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EMS abgesegnet: Deutschland zahlt früher, weil andere Staaten pleite sind

Die Regierungschefs der Eurozone einigten sich Montagnacht auf die Vorverlegung des ständigen Europäischen Krisenfonds EMS um ein Jahr zum 1. Juli 2012. Angela Merkel rückte von einem kategorischen "Nein" zur Aufstockung des EMS ab, schon im März soll das erforderliche Volumen erneut geprüft werden.

Mit 22,4 Milliarden Euro trägt Deutschland den Löwenanteil des EMS-Kapitalstocks von 80 Milliarden Euro. Da einige Staaten fast pleite sind, sollen sich ihre Raten zeitlich verzögern können. Im Gegenzug wird Berlin seinen Anteil statt in fünf Jahren nun deutlich schneller überweisen.

Unsicher ist, ob die Ratifizierung strengerer Schuldenregeln in den nationalen Parlamenten rechtzeitig zum EMS-Start gelingt. Ursprünglich sollte der EMS den provisorischen Rettungsschirm EFSF ablösen, doch IWF-Chefin Christine Lagarde und Italiens Premierminister Mario Monti fordern vorerst ein Nebeneinander beider Fonds.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Rettungsschirm, Eurokrise, ESM, Mario Monti, Christine Lagarde
Quelle: www.sueddeutsche.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2012 06:35 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+11 | -2
 
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Und wieder einmal bestätigt sich der weise Satz des spanischen Ökonomen Prof. Santiago Carbo vom Mai 2010 – dem Auftakt der beispiellosen der europäischen Rettungs-Orgie: "Wenn wir die Schulden nicht machen, laufen wir Gefahr, dass uns unsere Nachbarn um Hilfe bitten´´. Sicher ist: Bei den Kosten für den Schuldzins zur Finanzierung des EMS stehen die Bundesbürger in der allerersten Reihe.
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24.01.2012 06:47 Uhr von pascal.1973
 
+14 | -2
 
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mh das ist: doch ein fass ohne boden.
bin schon gespannt welche neue steuererhöhung in deutschland mal wieder ansteht damit man diese geld für andere länder auch aufbringen kann.
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24.01.2012 06:50 Uhr von Aggronaut
 
+16 | -3
 
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hat jemand: was anderes erwartet. das bundesschwein steckt ihren rüssel in jeden arsch.
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24.01.2012 07:33 Uhr von Maku28
 
+4 | -1
 
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tzz: Und alle so "yeah". Buahaha
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24.01.2012 07:47 Uhr von mahoney2002
 
+13 | -0
 
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Kann, mir mal jemand sagen wie viel Mrd. die Merkel schon in den Sumpf gesteckt hat?
Wie viel haben wir schon verschleudert, ist so geil, wenn man mit Geld umher wirft das man nicht selber verdient hat?

Jeder Manager wäre schon abgesägt und verklagt worden.

[ nachträglich editiert von mahoney2002 ]
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24.01.2012 08:20 Uhr von sesh
 
+2 | -7
 
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Der Länderfinanzausgleich ist doch völlig okay. Der Euroraum ist doch eine Solidargemeinschaft.
Jeder der rechnen kann weiß doch, dass Exportüberschüsse in den Euroraum auf Dauer nicht finanzierbar sind.

Dass andere Ländere Schulden machen und die unsere Exportgewinne finanzieren ist doch zwangsläufig so.

Das ist übrigens auch von der deutschen Wirtschaft durchaus so gewollt. Denn das ist ja deren Geschäftsmodell. In der Summe ist das so, dass die Reichen Schuldensozialisierung betreiben. Hier geht es doch nicht um "Deutschland ist der Zahlmeister der Eurozone".
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24.01.2012 08:27 Uhr von sesh
 
+4 | -6
 
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@pascal.1973: "bin schon gespannt welche neue steuererhöhung in deutschland mal wieder ansteht damit man diese geld für andere länder auch aufbringen kann."

Geh doch nur einen Moment mal von diesem Lagerdenken "unser Land - andere Länder" weg. Wir geben doch nicht Geld in andere Länder, damit die in Saus und Braus leben.
Nein, wie geben denen das Geld, damit die ihre Schulden bezahlen können.
Bei wem haben andere Länder ihre Schulden? Na, in Deutschland!

Unsere Exportwirtschaft würde augenblicklich zusammenbrechen, wenn Euroländer nur noch den Wert importieren würden, den sie auch in den Euroraum exportieren.

Am Ende verdienen nur die Reichen - egal ob in Deutschland oder in Griechenland. Und die Nicht-Reichen zahlen die Zeche. Egal ob in Deutschland oder in Griechenland.

Das ist 1a Klassenkampf! Arm gegen Reich!
Und da können weder "die Griechen" noch andere "Pleitestaaten" was dafür.
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24.01.2012 08:32 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -1
 
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@sesh: Jep - Zahlmeister sind nicht hiesige Industrielle, ihre Teilhaber oder Finanziers - Zahlmeister, das sind die "Reformierten" hinter der Werksbank, die nicht nur von der eigenen politischen Klasse im Inland geschröpft werden, sondern die Kosten dieses "Ständigen Ponzi-Systems" nun dauerhaft aufgezwungen bekommen.

Und sind erst einmal die Arbeitnehmer in Resteuropa "reformiert" (einige werden das vielleicht noch erleben), geht es in die nächste Runde der Lohn-, Sozial- und Rentenschröpfung.

Bis das Volk sich endlich von der Illusion trennt, der Sache könnte mit friedlichen Protesten beiommen oder indem man die BILD-Zeitung liest. Notwendig ist die Erinnerung an politische Vorbilder wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg erinnert...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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24.01.2012 08:47 Uhr von Undervurce
 
+1 | -1
 
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Das Ding heißt nicht EMS sondern ESM steht auch so in der Quelle.

ESM = Europäischer Stabilitätsmechanismus

http://www.youtube.com/...

[ nachträglich editiert von Undervurce ]
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24.01.2012 09:13 Uhr von kostenix
 
+1 | -0
 
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mich würds auch interessieren: wieviel geld deutschland für den scheiss schon bezahlt hat, kennt jemand genaue zahlen?
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24.01.2012 11:35 Uhr von svizzy
 
+2 | -0
 
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wer: den vertrag kennt der weiß das wenn brüssel geld fordert wir immer zahlen müssen. ohne wenn und aber. kein recht den zu wiedersprechen.
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24.01.2012 12:24 Uhr von kostenix
 
+1 | -0
 
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" die frau hat keinerlei eier in der hose. " sehr nice!
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24.01.2012 12:48 Uhr von Katzee
 
+0 | -0
 
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Man bedenke: dass der gute Herr Gabriel von der SPD zusätzlich noch mehr deutsches Steuergeld für die Pleitestaaten ausgeben will. Laut seiner Meinung müssen WIR ein Konjunkturprogramm für die Pleitestaaten entwerfen und finanzieren, damit der Rettungsschirm nicht noch weiter ausgedehnt werden muß.

Tja, irgendwann ist ja wohl auch unser defizitärer Finanzhaushalt erschöpft. Liegt Deutschland am Boden, tragen wir dann auch noch die Schuld am endgültigen Kollaps der EU. So etwas angedeutet wurde ja schon öfter.

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