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"Kopfgeld" für jede wechselwillige Fachkraft: Unternehmen kämpfen um Fachkräfte

Bei 38 Prozent aller mittelständischen Unternehmen sind noch Stellen offen, da die Unternehmen es einfach nicht schaffen, geeignete Arbeitnehmer einzustellen. Deswegen versuchen die Arbeitgeber seit einiger Zeit Fachkräfte mit Prämien zu locken.

Kleinere Bahnbetreiber zahlen beispielsweise Lokführern, die von der Deutschen Bahn zu ihnen wechseln, einmalig bis zu 5.000 Euro zusätzlich. Andere Firmen buhlen um Zahntechniker, Computertechniker oder Ingenieure ebenfalls mit "Kopfgeld".

Besonders die Zeitarbeitsbranche hat mit offenen Stellen zu kämpfen. Rund 50.000 Zeitarbeits-Stellen sind unbesetzt. Deswegen zahlt die Zeitarbeitsfirma Manpower jedem mindestens 250 Euro, der erfolgreich seine Kollegen an sie vermittelt.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Unternehmen, Deutsche Bahn, Kopfgeld, Fachkraft
Quelle: www.bild.de

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28.01.2012 11:53 Uhr von Borgir
 
+21 | -2
 
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Diese Praxis: ist schon lange gängig. Und auch die Öffnung des Arbeitsmarktes hat das Problem nicht behoben, zumindest bis jetzt nicht.
Als Konsequenz bleibt eines: Man muss sich seine Fachkräfte eben selbst ausbilden. Das kostet Geld, aber so ist das nunmal. Qualität kostet Geld!
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28.01.2012 12:34 Uhr von masteroftheuniverse
 
+28 | -3
 
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unerträglich diese bild-märchen-propaganda..
ich erinnere mich noch an die lokführerstreiks kleinerer bahnbetreiber letztes jahr..
da ging es im gegensatz zur berichterstattung in der bild eben nicht um unangemessen hohe lohnforderungen sondern darum überhaupt erstmal genug zu bezahlen damit VERNÜNFTIG ausgebildete kollegen eingestellt werden können und die vorhandene belegschaft das arbeitspensum nich in oft unbezahlten überstunden abgearbeitet werden muss..

siehe:
http://www.welt.de/...


aber uns wird immer noch das lied vom fachkräftemangel vorgesungen..
wundert es keinen dass nach der öffnung des arbeitsmarktes nicht mal die polen hier arbeiten wollen??

WIR sind das neue polen, vom einkommen her betrachtet, woher sonst kommt denn unser exportüberschuss??

[ nachträglich editiert von masteroftheuniverse ]
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28.01.2012 12:59 Uhr von pest13
 
+16 | -2
 
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Es gibt KEINE 50000 freie Zeitarbeitsstellen. Alle Zeitfirmen gauckeln nur vor, dass sie Facharbeitskräfte suchen und diese sofort einstellen würden. So wird Mangel an Fachkräften generiert, damit man Politiker noch mehr unter Druck setzen kann. Dabei fallen auch unsere Volksverräter noch darauf rein.
Die Firmen sollen vielleicht mehr ausbilden als ausbilden lassen.

[ nachträglich editiert von pest13 ]
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28.01.2012 13:26 Uhr von no_trespassing
 
+8 | -0
 
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Bei den Löhnen? Gerade Manpower mit seinen Joint Ventures verdrängt doch qualifizierte Fachkräfte. Egal ob Finanzbranche, Computerbranche oder Luftfahrtbranche - sie bekommen teilweise 1500 brutto bei 3-Monatsverträgen angeboten.

Ruft doch mal dort an und erkundigt euch nach den Konditionen. Jeder, der bei sowas nicht die Flucht ins Ausland ergreift, muss echt schmerzbefreit sein.

