Ostsee: Forscher entdeckten Mikrobe, die Ausbreitung der Todeszonen verhindert
Mikrobiologen haben ein Bakterium entdeckt, das in der Ostsee und dem Schwarzen Meer vor der Ausbreitung von giftigen und sauerstoffarmen Wasserzonen, sogenannte Todeszonen, schützt.
Die Mikrobe verzehrt giftigen Schwefelwasserstoff und entgiftet so den Meeresboden. Das Bakterium Sulfurimonas gotlandica fanden die Forscher in der Ostsee und züchteten es, um seine Eigenschaften im Labor untersuchen zu können.
Die Mikrobe verzehrt nicht nur Schwefelwasserstoff, sie vernichtet auch Nitrat aus Stickstoff. Damit trägt sie dazu bei, die Überdüngung des Wassers zu verhindern. Ebenso besitzt sie feine Sensoren, wodurch sie sich gezielt an ihre Umwelt anpassen kann.