EU-Parlament: Umzug der Beamten kostet jährlich 200 Millionen Euro
Gleich zwölfmal im Jahr müssen die EU-Abgeordneten und die Beamten von Brüssel nach Straßburg umziehen, um dort Sitzungen abzuhalten. Zunächst sollte der Umzug nur ein Provisorium sein, doch vor 20 Jahren wurde dieses gesetzlich verankert. Längst gibt es in Brüssel ein geeignetes Parlamentsgebäude.
Deshalb wäre der Wechsel überflüssig und müsste nicht jeden Monat erneut erhebliche Kosten verursachen. 200 Millionen Euro kostet die sogenannte Arbeitsteilung jährlich. Für die Wirtschaft in Straßburg bedeutet das natürlich einmal im Monat einen Boom. Die Hotelbetten sind ausgebucht.
Die französische Regierung besteht auf den vor 20 Jahren beschlossenen Pendelvertrag. Die Parlamentarier hingegen sehen ihren Sitz in Brüssel und würden den monatlich immer wiederkehrenden Umzug gern abschaffen.