Da kommt die Bundesregierung echt auf die Idee, das Senken der Gehaltsgrenze von 85.000 auf 41.000 würde es einfacher machen. Schon mal überlegt, dass denen vielleicht 85.000 schon zu wenig sind? Ich hab mal die Payroll eines amerikanischen Konzerns eingesehen, der in GB, F UND D
Zweigniederlassungen hat. Da waren Gehälter für Fachkräfte von bis zu 153.000 Pfund drauf und das Pfund war damals das 2,5-fache des Euros wert.

Warum holt sich denn die Telekom ihre fehlenden Mitarbeiter nicht bei Vivento?

Hat Bankpower nicht genügend Fachkräfte für die Deutsche Bank?

Zu den Bedingungen will natürlich niemand arbeiten.
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28.01.2012 13:30 Uhr von CommanderRitchie
 
+8 | -0
 
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Jaaaa.... genau gerade die Zeitarbeitsfirmen nöhlen rum.....
Ich lach mich schlapp...... Zahlen nicht Vernünftig, setzen ständig neue Stelle-Anzeigen in die Zeitungen..... und deren Aktenwände sind vollgestapelt mit Bewerbungsbögen von Arbeitswilligen mit wahrscheinlich zu hohen Lohnansprüchen !!

Na klar.... die Zeitarbeit-Arbeitnehmer sollen nicht nur für einen Chef den siebener BMW finanzieren.... sondern gleich für zwei.....

Und überhaupt und insgesamt...... Diese "Geiz ist Geil" Mentalität der Unternehmen bei Lohnzahlungen in den vergangenen Jahren rächt sich jetzt......
Ist genauso ein Dilemma bei den Wachschutz / Security-Unternehmen.... die bilden so gut wie gar nicht aus, benötigte Ausbildungen für Arbeitslose die im Wachschutz arbeiten möchten (nach § 34a) bezahlt das Arbeitsamt, eventuelle Fortbildungen für höherwertige Tätigkeiten muß der Mitarbeiter selber finanzieren und in seiner Freizeit bewerkstelligen.
Nur.... und genau das ist das Thema..... die Wachfirmen suchen ständig Leute... tun nix dafür, bezahlen nicht anständig und wundern sich, dass sie keine besser ausgebildeten "Fachkräfte" finden.

Ach ja..... und wir deutsche sind ja alle entweder zu Blöd für nen vernünftigen Job.... oder haben zu hohe Gehaltsvorstellungen..... oder beides......

Die Arbeitsämter schicken intelligente qualifizierte Arbeitnehmer zur Bewerbungstrainings-Maßnahme, den Firmen sind diese aber immer zu Teuer.... und die erhofften ausländischen Fach-Arbeitskräfte die man sich hier in den Unternehmen gewünscht hätte, kriegen ebenfalls im Ausland höhere Gehälter geboten !!

Und so wird das ewige Gejammer der Unternehmen zwecks "Facharbeiter-Mangel" immer weiter gehen !!

[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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28.01.2012 15:29 Uhr von MC_Kay
 
+11 | -0
 
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Das stimmt nicht! Ich habe selber Studiert.
Ingenieur für Elektrotechnik auf Diplom (FH) UND den Master (Uni) drangehängt.
Nach über 250 geschriebenen Bewerbungen und nur 3 Angeboten habe ich mich entschlossen zu promovieren.
Regionen von Nord nach Süd und von Ost nach West. Komplett durch Deutschland und über verschiedene Firmen (keine Zeitarbeit).

Die 3 Angebote waren:
1. Wenn ich zwei Jahre ein Praktikum absolviere. Davon das erste Jahr gänzlich ohne Lohn. Für das zweite Jahr könnte man darüber diskutieren. Aber OHNE Übernahmgegarantie.
2. 800 Euro Brutto (!) für mindestens 45 Std in der Woche. Auch OHNE Übernahmgegarantie
3. Anderes Angebot für eine gänzlich andere Tätigkeit. Als Lagerarbeiter auf 450 Euro Basis.

