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100 Milliarden Euro Schuldenerlass: Griechenland-Protest zeigt offenbar Wirkung

Falls Griechenland nicht bald frisches Geld bekäme und Schulden erlassen werden, sei das Land laut Premierminister Lucas Papademos spätestens im März bankrott. Griechenland macht deswegen Druck und fordert einen Schuldenschnitt von den Gläubigern, notfalls auch per Gesetz (ShortNews berichtete).

Offenbar scheint die Druckausübung Wirkung zu zeigen, denn nach momentanem Stand werden Banken den Griechen wahrscheinlich 65 bis 70 Prozent der Schulden erlassen. Umgerechnet sind das über 100 Milliarden Euro.

Nun benötigt Griechenland weitere 130 Milliarden Euro, die sie auch erhalten werden, vorausgesetzt sie sparen weiter. Momentan sind Prüfer der Experten-Troika von EU, EZB und Währungsfonds IWF in Griechenland und machen sich vor Ort selbst ein Bild der Lage.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krise, Griechenland, Protest, Schuldenschnitt
Quelle: www.bild.de

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21.01.2012 12:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+22 | -0
 
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Schuldenschnitt: Nun ja, die direkten Wirkungen auf den Steuerzahler halten sich - scheinbar - zunächst in Grenzen, da die Verhandlungen vor allem private Banken betrifft.

Doch teuer könnte z. B. via HRE oder Commerzbank - sprich verstaatlichte bzw. teilverstaatlichte Banken kommen, die in ihren Tresoren zahlreiche griechische Anleihen - in Milliardenhöhe - horten.

Betroffene Geldhäuser werden vermutlich demnächst Gebühren und Zinsen erhöhen, um Verluste zu kompensieren und ihre Kapitalausstattung zu verbessern.

Die Stützung strauchelnder deutscher Geldhäuser könnten die Staatsschuld und somit die Steuerzahler zusätzlich belasten. Die Stützung strauchelnder griechischer und europäischer Geldhäuser tut dies ohnehin - siehe neue 130 Milliarden-Tranche und den Plan, auch Griechenland Mittel aus dem EFSF zukommen zu lassen (bisher haben die ihre Sonderkredite).

Letztlich wird eine Erhöhung der deutschen Staatsschulden die hiesige Bonität absenken und somit erhöhte Kreditzinsen für die eigene Refinanzierung nach sich ziehen.

Zur Zeit zahlt Deutschland jährlich 38 Milliarden Euro nur für Zinsen - rund 20% mehr als für den Wehretat, dem zweitgrößten Ministeriums-Etat im Bundeshaushalt immerhin.

Es tröpfelt aus vielen Löchern im Rumpf - insofern kann man die Aussage auch in diesem Cartoon zusammenfassen. Siehe: http://is.gd/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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21.01.2012 13:07 Uhr von FlatFlow
 
+3 | -6
 
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Wo ist das Problem?? Wenn kein Schuldenschnitt kommt, dann ist Griechenland pleite und alle Kredite fallen aus, das heißt 100% Verlust für gläubiger.
Dann doch besser ein Schuldenschnitt vornehmen, außerdem durch die hohen Zinsen haben die Griechen schon längst alles zurück bezahlt. Sollen doch endlich die Privatgläubiger zu Kasse gebeten werden, nicht immer der Staat & der Steuerzahler für die ausfälle gerade stehen!! No risk no fun!!

Viel wichtiger ist doch, wieso zahlen wir noch Zinsen für Schulden die unsere Großeltern in den +1950 gemacht haben!! Die eine Laufzeit von ~10 Jahren hatten!!
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21.01.2012 13:15 Uhr von basusu
 
+2 | -2
 
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viel spass: Da haben die insolventen Malakas den übrigen EU´lern mal ein sattes Schnippchen geschlagen. Bravo und viel Spass beim verprassen unserer Steuergelder.
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21.01.2012 14:56 Uhr von maretz
 
+7 | -0
 
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@FlatFlow: Richtig - wenn Griechenland pleite ist fallen die Kredite ganz weg. NUR: Wenn ich von dir Geld bekommen habe und mich hinstelle: Sorry, kann ich nich zurückzahlen -> leihst du mir dann noch mehr Geld?

