Zu klein: FDP verschwindet zunehmend aus Meinungsumfragen
Als hätte sie nicht schon genug mit Wählerschwund zu kämpfen, verschwindet die FDP nun auch noch aus den Umfragen von Meinungsinstituten. Grund ist ein wachsendes Statistikproblem infolge schwindender Anhängerzahlen der Liberalen.
Bei regelmäßigen Meinungsumfragen werden üblicherweise rund eintausend Personen befragt. Spätestens bei Detailfragen finden sich unter den Befragten zu wenige Anhänger der Liberalen, um bei dieser Wählergruppe noch zu repräsentativen Meinungsbildern zu gelangen.
Bekennen sich bei Umfragen beispielsweise zwei Prozent zur FDP, bedeutet dies einen Meinungspool von 20 Personen, welcher bei Detailfragen nach dem Prinzip "Stimme voll zu, stimme eher zu, lehne eher ab, lehne voll ab" in statistisch nicht mehr sinnvoll verwertbare Gruppen von vier bis fünf Personen zerfällt.