Rückgang der Hartz-IV-Empfänger: Weniger Kinder müssen in Armut aufwachsen
Die Zahl der Kinder in Deutschland, die von Hartz IV leben, ist in den letzten fünf Jahren deutlich zurückgegangen. Hartz IV gilt als Indikator für Kinderarmut. 13,5 Prozent weniger Kinder unter 15 Jahren waren es im September 2011 im Vergleich zu 2005. Das geht aus Statistiken der Bundesagentur für Arbeit hervor.
Einen besonders starken Rückgang gab es im letzten Jahr. Seitdem leben 84.000 Kinder weniger in Armut. Ist gibt aber große regionale Unterschied: Sehr positiv war die Entwicklung in Bayern und Ostdeutschland, weniger stark war der Rückgang in Bremen, Hamburg oder Berlin.
"Kinderarmut bleibt das zentrale sozialpolitische Problem in Deutschland", sagt Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Und, so betont er, nicht nur für Kinder von Hartz-IV-Empfängern: Auch Kinder, deren Eltern im Niedriglohnsektor arbeiten, können von Armut betroffen sein.