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UN-Experten geben Deutschland wegen Niedriglöhnen Mitschuld an Eurokrise

Beim Euro-Rettungsschirm ESM muss Deutschland mit 190 von insgesamt 500 Milliarden am meisten haften. An den strukturellen Ursachen der Eurokrise ist Deutschland nach Meinung von UN-Experten nicht unschuldig. Die Niedriglöhne hätten das Wachstum anderer Länder unter Druck gesetzt.

Laut dem Beschäftigungsbericht 2012 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hätten sich die Arbeitskosten seit der Wiedervereinigung in Deutschland sogar verringert. Das habe in Deutschland zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und höherem Export geführt.

Andere Länder hätten dies jedoch nicht kompensieren können. Eben wegen der Niedriglöhne haben die Deutschen weniger Kaufkraft, weshalb der notwendige Import der Güter anderer Länder sich ebenfalls verringert habe. In Europa sind bereits 45 Millionen Menschen arbeitslos.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, UN, Eurokrise, ESM, Mitschuld, Niedriglohn
Quelle: wirtschaft.t-online.de

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25.01.2012 14:22 Uhr von architeutes
 
+20 | -11
 
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...was ist Deutschland eigentlich nicht verantwortlich ??
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25.01.2012 14:22 Uhr von usambara
 
+16 | -4
 
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die "Agenda-SPD": von Schröder hat Deutschland zum Tagelöhner-Land gemacht.
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25.01.2012 14:32 Uhr von artefaktum
 
+11 | -1
 
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Nicht nur unser sinkendes Lohnniveau setzt die europäischen Nachbarn unter Druck, sondern auch die fehlende Möglichkeit, schwache Exporte durch ein Abwerten der eigenen Währung (wir haben ja alle den Euro) zumindest abzufangen. Kurz: Die Exportstärke Deutschlands wird auch(!) erkauft mit der Exportschwäche unserer Nachbarn.

Das ist zumindest ein Punkt, in dem Deutschland (oder zumindest unsere Exportwirtschaft) vom Euro stark profitiert.

Deshalb müssen wir noch lange nicht alle Fan des Euro sein, aber zumindest sollte man solche Vorteile auch bei aller (auch berechtigter) Kritik am Euro offen ansprechen.
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25.01.2012 14:57 Uhr von ElChefo
 
+3 | -4
 
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...nur ein weiteres Kapitel der Schuldzuweisungen, damit die Merkel bei der nächsten Gesprächsrunde nicht wieder so knausrig mit deutschen Garantien umgeht.
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25.01.2012 15:21 Uhr von CommanderRitchie
 
+8 | -0
 
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Bestimmt auch einer der Gründe warum die Regierung hier in Deutschland keinen Mindestlohn einführt und sich mit dem schäbigen Argument "das der Lohn durch die Tarif-Parteien ausgehandelt werden müßten".... aus der Verantwortung stiehlt !!
......... Na ja, nachdem viele Arbeitnehmer durch Tricksereien der Umternehmen (Mehrarbeit bei gleichem Lohn, Kündigen... und dann über eigens gegründete Sub-Unternehmen zu schlechteren Bedingungen wieder Einstellen, bei Tariferhöhungen mit Kündigung von Drohen, etc.) trotz Arbeit noch zum Sozialamt rennen müßen....... scheffeln sich die "oberen Zehntausend" kräftig die Taschen voll.
Das "erwirtschaftete" Geld wird dann an die Börse gebracht und wird dort zur Gewinnmaximierung in Risikoanleihen investiert.... aber keine Panik..... sollte das Geld der "oberen Zehntausend" verspekuliert sein..... richtet man noch schöne weitere "Bad Banken" ein.... und die Anleger bekommen ihren Geldeinsatz von den Banken erstattet......
Dafür darf dann der normale Steuerzahler und Arbeitnehmer auch noch zahlen......
egal jetzt..... das würde hier nun den Rahmen sprengen.....

