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Ägypten: Islamisten erhielten 70,4 Prozent der Stimmen

Das amtliche Endergebnis der Parlamentswahlen in Ägypten weist einen Wahlsieg der islamistischen Muslimbrüder auf. 45,7 Prozent der Wähler stimmten für die Muslimbruderschaft.

Die radikalislamische "Partei des Lichts" ("Hisb al-Nur") erreichte 24,6 Prozent der Stimmen, während die als moderat angesehene Wafd-Partei nur 8,4 Prozent der Stimmen erhielt. Im Parlament gering vertreten sind die Leute, welche die "Revolution" ins Rollen gebracht haben, die Revolutionsjugend.

Insgesamt stimmten somit über 70 Prozent der Wähler für islamistische Gruppen. Damit wird sich das neue Ägypten noch stärker am Islam orientieren.


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WebReporter: mhoe
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Nachrichten, Prozent, Ägypten, Muslimbrüder, Wahlsieg
Quelle: www.spiegel.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.01.2012 19:13 Uhr von ZzaiH
 
+40 | -4
 
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überraschung: "Im Parlament gering vertreten sind die Leute, welche die "Revolution" ins Rollen gebracht haben"

ach nee doch keine - außer für irgendwelche weltfremde träumer..
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21.01.2012 19:37 Uhr von Katzee
 
+36 | -7
 
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Die großen demokratischen: Revolutionen im arabischen Raumen werden uns wohl jede Menge neuer "Irans" liefern. Ob das von den USA so beabsichtigt war?
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21.01.2012 19:47 Uhr von Rychveldir
 
+42 | -3
 
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Komisch 70,4 + 24,6 + 8,4 = 103,4

Bin ich der einzige, bei dem die Rechnung nicht aufgeht? O_o
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21.01.2012 19:47 Uhr von farm666
 
+59 | -10
 
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Erbärmliche Menschheit: wie abgrundtiv primitiv muss der mensch sein der gegen eine tyranei kämpft um da eine neue zu wählen?

Am besten eine mauer rum bauen und für verloren erklären!
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21.01.2012 19:55 Uhr von architeutes
 
+9 | -24
 
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21.01.2012 20:01 Uhr von jupiter12
 
+22 | -2
 
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da es so scheint als: wenn diese Wahl demoktratisch war, ist es wohl so das es vom Volk gewollt ist einen Islam orientierten Staat zu haben.

Ich finde Politik und Religion passen nicht zusammen. Siehe Iran, siehe USA..... das geht selten gut.
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21.01.2012 20:38 Uhr von smoke_
 
+18 | -7
 
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@Katzee: Ja, das war beabsichtigt.
Und dass im Iran die Mullahs regieren war ebenfalls Konsequenz britischer und amerikanischer Geheimdienstoperationen (Operation Ajax).
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21.01.2012 21:07 Uhr von fallobst
 
+10 | -7
 
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@ smoke: dann nenn mal bitte fakten für die behauptung.

und die mullahs regieren im iran, weil es auch dort eine protestbewegung (1979) gegen den von den usa unterstützten schah gab.
bei der operation ajax ging es um die absetzung eines iranischen premierministers der den kommunisten nahe stand. mit den mullahs hat das wenig zu tun.
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21.01.2012 21:27 Uhr von Gorli
 
+6 | -25
 
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21.01.2012 21:32 Uhr von smoke_
 
+5 | -2
 
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@fallobst: "und die mullahs regieren im iran, weil es auch dort eine protestbewegung (1979) gegen den von den usa unterstützten schah gab."

Tja, und hätten die Amis den Schah nicht dort installiert, hätte es wohl keine "Protestbewegung" gegeben.
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21.01.2012 21:59 Uhr von georgygx
 
+25 | -3
 
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schade: damit stirbt ägypten als perfektes urlaubsland.
wenn erstmal die religionspolizei die knüppel auspackt, werden sich die deutschen urlauber schwer wundern
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21.01.2012 22:00 Uhr von innerlichboese
 
+9 | -12
 
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daran merkt man mal wie wenig Ahnung die leute hier haben, die sich beschweren dass "nach einer Tyrannei gleich die nächste gewählt wird"

Ich habe viele Freunde und Bekannte in allen Teilen Ägyptens (durch den Tourismus zugereiste und gebürtige Ägypter) und die sind gerade am feiern.

Warum?
Die Wahl, wie sie nun endgültig ausgegangen ist, (mit den Muslimbrüdern in der Mehrheit) ist die beste der wahrscheinlichen Möglichkeiten!
Sorry, aber wer geglaubt hat, dass Ägypten durch die Stürzung von Mubarak in Zukunft ein - mit dem Westen vergleichbarer - islamunabhängiger und weltoffener Staat wird, träumt wohl. Mag sein dass das in den Tourismusgebieten und den Großstädten der Wunsch und die Hoffnung war, aber dafür war und ist der Islam im ganzen Land noch viel zu dominant.

