28.01.12 09:21 Uhr
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Premiere in Lübeck: Lilli-Sophie ist das erste PID-Kind in Deutschland

Im Juli vergangenen Jahres war vom Deutschen Bundestag das Gesetz zur Präimplantationsdiagnostik beschlossen wprden. Mittels der so genannten PID können Mediziner feststellen, ob ein genetischer Defekt vorliegt. Am gestrigen Freitag kam das erste PID-Kind in Lübeck zur Welt.

Lilli-Sophie wurde um 9:28 Uhr in der Universitätsklinik entbunden, allen geht es dem Vernehmen nach gut. Beide Eltern tragen einen Gendefekt in sich, das so genannte Desbuquois-Syndrom.

Weil die Mutter bereits drei Fehlgeburten hatte, kam das Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Im März 2011 züchteten die Mediziner sechs Embryonen. Drei von ihnen trugen das defekte Gen, eins blieb unverändert. Lediglich zwei wiesen keine genetischen Defekte auf, sie wurden implantiert.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutschland, Kind, Geburt, Lübeck, PID
Quelle: www.ln-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2012 09:21 Uhr von Rheinnachrichten
 
+11 | -1
 
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Ein Hoch auf die Wissenschaft. Ein glückliches Ehepaar freut sich auf Nachwuchs. Und das dank moderner Medizin- und Gendiagnostik.

Man kann, ja man muss über die Ethik der Medizin reden und man sollte dies unverkrampft tun. Dieser Erfolg könnte die Debatte entspannen. Denn so schrecklich viele Fälle gibt es noch nicht, ein gutes halbes Jahr nach dem Inkrafttreten des Gesetzes.
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28.01.2012 10:15 Uhr von Ice_Cream_Man
 
+2 | -3
 
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was ist das denn für eine News? Lilli-Sophie wurde um 9:28 Uhr in der Universitätsklinik entbunden, allen geht es dem Vernehmen nach gut. Beide tragen einen Gendefekt in sich, das so genannte Desbuquois-Syndrom.

...ääähh... ein Kind wurde geboren. Aber beide tragen ein Gendefekt?


Also Quelle noch mal lesen und neuschreiben.
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28.01.2012 10:27 Uhr von Trademark1
 
+32 | -6
 
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Dafür ! Wenn ich schon Begriffe wie "Fetozid" höre...Glaubt Ihr ernsthaft, das eine befruchtete Eizelle so etwas wie ein Bewusstsein hat?? Möchte nicht wissen, wie viele von den Kritikern heute tot wären, wenn es keine moderne Medizin geben würde. Eine einfache Lungenentzündung, Wundbrand oder was weiss ich für Kleinigkeiten hätten den Tod bedeutet. Schon der Kaiserschnitt ist doch schon ein erheblicher Eingriff in die Natur. Hier ist wohl der Wille, dass Mutter und Kind versterben. Was maßt Ihr Euch an, einem Kind das Leben mit einer schweren Erbrkankheit zuzumuten? Ihr maßt Euch an, Eltern ein behindertes Kind aufziehen zu müssen obwohl die Möglichkeit bestände ein gesundes Kind zu bekommen? Und dabei schwingt Ihr noch die Moralkeule? Lächerlich. Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich bin natürlich dafür einem behindertem Menschen das Leben auf dieser Erde so angenehm wie möglich zu gestalten. Wenn aber im vornherein so etwas verhindert werden kann warum um Himmels willen nicht ??? Die Bedenken sind doch meist religiöser Natur oder die ganze Sache wird mit der Eugenik aus dem 3. Reich verglichen.
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28.01.2012 11:12 Uhr von Rheinnachrichten
 
+1 | -0
 
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@Eiscrememann: vielen Dank für Deinen Korrekturvorschlag.
Manchmal fehlt einfach nur ein Wort, man muss nicht immer alles neu machen.

Trotzdem: Die Anregung war wichtig und richtig!

[ nachträglich editiert von Rheinnachrichten ]
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28.01.2012 12:08 Uhr von 338LM
 
+5 | -3
 
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@Trademark1: danke, guter Kommentar.
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28.01.2012 12:21 Uhr von Again
 
+7 | -4
 
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ImmerNurIch: "PID = genetische Selektion"
Schon pervers, wenn Eltern ein gesundes Kind haben wollen. Wäre dir eine "direkte Selektion" anstatt von PID lieber? Also zum Beispiel eine Totgeburt?
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28.01.2012 13:26 Uhr von Again
 
+3 | -3
 
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ImmerNurIch: "Ich habe NIE behauptet, dass es pervers wäre, Eltern gesunde Kinder zu wünschen"
Schon klar, ich wollte nur herausstreichen, dass die Eltern genau das wollen!

