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Erotisches Rapunzel: Grimms Märchen waren alles andere als Kindergeschichten

Die "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm waren in ihrer Urform alles andere als harmlose Kindergeschichten, sondern vor allem Verführungs- und Erotikmetaphern.

Der Germanist des Instituts für Jugendbuchforschung an der Frankfurter Goethe-Universität, Hans-Heino Ewers, erklärt, dass man heute die Märchen in ihrer Ursprungsform wieder Erwachsenen näher bringen sollte, denn die Märchen waren "eigentlich Liebes-, Heirats- und oft sehr drastische erotische Geschichten".

Der böse Wolf steht in den Grimms-Märchen als lüsterner Verführer, der es nur auf die Unschuld des Rotkäppchens abgesehen hat. Und auch Rapunzel ist nicht jugendfrei, denn woher hat sie plötzlich Zwillinge?


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Märchen, Kinderbuch, Erwachsener, Gebrüder Grimm, Rapunzel
Quelle: www.welt.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.01.2012 14:29 Uhr von NoPq
 
+19 | -8
 
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Rotkäppchen habe mal gehört, dass der Ursprung dieser Geschichte eher in der "Drogenecke" dieser Zeit zu suchen ist.
Ein Mädchen mit roter Kappe (-> Fliegenpilz) sucht ihre Oma im Wald und findet stattdessen einen Wolf, der aber wie ihre Oma aussieht (-> Halluzinationen).

Kann man wahrscheinlich deuten wie man will, aber bei Rotkäppchen gefällt mir die Trip-Geschichte fast besser, als die Sache mit dem tierischen Schürzenjäger^^
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23.01.2012 15:19 Uhr von ThomasHambrecht
 
+14 | -2
 
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Ich suche seit Jahren ein Buch das die Geschichten im Original erzählt. In den 80er hatte ich einmal im Rundfunk die Geschichten im Original gehört. Damals wurde erzählt, dass die Geschichten den Kindern Angst machen sollten und als Erziehungsmittel dienten. Die Geschichten gingen fast immer böse aus. Erst die Gebrüder Grimm hätten die Märchen kommerziell umgeschrieben. So die Meinung in den 80er.
Leider nirgendwo ein Verweis auf ein käufliches Buch.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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23.01.2012 15:25 Uhr von ulkibaeri
 
+11 | -1
 
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@ZRRK: Die Schneekönigin ist von Hans Christian Andersen.
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23.01.2012 15:58 Uhr von sooma
 
+12 | -2
 
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Schlechte News weil sie den Eindruck erweckt, dass die Brüder Grimm erst mal lustig Sexmärchen schrieben. In Wirklichkeit sammelten sie bereits bekannte Erzählungen und Märchen, die sie (zeitgemäss) "kindgerecht" entschärften.

[ nachträglich editiert von sooma ]
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23.01.2012 16:15 Uhr von Drumming
 
+7 | -0
 
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Meine Fresse, das ist ja wohl nichts Neues, dass das keine Kindermärchen gewesen sind früher.
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23.01.2012 16:17 Uhr von CEMBA
 
+2 | -1
 
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Ich sehe den Newscharakter: nicht wirklich gegeben...

Hintergrundrecherche hätte ergeben, daß bereits vor mehreren Jahren die Grimmschen Geschichten als Auflage für Erwachsene publiziert wurden. Weil eben die Geschichten nicht so harmlos sind, wie sie für die Kinder dargestellt werden...
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23.01.2012 17:01 Uhr von Kyklop
 
+3 | -2
 
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Dornmöschen: auch nicht zu vergessen! http://www.trendhure.com/...
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23.01.2012 17:09 Uhr von DerMaus
 
+3 | -3
 
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Auch Eltern sind nicht jugendfrei, immerhin haben sie irgentwann mal Kinder gemacht *facepalm*
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23.01.2012 18:26 Uhr von Herpusderpus
 
+5 | -0
 
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@Cemba: Ja, diese News ist wirklich überaus schlecht geschrieben und auch unnötig.

Als Sprachwissenschaftsstudent kann ich dir sagen, dass diese "News" in sämtlichen literaturwissenschaftlich angehauchten Studiengängen zum absoluten Grundwissen für Erstsemester gehört und auch ausgiebig behandelt wird. Ebenso in Lehrbüchern aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert.

Die eigentliche "News" ist ja nur, dass dieser besagte Herr Ewers das in die Köpfe der Menschen (zurück)bringen möchte, die was hier so überhaupt nicht rüberkommt, viel mehr wird ja hier tatsächlich suggeriert, das sei eine Entdeckung von Hr. Ewers.

Sehr schlechte News, eigentlich hätte sie heißen müssen "Germanist versucht großflächig Erstsemesterstoff zu vermitteln" - aber wer hätte eine solche News denn angeklickt? Richtig, niemand.
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24.01.2012 12:52 Uhr von JesusSchmidt
 
+0 | -0
 
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@ThomasHambrecht: Such dir was von Ludwig Bechstein - das ist näher am Original als die Grimm-Fassungen. Da die Märchen zuvor hauptsächlich mündlich überliefert wurden, wird es "richtig echte" Originale nicht geben, aber Bechstein ist wohl näher dran als die Grimms.
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26.01.2012 15:34 Uhr von backuhra
 
+0 | -0
 
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Märchen sind brutal: schnell zensieren. Unsere Kinder müssen doch geschützt werden!!!
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29.01.2012 20:21 Uhr von CrazyCatD
 
+0 | -0
 
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Egal ob Gebr.Grimm, H.Chr. Andersen oder andere Märchen, auch Wilhelm Busch, der Struwelpeter, Taused und eine Nacht haben alle auch recht brutale Szenerien in Ihren Geschichten und haben auch oft sehr Moralischen hintergrund, deswegen heist es ja auch immer und die Moral von der Geschicht... oder wenn sie nicht gestorben sind dann...

[ nachträglich editiert von CrazyCatD ]

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