Die Muslimbrüder unterstützen Frauenrechte, sind für Religionsfreiheit und wollen den Einfluss der Scharia nicht verstärken.
Die, die hier schimpfen, sollten sich mal klar sein, was passiert wäre wenn die Salafisten die Mehrheit erlangt hätten. Dann hätte Ägypten einpacken können, weil der Tourismus gestoppt worden wäre (generelle Verschleierungspflicht für alle Frauen auch Touristinnen) Verschärfung der Scharia, und mit dem Zusammenbruch des Tourismus auch Millionen Arbeitslose und landesweite Verarmung.
DANN wäre es schlimm geworden. So hat das Land die Chance sich zu ändern.
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21.01.2012 22:10 Uhr von Acun87
 
+4 | -13
 
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besser so: vielleicht kehren die dann auch mal endlich langfristig israel den rücken zu !
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21.01.2012 22:47 Uhr von AnotherHater
 
+7 | -1
 
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Ich lach mir einen Ast da haben die Prognosen gewisser Personen doch gestimmt! :D
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22.01.2012 05:44 Uhr von TeleMaster
 
+7 | -1
 
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Ich sage es jetzt schon voraus, unter Mubarak hatten es die Ägypter besser als sie es jetzt bei den "gewählten" Islamisten haben werden. Gilt auch für den Westen.
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22.01.2012 09:33 Uhr von xCheGuevarax
 
+3 | -3
 
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cool: Titel: Islamisten erhalten über 70 % der Stimmen, und im weiteren Verlauf 25 % wählen die Radikalislamisten ! Abgesehen davon, dass die Zahlen sowieso nicht stimmen können (weil ja alles über 100%), WEN haben die ganzen Kopten gewählt? Gibt doch in Ägypten ca. 10% von denen, ist die Revolutionsbewegung die "koptische Partei"? Das kann ich mir auch nicht vorstellen, denn die Bewegung war ja wirklich zahlenmäßig groß?

Alles in allem, sehr schwach geschriebene News. Und ja, wer tatsächlich geglaubt hatte, dass der arabische Frühling Demokratien bringen würde, der hat sowieso keine Ahnung wie die Menschen da unten ticken. Es werden jetzt überall mehr oder wenige islamische Staaten entstehen, bestenfalls werden vereinzelt Parteien ähnlich der türkischen AKP an die Macht kommen.

Aber ganz ehrlich, so lange demokratisch gewählt wird, und ein Großteil der Bevölkerung das so haben will, MUSS man das respektieren.
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22.01.2012 09:43 Uhr von DEvB
 
+3 | -2
 
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Dickes Minus und News gemeldet Quelle falsch wiedergegeben und auch kein Gefühl für Zahlen...

Die Muslimbruderschaft hatte 45,7 % der Stimmen. Die "Partei des Lichts" 24,6%. Zusammen haben diese beiden über 70 %. Hier wird wiedergegeben,dass die Musilmbruderschaft alleine über 70% hatte.

*Edit: Fehler in der News wurde inzwischen korrigiert*

[ nachträglich editiert von DEvB ]
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22.01.2012 10:03 Uhr von mort76
 
+4 | -3
 
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TeleMaster, eine jahrzehntelange Militärdiktatur mit unbegrenztem Ausnahmezustand muß nicht zwangsläufig besser sein als eine islamische Regierung.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Ägypter sich die folternde Geheimpolizei und das allmächtige Militär so schnell zurückwünschen, genausowenig, wie sie sich einen Präsidenten zurückwünchen werden, der Schlägertrupps und Kriminelle gegen das eigene Volk vorgeschickt hat.

Außerdem: so einige hier wünschen sich auch das dritte Reich oder Stalin zurück. Manche lernens nie...

Nun ist das vom Westen erhoffte Ergebnis, daß die vom Westen unterstützte Militärdiktatur von einer dem Westen hörigen Demokratie ersetzt wird, nicht eingetreten. Dem Westen wäre es natürlich lieber gewesen, wenn Mubarak an der Macht geblieben wäre.
Was sagt das über uns aus?
Was hat es zu bedeuten, wenn man hingeht und sich schon vor der Bildung einer Regierung, und bevor sie sich bewähren kann, einen gewissenlosen, raffgierigen und über Leichen gehenden Diktator wie Mubarak zurückwünscht?
Wer sich sowas wünscht, denkt garantiert nicht ans Volk, sondern an die eigene Macht.

In einer Demokratie darf das Volk nunmal wählen, was es will, und das haben die Ägypter nun getan.
Auch, wenn das Ergebnis dem Westen nicht paßt.

Und daß die Islamisten nun einen solchen Zustrom erhalten, kann sich Mubarak selber zuschreiben. Er hat die Muslimbrüder jahrzehntelang als Vorwand benutzt, um seine Folterdiktatur aufrechtzuerhalten.
Nun, wo er weg ist, wollen die Leute das Gegenteil von Mubaraks Herrschaft. Er hat dieses Feindbild aufgebaut, und nun rächt sich das. Das Volk dort hat extrem schlechte Erfahrungen gemacht mit dieser Art von nicht-religiöser Pseudo-Demokratie. Daß das Gegenteil in einer religiösen Regierung besteht, hat Mubarak dem Volk also quasi selber beigebracht...

