Libyen: Ärzte ohne Grenzen päppelten Häftlinge zwischen Folterungen auf
Die internationale Organisation Ärzte ohne Grenzen hat ihren Einsatz in Libyen beendet. Grund dafür sind Folterungen in Untersuchungsgefängnissen der neuen Machthaber.
Ärzte ohne Grenzen berichtet von Fällen, in denen Folteropfer von ihnen behandelt werden sollten, "damit sie ein weiteres Verhör überstehen". Es sei Aufgabe der Ärzte ohne Grenzen, Kriegsopfern zu helfen und nicht systematische Folterungen zu unterstützen.
Derzeit werden mehr als 8.500 Anhänger Gaddafis unter erbärmlichen Bedingungen in Gefängnissen festgehalten. Viele von ihnen sind Schwarzafrikaner, denen Kollaboration mit Gaddafi vorgeworfen wird.