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Deutsche Bahn lässt Schiffbrüchige der "Costa Concordia" stehen - Kein Geld für Fahrkarten

Mitarbeiter der Deutschen Bahn in Frankfurt am Main haben Schiffbrüchigen der "Costa Concordia" die Heimreise mit dem ICE verwehrt, weil sie kein Geld für die Fahrkarten bei sich hatten. Der 70-jährige Mann und seine vier Jahre jüngere Frau wollten mit der Bahn nach Hause in den Westerwald fahren.

Inzwischen hat sich aber die Bahn bei dem Ehepaar entschuldigt. Man gab ihnen die Empfehlung, sich in solchen Fällen besser an die Bundespolizei zu wenden. Das Zugpersonal ist für solche Situationen nicht ausgebildet.

Die Eheleute waren vom Reiseveranstalter mit dem Bus von Italien nach Frankfurt gefahren worden. Ihr Sohn fuhr sie schließlich nach Hause.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Geld, Zug, Deutsche Bahn, Costa Concordia
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.01.2012 14:25 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+17 | -28
 
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25.01.2012 14:45 Uhr von ThomasHambrecht
 
+33 | -1
 
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Quatsch Service-Wüste man erhält in Deutschland wunderbaren Service wenn man sich einfach an die richtige Stellen wendet.
Das ist doch klar, dass ein einfacher Ticket-Verkäufer der Bahn dies nicht auf seiner Kappe entscheiden darf. Ausserdem: wie soll der kleine Angestellte dies alles überprüfen?
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25.01.2012 14:45 Uhr von Freggle82
 
+30 | -0
 
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Bei allem Verständnis für die Schiffbrüchigen aber irgendwie kann ich die Bahn verstehen, da könnte ja jeder kommen und kostenlos Bahnfahren wollen.
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25.01.2012 14:54 Uhr von Dracultepes
 
+11 | -9
 
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Sie hätten sich auch einfach Geld schicken lassen können.

Aber ne hauptsache meckern.
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25.01.2012 15:02 Uhr von peter271
 
+9 | -1
 
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Genau für solche Angelegenheiten: sollten doch die Botschaften der Länder zuständig sein...
Aber da reisst man sich für den Normalbürger doch nicht mehr den Arsch auf.
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25.01.2012 15:26 Uhr von FlatFlow
 
+1 | -6
 
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"Das Zugpersonal ist für solche Situationen nicht ausgebildet."

Mensch zu sein, da braucht es keine Ausbildung!!
Kinder werden abends mitten in Nirgendwo ausgesetzt, weil paar Cent für Fahrschein zu wenig bezahlt worden sind und andere Vorfälle zeigen, dass M. Mehdorn hat die Service Kräfte schon richtig konditioniert und zwar kompromisslos in jeder Situation zu sein.
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25.01.2012 15:35 Uhr von Jaecko
 
+0 | -7
 
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Ehrlichgesagt: Ich hab von der DB auch nix anderes erwartet.
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25.01.2012 15:53 Uhr von Schwertträger
 
+9 | -3
 
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Nicht Schuld der Bahn: Wer setzt sich denn, bitte schön, ohne Geld und Fahrkarte, undohen EC-Karte in einen ICE und hofft, dass das alles glatt geht?
So dumm können auch nur weltfremde Rentner sein.

Wie wäre es gewesen, wenn man sich VORHER an den Reiseveranstalter wendet, der einem dann per Mail und PDF an irgendeinen Servicepunkt auf Giglio ein entsprechendes Dokument sendet?
Oder man den Sohn, der ja jetzt auch zum Abholen zur Stelle war, bittet, eine Fahrkarte online zu ordern, die man dann fast überall ausdrucken kann? Die Kosten kann man dann ja hinterher wieder geltend machen, wenn es einem denn so pressiert.

Was soll so ein Bahnschaffner denn mit jemandem machen, den er für einen Schwarzfahrer (von denen es immer noch unglaublich viele gibt) hält?
Soll er die (nicht veröffentlichte) Passagierliste der Costa samt Fotos im Kopf haben? Nur weil ihm jemand eine rührende Geschichte auftischt? Was soll er machen?
Die Leute weiterfahren lassen? Dann gibt es morgen ein Dutzend Nachahmer und noch am gleichen Tag hunderte Leute, die sich aufregen, dass sie zahlen müssen und andere Leute ja anscheinend umsonst fahren dürfen.


Also: Dämlich von den Rentnern und schlampig vom Reiseveranstalter, den Leuten nicht umgehend gültige Rückreisepapiere zukommen zu lassen.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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25.01.2012 16:01 Uhr von Schwertträger
 
+7 | -1
 
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@FlatFlow: Menschlich sein? Die Bahn ist kein Wohlfartsunternehmen.
Und selbst wenn sie es wäre, müsste man wohl zumindest VORHER fragen, ob sie wohltätig sein möchte im konkreten Fall und einen kostenlos transportiert!
Man kann sich nicht einfach etwas nehmen, was man nicht bezahlen kann.