"Und ich habe auch NIE bekundet, eine - wie Du mir zu unterstellen versuchst - "direkte Selektion" (eher Deine Vorstellung???) zu begrüßen."
Ich hab dir nichts unterstellt, sondern eine überspitzte Frage gestellt. Unterstell mir nichts ;-)

"Aber -- hast Du schon mal daran gedacht, dass man Kinder adoptieren kann, wenn die Natur eine "natürliche" Schwangerschaft zu verhindern sucht?"
Natürlich wäre es schön, wenn mehr Menschen adoptieren würden, aber man kann das nicht von allen Menschen erwarten. Und in diesem Fall scheinen die Eltern ja durchaus fähig gewesen zu sein ein Kind auf natürliche Art zu zeugen, wobei aber die Gefahr besteht, dass sie ihre Krankheit weitergeben.

"Bei meiner Schwester kam es auch wegen "Genfekt" des Partners zu Fehlgebur
ten und da haben sie sich zur Adoption entschlossen und es nicht bereut. "
Ich finde Adoption sehr gut, wirklich! Aber PID hätte zum Beispiel genutzt werden können um die Fehlgeburt zu verhindern, was ja schließlich auch für die Mutter nicht leicht ist.

"Schon mal daran gedacht, dass PID auch der Schritt zum Designer-Kind ist??"
Bei PID wird nur geschaut, welche Gene da sind und nicht das Genom verändert.
Davon unabhängig stellt sich die Frage, ob ein Designer-Baby etwas wirklich schlimmes ist.
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30.01.2012 12:13 Uhr von Loxy
 
+2 | -0
 
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Vorsicht! "Wenn ich schon Begriffe wie "Fetozid" höre...Glaubt Ihr ernsthaft, das eine befruchtete Eizelle so etwas wie ein Bewusstsein hat??"


Hat denn ein Neugeborenes ein Bewusstsein? Eigentlich ist es ja auch"nur" ein kleines fleischiges Reflexbündel, was somit auch postnatal noch selektiert und behalten/vernichtet werden könnte. Oder Koma-Patienten, oder behinderte Menschen...

Ich überspitze bewusst, weil bei dieser Thematik jede mahnende Stimme Ihre Berechtigung hat, denn es geht hier um nichts anderes als um die Definition von "lebenswertem Leben"... der Wunsch nach gesunden Kindern der Eltern ist ein rein persönlicher und natürlich berechtigt, jedoch die Technik um dies zu garantieren führt über den Weg einer gesellschaftlichen Diskussion über den Wert von Leben. Darf ich den Menschen in Form eines Zellhaufens töten? Darf ich einen verkrüppelten Säugling in die Tonne kloppen oder nicht und warum? Meiner Meinung nach ist hier jede Grenzdefinition absolut beliebig und bleibt es auch.

Hier einfach platt zu argumentieren zeugt vom Nichtverstehen der Brisanz dieser ganzen Thematik und von einer Naivität auch in historischen Kontexten, die mir Schauer über den Rücken jagen.

Aber es sind ja nur irgendwelche Zellklumpen, die da heruntergespült werden. Sobald diese aber menschliches Aussehen annehmen wird uns schon etwas mulmiger... was für ein Mumpitz... selbstverständlich ist im Zellklumpen schon der komplette Mensch "vorhanden".... also, warum darf ich den dann platt machen, den behinderten, missgebildeten Säugling aber nicht aus seiner "unwürdigen" Existenz befreien? Geht ja auch schnell und schmerzlos heutzutage und ein Bewusstein oder gar eine Persönlichkeit hat son kleines Fleischpaket ja auch noch nicht.
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30.01.2012 21:48 Uhr von Again
 
+0 | -1
 
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Loxy: "Hat denn ein Neugeborenes ein Bewusstsein? Eigentlich ist es ja auch"nur" ein kleines fleischiges Reflexbündel, was somit auch postnatal noch selektiert und behalten/vernichtet werden könnte. Oder Koma-Patienten, oder behinderte Menschen..."
Alle Dinge die du nennst haben ein differenziertes Gehirn, ein Embryo in diesem Stadium aber definitiv nicht.

"Meiner Meinung nach ist hier jede Grenzdefinition absolut beliebig und bleibt es auch."
Es gibt offensichtlich Grenzen! Wenn ein Mann mastubiert weint auch keiner den ganzen möglichen Kindern nach, die daraus entstehen können. Ebenfalls überspitzt formuliert ;-)
Klar, die Befruchtung ist ein klar definierter Übergang, die Bildung eines Gehirns und anderer Charakteristika erfolgt aber eher graduell. Es gibt aber Stadien, in denen diese Charakteristika definitiv nicht vorhanden sind und in diesem Stadium finde ich solche Techniken vertretbar.

"was für ein Mumpitz... selbstverständlich ist im Zellklumpen schon der komplette Mensch "vorhanden""
Das genetische Material ist vorhanden, aber kein Mensch. Wenn du dir ein Stück Finger abschneidest ist das ein viel größerer Zellklumpen, aber wenn der Arzt sagt, dass man ihn nicht mehr annähen kann, legst du ihn auch nicht in eine Nährlösung um den Zellklumpen am Leben zu erhalten.

"also, warum darf ich den dann platt machen, den behinderten, missgebildeten Säugling aber nicht aus seiner "unwürdigen" Existenz befreien?"
Unter deiner Prämisse eine gute Frage, unter meiner nicht.

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