Immerhin haben die UN-Experten erkannt, dass die einfachen Arbeitnehmer in Deutschland dafür Büßen müssen,...... dass die Merkel innerhalb der EU ein "gut aufgestelltes Deutschland" vorgauckeln kann und die große "EU-Heilsbringerin" spielen darf !!!!
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25.01.2012 15:22 Uhr von brycer
 
+8 | -0
 
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Zum einen eine gut nachvollziehbare Auswirkung der Niedriglohnpolitik in unserem Land. Andererseits wird das auf längere Sicht nicht die einzige Folge dieser Politik sein. Die anderen Auswirkungen (fehlende Kaufkraft, Altersarmut, ...) werden Deutschland noch mehr und direkt treffen.
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25.01.2012 15:25 Uhr von irykinguri
 
+3 | -5
 
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ach ihr merkt es auch mal: ihr seid doch alle idioten.

des einen gewinn ist des anderen verlust und schland muss ja alles subventionieren damit wir ja plus machen. (das unsere handelspartner in unserer eu dann minus machen dürfte ja dem letzten idioten klar sein) aber egal hauptsache ihr könnt euch für ein paar euro sachen kaufen die ihr niemals verdient habt da sie von armen kinder in gruppenarbeit hergestellt werden. und amm ende heult ihr weil man euch sagt das ihr ausbeuter seid. herrvorragend
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25.01.2012 15:32 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+1 | -12
 
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25.01.2012 16:23 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -3
 
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Man kann nur soviel Lohn zahlen wie man für seine Produkte und Dienstleistungen Geld verlangen kann.
Da in Deutschland "geiz ist geil" etabliert ist schauen viele nur auf den Preis - nicht auf die Qualität. Deshalb verlagert man die teure Arbeitskraft auch gerne ins Ausland.

Wer will zurück nach 1965, wo ein TV-Gerät noch zwei Monatsgehälter kostete und man 3 Monate darauf warten musste? Er wurde in Vollbeschäftigung in Deutschland bei gutem Lohn gebaut.
Der letzte Versuch in Deutschland ein Handy oder TFT-Bildschirm herzustellen, dürfte einigen noch bekannt sein. Aber das definiert eben auch unsere Löhne.
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25.01.2012 16:32 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+2 | -2
 
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Schon die Geschichte vergessen? Wann wurden die Löhne gesenkt? Mit welchem politischen Hintergrund?

1965 gab es ja wohl auch noch höhere Zölle.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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25.01.2012 17:24 Uhr von SN_Spitfire
 
+6 | -1
 
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Ich selbst kann: mich grundsätzlich nicht über mein Gehalt beschweren, da ich damit monatlich derzeit gut hin komme und noch etwas übrig habe am Ende, allerdings werden viele Waren mittlerweile immer teurer (Kraftstoffe, Versicherungen, Strom, Gas, Wasser, Fahrtickets etc.), so dass man mittlerweile echt manchmal überlegen muss "Kauf ich das jetzt, oder lass ichs?"
Überall steigen die Preise, aber mein Lohn???
Mittlerweile bin ich über 10 Jahre im Beruf und hatte jedoch die letzten 6 Jahre keine großartigen Lohnerhöhungen.
Da frägt man sich schon, ob die da oben einen künstlich arm machen wollen.
Wie gesagt kann ich mich absolut derzeit nicht über mein Gehalt beschweren, aber es gibt viele, die weit unter dem sind, was ich verdiene und ich frag mich deswegen derzeit oft, wie die das blos mit halbwegs guter Lebensqualität hinbekommen wollen (ich zähle mich aber absolut nicht als Topverdiener!). Man sieht selbst bei den mittleren Einkommen, wie diese immer mehr nach unten rutschen, auch wenn man bis zum geht nicht mehr täglich malochen geht.
Traurige Entwicklung sehe ich da auf uns zukommen.
Irgendwann wird der Knoten platzen und wir marschieren nach Berlin...
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25.01.2012 17:46 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+0 | -4
 
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Was ist ein TFT-Bildschirm? Wer ein Handy, weiß wohl, welchem Risiko er sich aussetzt. Wenn nicht, dem sei dieser Beitrag des Mikrowellenspezialisten Barry Trowers empfohlen:
http://www.youtube.com/...
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25.01.2012 18:17 Uhr von dragoneye
 
+2 | -8
 
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Arbeit ist BILLIG, Kapital ist TEUER: Weil Arbeit in Deutschland so BILLIG ist, werden frische Nordseekrabben nach Marokko transportiert, dort geschält und wieder nach Deutschland transportiert.
Wir setzen erhebliche Mengen an Kapital ein, um BILLIGE Arbeit ins Ausland zu verlagern.

