub, glaubt auch den Politkern.
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30.01.2012 14:31 Uhr von no_trespassing
 
+20 | -3
 
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Irrige Vorstellungen: Wenn immer diese lächerlichen Forbes-Listen zum Aufgeilen an den Konten der Superreichen veröffentlicht werden, wird dabei fast immer übersehen, dass das Vermögen in der Firma selbst besteht und nicht liquide auf irgendwelchen Privatkonten herumliegt.

Bill Gates´ Vermögen steigt und fällt mit dem Microsoft-Aktienkurs.

Und ich kann mir schon vorstellen, dass Schlecker längst nicht mehr Milliardär ist, sondern vielleicht noch 10-20 Mio. EUR an Vermögen hat. Das ist zwar vergleichsweise immer noch eine Menge, aber es würde vermutlich nicht mal reichen, um die Schlecker-Mitarbeiter alle 1 Monat zu bezahlen.

Adolf Merckle hatte sich vor den Zug gelegt, als sein Lebenswerk Ratiopharm nicht mehr zu retten gewesen ist. Und der war von der Einstellung gegenüber Mitarbeitern immer sehr loyal und hatte viele Sympathien.
Merckle hatte sicher immer noch die ein oder andere Million, aber es ist etwas anderes, ein großes Lebenswerk mit viel Tradition zu verlieren.

Die Insolvenz von Schlecker ist für einen Unternehmer sicher ein herberer Schlag als der Verlust von einfachem Barvermögen. Deshalb sollte es mit der Genugtuung, die sich einige ständig gegenüber dem alten Schlecker verschaffen wollen langsam auch genug sein.

Apropos: Ist euch schon mal aufgefallen, dass seit der Einführung des Euros massenhaft Milliardäre im Ausland entstehen (Russland, China, Indien, aber auch viele zigfache MIllionäre in Südeuropa), aber in Deutschland einer nach dem anderen den Bach runtergeht?

- Adolf Merckle: Verlor Ratiopharm an TEVA (USA, Israel)

- Madeleine Schickedanz: Verlor KarstadtQuelle an andere Konsortien (hauptsächlich im Ausland).

- Elisabeth Schaeffler: Ließ staatliche Hilfe für den Schaeffler-Konzern anklingen.

- Anton Schlecker: Insolvent

Man sollte sich statt auf der Rumreiterei, dass es dem Mitarbeiterschinder jetzt auch endlich schlecht geht, lieber mal Gedanken machen, was für makroökonomische Entwicklungen hier in Deutschland einsetzen.

Denn das, was teilweise den Milliardären passiert, das setzt schon lange auf breiter Front quer durch den Mittelstand ein.

Oder ich nehm´s Fazit gleich vorweg: Hier in Deutschland bröckelt ganz massiv der Wohlstand. Man sollte sich mal Gedanken machen, warum das der Fall ist.
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30.01.2012 14:58 Uhr von ZeitwaechterFAKE
 
+3 | -1
 
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Warum das so ist? Ich hätte da eine Idee.
http://www.youtube.com/...
(Achtung Satire)
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30.01.2012 15:01 Uhr von maki
 
+2 | -2
 
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Ob der Anton S. unter den Umständen: seine Wölke-Sammlung günstig rausrückt?

:-D
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30.01.2012 15:30 Uhr von Bruno2.0
 
+6 | -2
 
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Wer: soll denn bitte glauben das die nichts mehr haben??

Herr S hätte Schlecker schon lange in eine GmbH verwandeln können nur wollte er die Karten nicht auf den Tisch legen...und das die sich was beiseite geschafft haben ist doch klar alleine deren Privaten Anwesen haben einen wert von 10-40Millionen da wird niemand am Hungertuch nagen müssen
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30.01.2012 15:47 Uhr von blz
 
+4 | -5
 
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Er haftet: mit seinem Privatvermögen für den Erfolg des Betriebs und trotzdem meckern hier alle. Sorry, aber sowas finde ich immernoch besser als irgendein Top Manager mit Abfindung usw.
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30.01.2012 15:48 Uhr von no_trespassing
 
+3 | -0
 
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@Bruno 2.0: Eine verschuldete Firma mit Durchgriffshaftung kann man eben nicht mal einfach in eine GmbH umwandeln.