Wenn das nach der Promotion noch immer nicht besser laufen sollte sehe ich mich gezwungen auszuwandern. Im Ausland wird man bestimmt eine Stelle bekommen. Immerhin spreche ich 4 Fremdsprachen (Japanisch, Chinesisch, Englisch und Latein).
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28.01.2012 15:50 Uhr von Pilot_Pirx
 
+4 | -1
 
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ausbilden geht: natürlich nicht, denn das kostet ja Geld...

Mal abgesehen davon, daß der Fachkräftemangel, bis auf ein paar Nischen, ein Lügenmärchen ist, mit dem Ziel, die Löhne weiter drücken zu können. Das ist schon eine "tolle" BWLer-Generation, die jetzt am Ruder ist und mir graust vor der Zukunft.
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28.01.2012 17:40 Uhr von MC_Kay
 
+0 | -1
 
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@ Zeus35: "Wenn die Löhne in den Sklavenfirmen für Facharbeiter bei 10 € BEGINNEN würden[...]"

10 Euro in welcher Zeiteinheit?
10 Euro am Tag ist doch kein Ding. ;)

Mir wurden 800 Euro für 25 Tage im Monat geboten. Machen also 32 Euro am Tag (bei mindestens 7 Std Arbeit).
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28.01.2012 18:26 Uhr von BoltThrower321
 
+4 | -0
 
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Ach kommt...hört auf mit den Lügen.

Zeitarbeit ist eine verlogene Branche...ordentlich Geld und gut ist..doch stattdessen nur fake Stellen im Internet oder Anzeigen die in keinster weise der Tätigkeit entsprechen.

Die anderen Firmen verarschen auch nur einen...bei mir was es fast immer so:

Erst mal 2-4 Wochen auf Probe umsonst arbeiten...danach kommen die nächsten...auch umsonst...usw.
Scheiss Verbrecher Pack...wenn der deutsche Zoll mal ernsthaft seine Arbeit nachgehen würde und auch die Bundesagentur für Arbeit endlich vorhandene Mittel nutzen würden, so gäbe diese Probleme nicht...aber NEIN!
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28.01.2012 20:06 Uhr von linuxu
 
+4 | -0
 
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Kann ich nur bestättigen: was hier geschrieben wird.Ein Bekannter (Gas.-Wasser.-Heizung und Klimatechniker) findet keine normale Stelle.Auch nach unzähligen Bewerbungen und das mit ende 20.
Bei Zeitarbeitsfirmen kann er anfangen für 6,80€ die Stunde.
Dafür ist er sich zu Schade und das kann ich verstehen.Er wird jetzt wahrscheinlich nach Dänemark gehen.Ein gutes Angebot hat er nur mit der Sprache klappt es noch nicht so gut.
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29.01.2012 03:54 Uhr von MC_Kay
 
+1 | -0
 
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@linuxu: Das nennt sich dann "Praktikum".
Da wird einem Facharbeiter eine gute oder sogar sehr gute Stelle in Aussicht gestellt, wenn der nur eine gewisse Zeit ein (unbezahltes) Praktikum macht, damit man ihn prüfen und seine Fähigkeiten überprüfen kann.
Natürlich versucht der "potenzielle Anwärter" sich voll und ganz reinzuhängen, damit man gute Karten für diese Stelle bekommt. Geht es dann gegen Ende des "Praktikums", bekommt man nur zu hören, dass sie doch keinen Bedarf haben und darf gehen.
Kurz darauf ist dann ein Neuer "Anwärter" tätig und ist gleicher Hoffnung und legt sich auch ins Zeug.
Somit hat die Firma einen arangierten kostenlosen (!) Arbeiter, den man jederzeit kündigen kann und man ihm gegenüber keinerlei Verpflichtungen hat.

Gutes Bsp. ist meine 1. Zusage aus meinem Kommentar weiter oben zu entnehmen.

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