Weil Arbeit in Deutschland so BILLIG ist, kaufen wir Deutschen auch am liebsten Flachbildschirme und Unterhaltungselektronik aus Südkorea, weil dort die Lohnkosten auch 3x so TEUER sind wie hier.

Weil Arbeit in Deutschland so BILLIG ist, werden tiefgefrorene Brötchen aus China nach Deutschland importiert, damit diese hier aufgebacken werden können.

So und jetzt bitte billig und teuer vertauschen. Auf der ganzen Welt wird Arbeit nach der Produktivität bezahlt.
Euer Gejammer (auf hohem Niveau) wird noch lange so weitergehen, denn in Deutschland werden Arbeiter immer noch besser bezahlt, als die Arbeiter auch erwirtschaften.
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25.01.2012 19:39 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+2 | -1
 
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Steckt in den Krabben nicht Plastik? Die Meere sind doch voll davon.

Wer will schon Flachbildschirme?

"Weil Arbeit in Deutschland so BILLIG ist, werden tiefgefrorene Brötchen aus China nach Deutschland importiert, damit diese hier aufgebacken werden können."
Das ändert sich zur Zeit: Da die Kosten in China steigen, verlagert die Firma MASTERLock ihre Produktion wieder von China nach Milwaukee, Wisconsin zurück.
Die "unschlagbare" Kostenstruktur der Chinesen führt jetzt dahin, daß die Textilproduktion in die Mongolei verlegt wird.

"Auf der ganzen Welt wird Arbeit nach der Produktivität bezahlt."
Das ist ja absoluter Blödsinn. Der Arbeitspreis richtet sich nicht nach der Produktivität, sondern nach der Nachfrage. Ist das nicht die ökonomische Theorie von Angebot und Nachfrage? So, und wenn nun die Produktivität hoch ist, gibt es folglich wenig Arbeit, folglich ein hohes Angebot und folglich sinkt der Arbeitspreis.
http://www.spiegel.de/...

Und warum ist die Produktivität so hoch? Ja, weil die Sozialkosten wegen der deutschen Einheit so hoch sind. Aber das ist ja alles Schnee von gestern. Aber einen Schuldschnitt wie Griechenland bekommt die Gebietskörperschaft Bundesrepublik Deutschland nicht.

"Euer Gejammer (auf hohem Niveau)"
Ihres denn nicht? Übrigens, das Niveau ist aus der Sicht des Arbeitgebers (der ja eigentlich die Arbeit entgegennimmt) immer zu hoch! Wer meint, daß die Löhne zu niedrig sind, ist ein schlechter Kaufmann, der ja auch gern jammert.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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25.01.2012 19:59 Uhr von neminem
 
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hätten die anderen: ja auch machen können, löhne senken. oder!?
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26.01.2012 02:23 Uhr von dragoneye
 
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Schön, daß wenigstens einer mal meinen Senf liest: Hören Sie @Quando, ich liebe es Zusammenhänge über die Theorie von Angebot und Nachfrage zu begründen.
Verwechseln Sie bitte nicht Empirie und Theorie.
Ich hab sogar das Schaubild gefunden, woran ich denken musste, als ich das geschrieben hab.
http://upload.wikimedia.org/...
Also ich hab es mal in einem Buch gelesen. Zufälligerweise hat es jemand bei Wiki hochgeladen.

Mindestlöhne sind wirklich Teufelszeug! Beispiel: Vor zwei Monaten war ich in den USA in einer großen Stadt. Dort gibt es zwei Gruppen: Die reichen (Weissen) wohnen am Strand. Und die Armen in den Ghettos nicht am Strand. Lustigerweise gibt es in den USA einen Mindestlohn. Und ich fragte mich die ganze Zeit, ob diese extreme Ungleichheit nicht gerade durch den Mindestlohn verfestigt wird. Als ich wieder in Deutschland war, ist mir erst wieder aufgefallen wie ähnlich wohlhabend doch die die Menschen hierzulande sind.
Führt demnach ein Mindestlohn wie in den USA auch zu sozialer Ungleichheit deutlich schlimmer als hier ohne einen Mindestlohn?

