Psychologe erklärt: Studierende sind heutzutage verzogen und verwöhnt
Der Psychologe Ludger Büter hat sich auf Probleme von Wohngemeinschaften spezialisiert. Er meint, Studenten von heute sind überwiegend Einzelkinder und daher verwöhnt, weil sie ihre Sachen nicht wegräumen, nicht putzen und Streitursachen immer bei anderen suchen.
In der Studienzeit von Büter waren Studenten-WGs eher politisch-revolutionär geprägt. Heutzutage stellen sie eher ein Zweckbündnis dar, das emotionale Geborgenheit vermittelt. Aufmerksamkeit, Toleranz und Rücksichtnahme reichen nicht, man sollte auch seine Grenzen klar definieren als WG-Bewohner.
Streit-Situationen in WGs können auch eskalieren. Büter muss nicht nur bei Lappalien schlichten. Manchmal kann es sogar zu Drohungen oder zu Rangeleien kommen. Generell gilt: Zu große Gegensätze sind nicht WG-tauglich.