Bei denen läuft es doch genau so: Man streicht erstmal hier nen paar millionen/milliarden weg und pumpt noch zusätzliches Geld rein - weil ja natürlich DAS dann zurückgezahlt wird... DAS kann doch nicht funktionieren. Gut, jetzt haut man also Geld rein (man beachte: 100.000.000.000 EURO!). Und dann? Dann is das Geld weg - und man haut wieder Geld rein - weil man ja sonst diese 100.000.000.000 Euro ja auch nicht wiederbekommt... Also beim nächsten mal nochmal 100.000.000.000 Euro rein. Natürlich bekommt man dann 200.000.000.000 Euro wieder... Und so dreht es sich...

Das ganze wäre noch nicht mal so schlimm - wenn unsere Politik mal gucken würde was mit dem EIGENEN Volk so passiert. Bei den H4-Empfängern (und es sind ja sicher nicht alle der Bild-Publizierte Arbeitsverweigerer, sondern ggf. viele die wirklich nich so einfach was finden) eine ewige Debatte über 5 Euro Erhöhung... Bildung - reden wir mal lieber nich drüber was da an Kohle fehlen würde... Und überall wird gespart - damit man in ein Land was einfach nur pleite ist das Geld reinstecken kann?

Ganz ehrlich: Wulff ist ja grade mit Krediten beschäftigt. Wie wäre es wenn die BW-Bank denn mal die Kohle an Griechenland gibt (und zwar OHNE das der deutsche Staat da ne Sicherheit hinterlegt). Würde das IRGENDEINE Bank machen - wenn nicht der deutsche Staat sich dafür verbürgt? (Was übrigens auch wieder fern jeder realität ist: Ich kann dir meine Kohle jetzt schon nicht zurückzahlen - also gehst DU zur Bank, nimmst nen Kredit auf um dieses Geld MIR zu geben?!? Beim Staat funktioniert das ... klasse....)
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21.01.2012 15:56 Uhr von no_trespassing
 
+6 | -1
 
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Ich sags nochmal: Das Land ist nicht pleite!

Ein Land ist erst dann bankrott, wenn es nichts mehr zu veräußern hat.

Griechenland hat noch

- 111 Tonnen Goldreserven (4 Mio. Unzen, derzeitiger Wert: ca. 5 Mrd. Euro)
- Militär, das zum großen Teil aufgelöst werden kann
- Immer noch viel zu viele Beamte
- Staatsbeteiligungen, die noch nicht privatisiert sind.

Jeder private Marktteilnehmer würde im Rahmen der Vollstreckung gezwungen, dieses Vermögen zu veräußern.
Griechenland macht dem Kapitalmarkt Glauben, es hätte nichts mehr. Das stimmt aber de facto nicht.

Und auch wenn viele es für polemisch halten - warum sind Landveräußerungen sakrosankt? Ländergrenzen sind nicht in Stein gemeißelt. USA kaufte Russland auch Alaska ab.

Kleinere Inseln könnten Privatleuten zumindest für 99 Jahre verpachtet werden, so wie es in Südamerika öfters der Fall ist.

Es gibt eine ganze Menge noch an Stillen Reserven. Die wollen die nur nicht aktivieren. Stattdessen schenkt Rest-Europa denen die Waren plus Bargeld dazu.

Wenn das EU ist, dann Gute Nacht! Portugal und Italien werden nämlich dann ebenfalls den Weg des geringsten Widerstandes gehen und darauf pochen, ihre Schulden erlassen zu bekommen.

Lest euch das mal durch:

http://www.welt.de/...

http://www.welt.de/...

[ nachträglich editiert von no_trespassing ]
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21.01.2012 17:36 Uhr von Petabyte-SSD
 
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Oh Mann: Würde ich noch mal leben, dann würde ich alles Geld in Gold und Silbermünzen anlegen, was ich spare, Schulden machen ohne Ende, und alles Geld zurücklegen.
Dann schauen dass der Schuldenberg noch höher und höher wird, aufhören zu arbeiten, Hartz4 kassieren, eine grosse Familie gründen und dann Privatinsolvenz anmelden.
Aber ich schätze mal, in meinem nächsten Leben wird es kein Land geben, was so dumm ist....
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21.01.2012 23:06 Uhr von sv3nni
 
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Nun benötigt Griechenland weitere 130 Mrd EUR: und wer zahlt die ? geschenk von der EZB ? bekomm ich auch was?

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