In ihrem Link zu dem Thema wird handwerklich schlecht argumentiert. ("hätte, wäre, wenn"). Dort wird normativ argumentiert. Beweise werden leider nicht dargelegt.


Eine etablierte Partei hier in Deutschland fordert seit Jahren einen gesetzlichen Mindestpreis für Treibstoff in Höhe von 2,50€. Begründet wird das mit Umweltschutzgründen. D.h. ein niedrigerer Verbrauch von Treibstoff wäre gut (Das die Ölkonzerne/Tankstellenpächter mehr pro Einheit verdienen, wird verschwiegen).

Das Lustige ist, die selbe Partei fordert auch einen gesetzlichen Mindestpreis für schlechtqualifizierte Arbeit. Begründet wird dieses, daß die Anbieter pro Einheit mehr verdienen sollen. (Lustigerweise wird nun verschwiegen, daß die Nachfrage nach der nun zu teueren Arbeit leider abnimmt).

...

"Und warum ist die Produktivität so hoch? Ja, weil die Sozialkosten wegen der deutschen Einheit so hoch sind. "

Die Produktivität ist in DE deswegen so hoch, weil hier die richtige Mischung an qualifizierten Arbeitnehmern (die einen entsprechend grossen Anteil erhalten) und die entsprechende Menge an Kapital leicht verfügbar ist. Glauben Sie mir, nicht wegen den hohen Sozialkosten.

Schlechtqualifizierte Arbeit wird leider nicht gebraucht. Diese kann man leicht von woanders importieren. Und dieser wenig gebrauchte Faktor soll nun teuerer werden?
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26.01.2012 07:59 Uhr von jupiter12
 
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Werter dragoneye: Zufaellig lebe ich in den USA, Pennsylvania um genau zu sein.
Das die weissen am Stadtrand leben und all die anderen im Ghetto ist schon mal falsch.

Dieses Problem kann man nicht an schwarz oder weiss festmachen. Das ist ein Bildungsproblem!

Und der Mindestlohn hier sichert vielen Meschen die Existenz. Denen mit weniger Bildung.


Und, das wichtigste! Die Menschen akzeptieren einander,
das heisst wenn Du heute Burger flipst, kannte morgen schon Direktor sein - UNABHAENGIG davon wo Du herkommst und welche Hautfarbe Du hast.

Der groesste Unterschied:
Hier bin ich Amerikaner mit Deutschen Abstammung- in erster Linie aber AMERIKANER,
in Deutschland bist Du TUERKE, GRIECHE oder auch immer,
auch wenn Deine Eltern in Deutschland geboren sind.......und Deine Grosseltern irgendwann mal Eingewandert sind.....

Soviel zu Amerika
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26.01.2012 09:30 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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"Verwechseln Sie bitte nicht Empirie und Theorie.": "In ihrem Link zu dem Thema wird handwerklich schlecht argumentiert. ("hätte, wäre, wenn"). Dort wird normativ argumentiert. Beweise werden leider nicht dargelegt."
Ehrlich gesagt habe ich mir den Link gar nicht durchgelesen. Ich habe ihn gesetzt, um eine "anerkannte" (da Mainstream-Medium "Spiegel") Gegenmeinung zum Üblichen zu zeigen.

