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Neue Recherchen: Anschlag auf Student Benno Ohnesorg erfolgte wahrscheinlich gezielt

Eine Vertuschung habe nach dem tödlichen Anschlag bei den Studentenunruhen in Berlin auf Benno Ohnesorg stattgefunden, so der "Spiegel". Der Kripobeamte Karl-Heinz Kurras gab damals den Schuss auf Ohnesorg ab, dem jetzt gezielte Unterstützung durch Kollegen beim Todesschuss vorzuwerfen ist.

In den neuesten Ermittlungen aufgrund von detaillierten Videoauswertungen konnte der aus der DDR eingeschleuste Kurras den Schuss ausführen. Der erfolgte abgestützt auf einem Kollegen. Unweit davon stand auch sein Vorgesetzter, der Kurras beim Todesschuss hätte sehen müssen. Er verneinte dies immer.

Mehrere Namen der beim Schützen Kurras stehenden Polizisten wurden später gezielt heraus gehalten. Der Anschlag, des später als SED- und Inoffizieller Mitarbeiter (IM) entlarvten Kurras, diente als Ausgangsereignis für die spätere Gründung der RAF.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Anschlag, Student, RAF
Quelle: www.wochenblatt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.01.2012 19:40 Uhr von Katzee
 
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Der deutsche Staat: von 1967, dem Jahr als Ohnesorg starb, hatte noch viel vom totalitären Sytem der Vorgängersysteme. Politiker und "ihre" ausführenden Organe waren weit vom rechtstaatlichen System entfernt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kurras nicht allein da gestanden hat - Stasi-IM hin oder her. Ohnesorg war in den Augen der Regierung als Mitglied der Studentenbewegung ein Querulant, und "einer weniger" kam daher nur recht.

In den 80er Jahren hat die damalige Regierung versucht, ähnlich hart gegen die Anti-Atom-Bewegung und die Ursprünge der Grünen vorzugehen. Doch die Zeiten hatten sich auch aufgrund der 60er-Jahre Studentenproteste verändert. Die Regierung konnte nicht mehr so ohne weiteres mit Gewalt ihre Machtinteressen schützen.

Doch wo stehen wir heute? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir gerade einen gewaltigen rechtstaatlichen Rückschritt miterleben.
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22.01.2012 20:52 Uhr von tutnix