Griechenland fast pleite: Sparziele im öffentlichen Dienst ignoriert
Athen braucht dringend frisches Geld, doch EU, IWF und EZB machen weitere Hilfen offiziell von der Umsetzung von staatlichen Sparmaßnahmen und einer Gläubigereinigung abhängig. Doch die Bilanz der Troika ist ernüchternd, denn abermals wurde so gut wie kein Versprechen durch Athen umgesetzt.
Im öffentlichen Sektor wurden lediglich 1.000 statt 30.000 Stellen gestrichen, Privatisierungspläne scheitern an Unvermögen und Bestechung, in den Staatsunternehmen grassiert Misswirtschaft wie eh und je. Nun gelobt Lucas Parademos erneut Besserung, der öffentliche Dienst soll bis 2015 um 150.000 Stellen schrumpfen.
Doch zwischen den Parteien dominiert längst der Zank um die Wahl seines Nachfolgers am 18. März, sogar Ex-Regierungschef Georgios Papandreou wurde erneut als Kandidat gehandelt. Einige nordische EU-Staaten forderten daher die Übernahme der griechischen Regierungsgeschäfte durch die EU, diese lehnt jedoch ab.