Aber zu FRAGEN und/oder zu bitten, scheint in neuerer Zeit nicht in Mode zu sein.
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25.01.2012 16:10 Uhr von psycoman
 
+6 | -2
 
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Was habt ihr erwartet? Also ich weiß nicht, was es da über die DB zu meckern gibt. Warum sollte die DB jemanden umsonst mitnehmen? Oder war die BAhn der Reiseveranstalter der Kreuzfahrt?

Wenn ich einen Autounfall habe, darf ich dann kostenlos Straßenbahn fahren?

Für die Heimreise der Verünglückten ist der Reiseveranstallter zuständig, der hätte Fahrscheine für die Bahn kaufen können.

Und zum Thema, dass die Botschaft hätte helfen können.

Die deutschen Botschaften sind keine Reisebüros, haben den Leuten aber sicher neue Papiere ausgestellt, oder für Hilfe gesorgt. Hingehen muss man schon alleine.

Es ist auch nicht zuviel verlangt sich im europäischen Ausland Geld, etwa per Western Union, schicken zu lassen. Die Botschaften helfen auch bei soetwas, zur Not fragen die bei Verwandten an und strecken das Geld vor. Oder geben Nothilfe in Höhe von 24,99 €, yeah.

Als ob es in Italien oder Frankfurt am Main keine Telefone gäbe, um sich Geld schicken zu lassen. Manche Leute sollten wirklich nicht verreisen.
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25.01.2012 17:29 Uhr von FlatFlow
 
+0 | -3
 
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@Schwertträger: Du verstehst es nicht, eine negative Presse wie hier, ist 100 mal schlechter für ein Unternehmen, als eine Fahrt für zwei Schiff verunglückte Passagieren, die man später auch als PR "missbrauchen" könnte.
Man hätte auch mit den beiden eine spätere Nachzahlung der Fahrkarten, oder irgend ein anderes Kompromiss absprechen können.

Wie geht sagt, Du verstehst es einfach nicht ;-)
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25.01.2012 18:23 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@FlatFlow: >Man hätte auch mit den beiden eine spätere Nachzahlung der Fahrkarten, oder irgend ein anderes Kompromiss absprechen können.<

Die beiden hatten ja nicht mal Papiere. Wie schickst Du jemand eine Rechnung, der nicht nachweisen kann, dass die Adresse, an dier er sie geschickt haben möchte, auch wirklich seine eigene ist?
Ich würde auch gern den Namen eines wildfremden Menschen samt dessen Adresse als Rechnungsempfänger angeben, aber ich muss mich leider immer ausweisen.

Prinzipiell muss man immer erstmal bis zu einem gewissen Grad davon ausgehen, dass einen der Gegenüber vereimern und betrügen möchte. Wenn man mal eine Weile im öffentlichen Service gearbeitet hat, weiss man, dass das ein Grundgebot der Vorsicht ist, wenn de eigene Job dran hängt. Denn wer zahlt, wenn es sich doch um Betrüger handelte? Richtig, der Service-Mitarbeiter. (Oder er zahlt nicht, ist aber nach dem zweiten solchen Fall draußen).

Stell Dir mal vor, dass Dir jemand so eine haarsträubende Geschichte erzählt. Du hast nicht mal Zeit, sie Dir zuende anzuhören, weil hinter dem Mann Dutzende zahlende Kunden warten.


>Du verstehst es nicht, eine negative Presse wie hier, ist 100 mal schlechter für ein Unternehmen, als eine Fahrt für zwei Schiff verunglückte Passagieren<

Nein, sorry, da bist Du es, der es nicht versteht. ;-)
Täglich gibt es Dutzende solcher Fälle. Und noch viel mehr Betrugsfälle. Aber nur ganz, ganz wenige von Fällen wie diesem kommen an die Presse. Wenn es denn doch mal pasiert, kann man sich immer noch entschuldigen und es auf einen einzigen überforderten Mitarbeiter schieben. Aber im Gros gilt einfach die Direktive. Im Zweifel lieber abwimmeln.
Und das ist verständlich bei der Kundenmenge mit dem Personalstamm und dem großen Aufkommen an Betrügern, Dickfellen und sonstigen Seltsamen.

>.... die man später auch als PR "missbrauchen" könnte<

Wer liest denn eine Nachricht "Bahn brachte zwei Costa-Überlebende kostenlos nach Hause"? Das würde auf SN nicht mal jemand anklicken, darum auch niemand erst einliefern.


Ich will Dir ja den guten Glauben an die Menschheit nicht nehmen, aber ... doch, ... will ich doch. :-)

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