So, wie bei uns sich SPD und CDU ständig abwechseln (es gab ja damals durchaus Unterschiede zwichen den beiden Parteien), wenn die jeweilige Regierung wieder ausreichend versagt hat, wählt man nun auch in Ägypten das jeweilige Gegenteil der verhaßten Regierung.

Ob die Muslime das besser machen als Mubarak, bleibt abzuwarten- es besteht zumindest die Möglichkeit, daß sie es besser machen als Mubarak.
Wohingegen Mubarak mit absoluter Gewißheit ein gewissenloser Schlächter, Folterer und Unterdrücker ist.



[ nachträglich editiert von mort76 ]
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22.01.2012 11:13 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
+3 | -1
 
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@innerlichboese: danke, das war wenigstens mal etwas genauer als islam igitt krams

allerdings ist es doch dort genauso wie überall.. erst einmal wird viel versprochen und was wirklich passiert wird die zeit zeigen
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22.01.2012 11:18 Uhr von Pilot_Pirx
 
+3 | -0
 
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tja mal sehen: wie es sich weiterentwickelt...
Das war ja jetzt eine mehr oder weniger freie Wahl, wichtig wäre daß es auch später wieder freie Wahlen gibt.
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22.01.2012 11:33 Uhr von SeriousK
 
+2 | -2
 
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mir hat mal ein Moslem gesagt das es das Wort Islamist garnicht gibt und eine erfindung der USA ist ;)
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22.01.2012 12:23 Uhr von aquilax
 
+5 | -2
 
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deutsche urlauber: deutsche urlauber werden von dem ganzen geschehen grösstenteils abgeschottet.

deutsche sollen brav ihr geld ausgeben und die islamisierung unterstützen.

so werden sie in eine all inklusive-scheinwelt getaucht, damit sie noch mehr deutsche und somit noch mehr geld dem islam zufliessen lassen.

die meisten europäer interessieren sich nur noch für unterhaltung und nebensächlichkeiten und merken dabei nicht einmal, wie sie völlig überaltern und wegrationalisiert werden.

hier ein lesenswerter auszug:
"in Alexandria wurden am 6. Januar bei “Al-Hekma TV” unter dem Titel “In einigen Jahrzehnten wird Europa ein einziger islamischer Staat werden” ausgestrahlt. Memri TV hat es sofort aufgegriffen und seitdem geht es um die Welt. Die Blaue Narzisse hat es gestern veröffentlicht. Dieses Video sollte sich jeder ansehen, der die Gefahr der muslimischen Unterwanderung bisher unterschätzt hat."

unbedingt anschauen:

http://www.youtube.com/...

also leute, ich mach mir langsam aber sicher wirklich ernste sorgen.

das ist kein witz.

[ nachträglich editiert von aquilax ]
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22.01.2012 13:49 Uhr von Floppy77
 
+1 | -0
 
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Nächster Halt: Mittelalter: Wenn das Volk irgendwann mal aufwacht ist es zu spät.
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22.01.2012 15:21 Uhr von Nathan.der.Weise
 
+2 | -0
 
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Es ist ein Fortschritt. Dass in diesen Staaten nicht binnen eines Jahres pluralistische, säkulare Basisdemokratien entstehen ist ja wohl klar.
Aber noch letztes Jahr habe ich von vielen Stammtischspezialisten in Internetforen wie diesem hier gehört, dass die Demokratie dem Muslim mit seiner unterrückerischen Religion gänzlich fremd sei. Und man muss sagen, dass es von einer Diktatur zur konservativen Demokratie doch ein gewaltiger Fortschritt ist. Wenn sich die Demokratien in Ägypten, Tunesien und vielleicht irgendwann auch mal in Libyen stabilisieren bin ich zuversichtlich, dass irgendwann eine Generation von Menschen nachwächst die von den alten Zöpfen des religiösen Establishments und den Einschränkungen ihrer Entfaltungsfreiheit nichts mehr wissen will. Das ist bei uns auch nicht von heute auf morgen gegangen und wird da unten auch seine Zeit brauchen.
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22.01.2012 17:29 Uhr von mort76
 
+2 | -0
 
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Nathan, man muß ja nun auch bedenken, daß wir unsere eigene Demokratie Stück für Stück abbauen und durch eine EU-Wirtschaftsdiktatur ersetzen...also, mit der Verteidigung demokratischer Werte kann man hier in Europa schon lange nicht mehr protzen.
Da schimpft nun ein Esel den anderen Langohr.

WIR bauen einen Überwachungsstaatenverbund auf, in dem der Bürger keine Stimme hat. Und das, obwohl wir es besser wissen sollten.

Da kann man sich jetzt auch nicht aufs hohe Roß setzen...wir verschenken unsere eigene Demokratie seit Jahrzehnten stückchenweise an unsere Herrschaften, bis wir uns wieder auf der Stufe der Monarchie befinden.
Die EU ist unser König, die Regierungen sind unsere Fürsten, und den Kirchen-Zehnt haben wir nie abgeschafft- ja, wir sind ein Leuchtturm der Demokratie...

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