MEINE Meinung ist, daß die deutsche Einheit eben unglaubliche Kosten verursacht hat, die in allerlei Bereichen untergebracht wurden. U.a. vor allem im Sozialbereich. Dieser Sozialbereich besteht aus Pflege, Gesundheit, Arbeit und Rente. Deshalb ist auch die "Staatsquote" nicht ganz richtig dargestellt. Diese aufgeführten Bereiche belasten direkt den Faktor Arbeit, was dann dazu führt, daß der Arbeitgeber, der ja die Arbeit entgegen"nimmt" - also der eigentliche Arbeit"nehmer" -, darüber nachdenkt, wie er den Kostenfaktor Arbeit reduziert. Dies führt zu Produktivitätsschüben, die sich aber nicht in den ausgezahlten Löhnen wiederspiegeln. Nur diese interessieren die Arbeit"geber". Deshalb ist der Verweis darauf, daß die Produktivität die Höhe der Löhne wiederspiegelt eine Milchmädchenrechnung, denn für die Arbeit"nehmer" interessieren nur die Arbeitskosten. Folglich steigt die Produktivität, was zu einer Reduzierung der Arbeitsmenge führt. Bei "Phoenix" gibt es ab und zu Diskussionsrunden, die sich mit dem Thema beschäftigen, und wo man "durch die Blume" die Wahrheit erfährt. So gab es vor kurzem eine Diskussion über Arbeit im Alter, bei der man erfuhr, daß zur Zeit eine "geringe" wöchentliche (ca. 28 Stunden) Arbeitsmenge durchschnittlich vorhanden ist. Dies bedeutet, daß die Arbeitsmenge ungleich verteilt ist, denn es gibt ja Leute, die können sich vor Arbeit nicht mehr retten und es gibt die vielen Millionen, die teilzeitbeschäftigt sind, so daß der Indikator "sozialversicherungspflichtige" Beschäftigung in der Statistik nichts wert ist. Er gibt lediglich an, daß beispielsweise die 400 EURO-Jobs für den Arbeit"nehmer" nicht mehr steuerpflichtig sind, sondern bei der Bundesknappschaft sozialversicherungspflichtig anzumelden sind. Da die meisten 400 EURO-Jobber das Geld dringend benötigen, werden die meisten auch kaum einen "Arbeit´geber´-Anteil" zahlen wollen, so daß die Sozialversicherungspflichtigkeit dieses Teils der Arbeitsmenge für den Rechtsanspruch auf Gegenleistung nichts wert ist. Es trägt dazu bei, einen Teil der aus der Deutschen Einheit entstandenen Sozialkosten abzutragen. Die Pauschalsteuerpflichtigkeit von 620-Mark-Jobs führte früher dazu, daß der Arbeit"geber" über den Lohnsteuerjahresausgleich die Steuer gegebenenfalls zurückbekam.
Ähnliches gilt für die Sozialbeiträge Arbeit und Pflege.

Die Kosten der Deutschen Einheit werden so auf die Höhe der Arbeitsmenge übertragen.

"Schlechtqualifizierte Arbeit wird leider nicht gebraucht."
Es bleibt also nur die Sozialisierung im HartzIV-System? Es ist doch nicht nachvollziehbar, wenn "qualifizierte" Arbeit dringend gebraucht wird, daß die Bildungssysteme nicht für HartzIVler geöffnet werden - sofern sie dies qualitativ bewältigen können. Das war mir schon früher ein Rätsel: Es wurde ein Riesenreibach mit "Bildungs"institutionen im Dunstfeld der Bundesanstalt für Arbeit gemacht, während es die Fachhochschulen und Universität gibt.

Da ist der Ansatz von Obama nachvollziehbarer, der in seiner Rede "State of the Union" auf eine im Kongress anwesende "ältere" Eingestellte bei Siemens verwies, die in einer Kooperation zwischen Siemens und einem "College" die Fähigkeiten vermittelt bekommt, die Siemens in seinem dortigen Werk benötigt.

"Glauben Sie mir, nicht wegen den hohen Sozialkosten."
Klar, wenn die Höhe der Löhne gedrückt werden, sind natürlich auch die Sozialkosten niedrig.

"Und dieser wenig gebrauchte Faktor soll nun teuerer werden?"
Wenn er so wenig gebraucht wird, wird es ja wohl auch kaum weh tun.
Hier ein interessanter Ansatz:
http://www.youtube.com/...

Und zum Nachlesen:
http://www.premium-cola.de/...

Und den Subversiven noch einmal als Bild:
http://tedxrheinhessen.de/...
Kommentar ansehen
26.01.2012 09:37 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Das ging aber schnell: Und der Kommentar?
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26.01.2012 18:08 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Schade: .

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