Vorher muss das Unternehmen schuldenfrei sein. Eine GmbH kann man mit Stammkapital gründen, aber bei einer Gründung hat das Unternehmen üblicherweise auch keine nennenswerten Schulden.

Einer Umwandlung hätten also erst mal alle Gläubiger zustimmen müssen und die hätten sicher was dagegen gehabt, wenn plötzlich die Haftung bei Insolvenz auf die Stammeinlage beschränkt wäre.
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30.01.2012 16:37 Uhr von lopad
 
+7 | -0
 
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Find ich gut so wie der mit den Mitarbeitern umgesprungen ist hat er nichts anderes verdient.
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30.01.2012 16:46 Uhr von Alice_undergrounD
 
+5 | -1
 
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@ blz: "Er haftet mit seinem Privatvermögen für den Erfolg des Betriebs und trotzdem meckern hier alle. Sorry, aber sowas finde ich immernoch besser als irgendein Top Manager mit Abfindung usw."

wenn du wüsstest, was in dem unternehmen (im bezug auf die behandlung von mitarbeitern) abging, würdest du das nicht mehr so toll finden.
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30.01.2012 17:22 Uhr von SN_Spitfire
 
+2 | -1
 
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@no_trespassing: Die "großen" Firmen in aller Ehre, aber diejenigen haben schlichtweg den Trend verschlafen.
Viele Läden sind mittlerweile sowohl offline (im Laden) als auch online (im Internet) vertreten.
Es gibt mehr und mehr große Kaufhäuser, welche alle unter ihrem Dach mehrere kleine Läden vereinen.
Im Großraum Stuttgart ist das bspw. Breuninger. Die verfügen über riesige Verkaufsflächen, welche an kleine Händler vermietet werden. Durch große kostenlose Parkplatzflächen drumherum kommen auch viele Besucher und Käufer.
Schau heute mal in die Innenstädte, wo man für Parkplätze zahlen muss. Da fährt man lieber ein paar Kilometer weiter, hat alle Läden direkt vor Ort und zahlt keine weiteren Gebühren.
Im Prinzip macht IKEA genau dasselbe. Suchen sich eine geeignete Gegend aus, bauen einen großen kostenlosen Parkplatz drumherum und die Kunden kommen.

Viele haben mich schon belächelt, wenn ich gesagt habe, dass das mitunter ein großer Grund ist, dass viele Kleinläden in Einkaufsstrassen Pleite gehen, weil man mit den Öffis schlecht rein kommt, oder Parkgebühren von 1€++ in der Stunde abdrücken darf.
Schlecker war und ist eben kein Monopol. Es gibt Müller, dm, REWE usw.
Da kommen eben Firmen mit schlechtem Management unter die Räder. Sowas ist ein schleichender Prozess, aber er kommt unausweichlich.

Dass deswegen der Wohlstand bröckelt wage ich mal zu bezweifeln, wo ja gerade 2011 das umsatzstärkste Jahr seit der € Einführung war.
Firmenpleiten mit Wohlstand zu vergleichen ist da nicht gerade der beste Weg.

http://de.statista.com/...

[ nachträglich editiert von SN_Spitfire ]
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30.01.2012 18:13 Uhr von Shoiin
 
+0 | -0
 
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@SN_Spitfire: Die Werte deiner Statistik scheinen nicht inflationsbereinigt zu sein, jdf. ist kein Hinweis zu finden. Es ist also lediglich die nominale Kaufkraft dargestellt, für eine große Aussagekraft benötigt man aber reale Werte.

[ nachträglich editiert von Shoiin ]

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